Doubtful Sound

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Doubtful Sound
Māori: Patea
Geographische Lage
Doubtful Sound (Neuseeland)
Doubtful Sound
Koordinaten: 45° 19′ S, 166° 59′ OKoordinaten: 45° 19′ S, 166° 59′ O
Region-ISO: NZ-STL
Land: Neuseeland
Region: Southland
Meereszugang: Tasmansee
Daten zum Sound
Eingang: 4 200 m breit
Länge: rund 30 km
Breite: max. 2,5 km
Küstenlänge: rund 62 km
Wassertiefe: max. 421 m
Zuflüsse: Elizabeth River und zahlreiche Streams (Bäche)
Inseln: Bauza Island Utah Island, Shelter Islands, Nee Island, Nee Islets, Hares Ears, Fergusson Island, Elizabeth Island, Rolla Island
Fotografie des Sounds
Doubtful Sound Clear.jpg
Doubtful Sound
Doubtful Sound mit Rolla Island und Eingang zum Hall Arm

Der Doubtful Sound (Māori Patea) ist ein Meeresarm im Fiordland National Park auf der Südinsel von Neuseeland. Er wird auch gerne als The Sound of Silence (Der Meeresarm der Stille) bezeichnet.[1]

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Meeresarm erhielt im Jahr 1770 von dem britischen Seefahrer und Entdecker Kapitän James Cook den Namen Doubtful Harbour, nachdem er unsicher war, ob man in dem Gewässer sicher ankern kann. 23 Jahre später befuhr der spanische Seefahrer Malaspina das Gewässer, vermaß es und vergab einigen markanten Punkten des Sounds spanische Namen, die noch heute Verwendung finden.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Doubtful Sound befindet sich an der Westküste des südlichen Teils der Südinsel von Neuseeland.[3] Er beginnt rund 46 km westlich von Te Anau und erstreckt sich über eine Länge von rund 30 km westwärts zur Tasmansee hin, zu der er sich auf eine Breite von rund 4,2 km hin öffnet. Seine breiteste Stelle im Inland beträgt rund 2,5 km. Vom Doubtful Sound aus verzweigen verschiedene weitere Meeresarme in die Seitentäler der Berglandschaft von Fiordland. Am östlichen Ende des Sounds sind dies, der rund 3,4 km lange Deep Cove und der rund 8,5 km lange Hall Arm. An der südlichen Seite des Doubtful Sound schlängelt sich der Crooked Arm rund 15 km nach Südwesten und etwas weiter seewärts reicht der rund 5,5 km lange First Arm in die Berglandschaft hinein.[4] Rund 12 km südöstlich des Eingangs zum Doubtful Sound stellt der Pendulo Reach eine Verbindung zu den nördlich befindlichen Thompson Sound und dem Bradshaw Sound her. Zwischen dem Doubtful Sound und dem Thompson Sound liegt die rund 20 km lange nach Norden abgewinkelte Insel Secretary Island.[3]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Doubtful Sound ist im klassischen Sinne ein Fjord, der durch Gletscherbildung entstanden ist. Doch die frühen europäischen Siedler und Seefahrer bezeichneten zahlreiche Täler in der Region Fiordland als Sounds, eine Bezeichnung die eigentlich für die von der Seeseite her geflutete Flusstäler verwendet wird[5], so wie die Sounds in den Marlborough Sounds im Norden der Südinsel entstanden sind.[6] Die Seefahrer, zumeist englischer oder walisischer Herkunft, kannten von ihrer Heimat her keine Fjorde und so verwendeten sie für die Meeresarme die ihnen bekannten Bezeichnungen, die bis heute weiter bestehen.[5]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wasser findet sich eine reichhaltige Fauna. Sie ist dadurch besonders, dass auf dem Meerwasser eine mehrere Meter tiefe Schicht aus Süßwasser liegt, die sich fast nicht mit dem Meerwasser mischt. Durch unterschiedliche Refraktionsindizes gelangt kaum Licht in den tieferen Bereich, so dass dort Arten siedeln, die eigentlich nur in wesentlich größeren Wassertiefen vorkommen. Dazu zählen diverse Seesterne, und Anemonen sowie Schwarze Korallen.

Neben einer Kolonie Großer Tümmler sind im Sound auch Dickschnabelpinguine und Neuseeländische Seebären anzutreffen.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als mit 421 m tiefster aller Meeresarme der Region Fiordland, gelten die Küsten und die den Doubtful Sound umgebenden Berge als nahezu unberührt. Lediglich die kleineren Schiffe einiger in der Region beheimateten Unternehmen unternehmen Tagesfahrten in den Doubtful Sound, teilweise auch mit Übernachtungen auf den Schiffen.[5] Beliebt sind die Touren auch, weil neben den vielen Wasserfällen in den Gewässern des Sound Seehunde, Pinguine und Define beobachtet werden können.[5]

Neben den geführten Touren ist der Fjord auch ein beliebtes Ziel für Kajak-Fahrer. Eine Verbindung besteht entweder über das Meer, oder eine Straße, die am Lake Manapouri beginnt.

Sehenswerte Wasserfällen sind die Browne Falls, Helena Falls und die Lady Alice Falls.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Doubtful Sound – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Doubtful Sound – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Doubtful Sound/Patea area. Department of Conservation, abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  2. Enchanting experience in Doubtful Sound. In: Stuff - Southland Times. Fairfax Media, 4. Juli 2012, abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  3. a b Topo250 maps. Land Information New Zealand, abgerufen am 19. Februar 2018 (englisch).
  4. Koordinaten und Längenbestimmungen wurden zum Teil über Google Earth Version 7.1.8.3036 am 19. Februar 2018 vorgenommen.
  5. a b c d Milford Sound & Doubtful Sound. Destination Fiordland, November 2016, abgerufen am 19. Februar 2018 (PDF 1,1 MB, englisch).
  6. Section C The Marlborough Costal Environment. Marlborough District Council, Juni 2014, S. 34, abgerufen am 7. April 2018 (PDF 3,98 MB, englisch).