Droste Verlag

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Droste Verlag
Rechtsform GmbH
Gründung 1933
Sitz Düsseldorf
Leitung Manfred Droste, Felix Droste und Jürgen Kron
Branche Verlagswesen
Website www.droste-verlag.de

Der Droste Verlag ist ein deutscher Buchverlag mit einem regionalen Schwerpunkt aus Düsseldorf. Er wurde 1933 von Heinrich Droste gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wirtschaftsjournalist Heinrich Droste gründete 1921 einen Zeitungsverlag unter dem Namen Industrie-Verlag und Druckerei AG in Düsseldorf. In diesem erschien u. a. der Düsseldorfer Stadt-Anzeiger.

1933 begann er mit dem heutigen Buchverlag für Belletristik. Den Anfang machte der Vorabdruck des Romans Die Feuerzangenbowle von Heinrich Spoerl in der verlagseigenen Tageszeitung Der Mittag. Zu den ersten Autoren im Verlagsprogramm gehörten u. a. Hans Müller-Schlösser und Alfred Schmidt-Hoepke. Trotz Heinrich Drostes NSDAP-Parteimitgliedschaft herrschte im Verlagshaus ein liberales Klima vor. Nach dem Verbot der KPD-Zeitung Freiheit und der Volkszeitung (SPD) übernahm der Verlag die Schriftsetzer und Drucker jener Blätter. Die Schwester von Droste, Hulda Pankok, war Lektorin des Verlages. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden im belletristischen Bereich fast ausschließlich ausländische Autoren verlegt. Zum Teil betraute man im Ausland Juden mit Werkübersetzungen. Von 1936 bis 1969 firmierte der Verlag unter dem Namen Droste Verlag und Druckerei KG.

Um Aufarbeitung der Geschichte bemüht, erschienen in der Bundesrepublik wegweisende Werke von u. a. Alan Bullock (Hitler. Eine Studie über Tyrannei) und Fritz Fischer (Griff nach der Weltmacht). Biografien und Memoiren über Persönlichkeiten wie Charles de Gaulle, Werner Forßmann, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Manfred von Ardenne wurden verlegt. Weiterhin gehörten zum Programm auch folgende Schriftsteller: Hugo Hartung, Irmgard Keun, Alexander Spoerl und Ehm Welk.

Nach dem Tod von Heinrich Droste 1958 übernahm Sohn Manfred Droste die Geschäfte. Es wurden Bildbände u. a. mit Eugen Roth und Hans Habe publiziert. Droste übernahm in dieser Zeit den angesehenen Fotoverlag Wilhelm Knapp. Seit 1970 trägt der Droste Verlag den Namen Droste Verlag GmbH. Enge Zusammenarbeit besteht mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, dem Bundesarchiv, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Heinrich-Heine-Institut. Autoren wie Stephan Harbort, Sonja Bernadotte, Avi Primor, Joachim Bitterlich, Walter Brune und Walter Riester verlegten ihre Bücher bei Droste. 2002 wurde Felix Droste Geschäftsführer. 2015 stieg Jürgen Kron als Geschäftsführer in den Düsseldorfer Verlag ein.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Droste Verlag verlegt u. a. Biografien, Regionalia und wissenschaftliche Schriften zur Geschichte und Zeitgeschichte.

Im wissenschaftlichen Bereich erscheinen u. a. die Schriftenreihen Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung und verschiedene Reihen der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien sowie Publikationen des Bundesarchivs.

Darüber hinaus erscheinen Bände der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, des Heinrich-Heine-Instituts, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, des Stadtmuseums Düsseldorf und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

Autoren im Verlagsprogramm: Biografien zu u. a.: Elisabeth von Plotho, Manfred von Ardenne, Asher Ben-Natan und Dorothee Achenbach; Belletristik von u. a.: Edda Minck, Heinrich Spoerl, Jens Prüss, Hans Müller-Schlösser und Lotte Minck; Sachbücher (Geschichte, Politik, Wissen) von u. a.: Bernhard Horstmann, Michael Bar-Zohar, Cornelius Hartz und Angela Genger; Regionen (Aachen, Düsseldorf, Niederrhein, Ruhrgebiet usw.) von u. a.: Manuel Andrack, Esther von Krosigk und Michael Moll. Weitere Kategorien sind Freizeit, Geschenkbuch, Kinderbuch, Krimi, Kunst, Mundart und Städtebände.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Droste Verlag ist Mitglied in der IG Regionalia des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, als deren stellvertretender Sprecher Jürgen Kron auftritt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dagmar Olzog, Johannes Hacker (Hrsg.): Dokumentation deutschsprachiger Verlage. 14. Ausgabe. verlag moderne industrie, Landsberg am Lech 2001, ISBN 3-478-38764-7, S. 90.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regionale Sparte stärken und vernetzen. Buchreport, 22. März 2016, abgerufen am 20. Mai 2017.