Eisen(II)-acetat

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Strukturformel
Strukturformel von Eisen(II)-acetat
Allgemeines
Name Eisen(II)-acetat
Summenformel Fe(CO2CH3)2
CAS-Nummer 3094-87-9
PubChem 161387
Kurzbeschreibung

hellbrauner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 173,93 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt

190−200 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Eisen(II)-acetat ist eine chemische Verbindung des Eisens aus der Gruppe der Acetate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Eisen(II)-acetat kann durch Reaktion von Eisen mit Essigsäure gewonnen werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Eisen(II)-acetat ist ein hellbrauner bis fast weißer, luft- und feuchtigkeitsempfindlicher Feststoff, der unlöslich in Wasser ist. Sein Tetrahydrat ist löslich in Wasser und Ethanol und besitzt eine grüne bis (durch Oxidation) braune Farbe.[6] Eisen(II)-acetat kristallisiert in der Raumgruppe Pbcn und als 2D-Koordinationspolymer aus Eisenatomen und Acetatgruppen.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Eisen(II)-acetat wird als Zusatzstoff in Farben und als Beizmittel verwendet. Es dient auch als Katalysator in der organischen Chemie und als Ausgangsmaterial für andere Eisenverbindungen (z. B. Eisenkomplexe).[3] Das Tetrahydrat wird als Farbstoff für Textilien und Leder, in der Medizin und als Holzschutzmittel eingesetzt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenblatt Iron(II) acetate, anhydrous, Fe 29.5% min bei AlfaAesar, abgerufen am 17. Juli 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d e Datenblatt Iron(II) acetate, ≥99.99% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 17. Juli 2013 (PDF).
  3. a b  Alison E. Lewis, Christine Olsen: BIWIC 2007: 14th International Workshop on Industrial Crystallization : September 9th-11th, 2007, University of Cape Town, Cape Town, South Africa. IOS Press, 2007, ISBN 158603790-0, S. 214 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. National Centre for Scientific Research "Demokritos", Institute of Materials Science Athens, Greece: Synthesis of Iron(II) acetate hydrate (ferrous acetate)
  6. a b  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 1439814619, S. 173 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Birgit Weber, Richard Betz, Wolfgang Bauer, Stephan Schlamp: Crystal Structure of Iron(II) Acetate. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 637, 2011, S. 102–107, doi:10.1002/zaac.201000274.