Dschalaluddin Haqqani

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Dschalaluddin Haqqani (paschtunisch جلال الدين حقاني DMG Ǧalāl ud-Dīn Ḥaqqānī; persisch جلال‌الدین حقانی; geboren 1939; gestorben 3. September 2018[1]) war ein afghanischer Islamist und der Anführer des Haqqani-Netzwerkes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war Paschtune, Anfang der 1970er-Jahre im bewaffneten Kampf tätig, wurde von Ronald Reagan empfangen[2] und hatte später enge Beziehungen sowohl zu al-Qaida als auch zu Pakistans Geheimdienst.[3] Er war Justizminister des offiziell von 1992 bis 2001 existierenden Islamischen Staates Afghanistan und soll die zweitwichtigste Figur der Taliban nach Mohammed Omar gewesen sein.[4]

Im September 2018 bestätigte seine Familie gegenüber Journalisten seinen Tod nach längerer, nicht näher genannter Krankheit.[5] Seine Nachfolge soll sein Sohn Siradschuddin Haqqani übernommen haben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vahid Brown, Don Rassler: Fountainhead of Jihad: The Haqquani Nexus 1973–2012. Oxford University Press, 2013, S. 28, Google Books

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taliban melden Tod des Islamisten-Anführers Hakkani. Süddeutsche Zeitung, 4. September 2018.
  2. Walter Mayr: Kleine Könige am Khyber-Pass. In: Der Spiegel. Nr. 45, 2001, S. 164 (online).
  3. Mehrere deutsche Islamisten getötet. In: taz. 6. Oktober 2010, abgerufen am 6. Oktober 2010.
  4. Abdullah Qazi: Biography of Jalaluddin Haqqani. 18. September 2008.
  5. Afghan Taliban announce death of Haqqani network founder. In: AFP.com. (afp.com [abgerufen am 5. September 2018]).