E-broidery

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e-broidery Stickverfahren

e-broidery (kurz für: electronic embroidery) beschreibt ein Verfahren, bei dem mit Hilfe des Stickverfahrens und Verwendung elektrisch leitfähiger Garne ein funktionales oder intelligentes Textil hergestellt wird. Mögliche Beispiele sind Sensor-, Heiz- oder Leuchttextilien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff e-broidery wurde von einer Gruppe von MIT-Wissenschaftlern begründet und erstmals in einer Reihe von wissenschaftlichen Publikationen[1] zum Thema Intelligente Textilien zwischen 1997 und 2000 verwendet. Mithilfe des MIT media labs forschte die Gruppe, bestehend aus dem Physiker E. Rehmi Post, dem Physiker und Elektroingenieur Peter R. Russo, der Designerin Maggie Orth und dem Leiter des media labs, Neil Gershenfeld, nach Möglichkeiten sogenannte wearable computer zu entwickeln. Ziel war es, ein intelligentes Textil (Funktionstextilien/Smart Clothes) herzustellen, das sich in seiner Handhabung nicht von normalen Textilien unterscheidet, also waschbar, tragbar und drapierbar bleibt. Durch das e-broidery-Verfahren konnten sie erstmals die Funktion der textilen Fläche selbst erweitern, ohne ihre Verwendung durch weitere Geräte einzuschränken.

Herstellung/Stromversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LED Corsage realized by Forster Rohner Textile Innovations for Valisère

Durch ein Stickverfahren werden Garne, die zum Teil oder vollständig aus Metall bestehen, auf einen textilen Trägerstoff appliziert und mit elektronischen Komponenten, wie Sensoren oder LED-Leuchtmittel, verbunden.[2] Die Komponenten selbst werden entweder gelötet beziehungsweise geschweißt, geklammert oder geklebt. Die so entstehenden intelligenten Textilien sind über ein Kabel (z. B. USB-Kabel) mit einer Stromquelle verbunden. Je nach Funktion und Leistung kann es sich hier um mobile oder feste Stromversorger handeln.

Die Besonderheit der von Forster Rohner Textile Innovations weiter entwickelten e-broidery-Technologie ist die vollständige Erhaltung des textilen Charakters des Produktes, bis hin zur Waschbeständigkeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Forschungsergebnisse des MIT media labs (PDF-Datei; 2,1 MB). Website des MIT media lab. Abgerufen am 30. September 2013
  2. Teilveröffentlichung eines Papers von Minyoung Suh, Doktorandin des Department of Textile & Apparel Technology & Management am North Carolina State University’s College of Textiles in Raleigh, N.C. in Textile World, April 2010. Abgerufen am 30. September 2013
 Commons: Electronic embroidery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien