Eifersuchtswahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Eifersuchtswahn (auch Othello-Syndrom oder "eheliche Paranoia") ist die wahnhafte Überzeugung von der Untreue des Lebenspartners. Benannt ist das Syndrom nach Othello, dem Helden des Shakespeare-Stücks Othello, der Mohr von Venedig. Diese Form des Wahns tritt v. a. im Rahmen der Alkoholkrankheit auf, ist aber auch schon im Zusammenhang mit einem Schlaganfall (Apoplex) beschrieben worden.[1] Auch kann Eifersucht der thematische Inhalt einer isolierten wahnhaften Störung sein. Aus dieser pathologischen Form der Eifersucht resultiert oftmals ein erhöhter Grad der Gewalt­bereitschaft gegenüber dem der Untreue bezichtigten Menschen oder dessen Umfeld, was sich in Gewaltverbrechen äußern kann.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. R. J. Westlake, S. M. Weeks: Pathological jealousy appearing after cerebrovascular infarction in a 25-year-old woman. In: Aust N Z J Psychiatry. 1999 Feb; 33 (1), S. 105–107. PMID 10197894
  2. G. B. Leong u. a.: The dangerousness of persons with the Othello syndrome. In: J Forensic Sci. 1994 Nov; 39 (6), S. 1445–1454. PMID 7815024