Elmar Mayer-Baldasseroni

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Elmar Mayer-Baldasseroni im Literaturhaus Wien am 12. Dez. 2012

Elmar Mayer-Baldasseroni (* 30. Juni 1977 in Mürzzuschlag, bürgerlich Elmar Mayer) ist ein österreichischer Schriftsteller, Maler, Bildhauer, künstlerischer Fotograf, Wissenschaftler, Musiker, Komponist, Pianist, Videokünstler, Kameramann und Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Jugend in der Obersteiermark, seinem Wehrdienst und einem Studium der Genetik an der Universität Wien promovierte er 2005 interdisziplinär mit Auszeichnung an der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien in Genetik und Moraltheologie. Er arbeitete u. a. als Universitätslektor, wurde 2006 mit dem Leopold-Kunschak-Wissenschaftspreis ausgezeichnet und absolvierte einen Post-Doc-Aufenthalt in England.

Als Schriftsteller verfasst Mayer-Baldasseroni Epik, Lyrik und Dramatik. Für seinen Roman Die Hinrichtung (2013), der von der tiefen Obsession einer unerfüllten Liebe handelt, erhielt er positive Kritiken.[1][2] Er veröffentlicht unter anderem in Literaturzeitschriften und regelmäßig als Lyriker in der Boulevardzeitung Augustin.[3] Zudem ist er seit den 2000er Jahren als künstlerischer Fotograf tätig und kreiert Skulpturen und Plastiken[4] sowie expressive Ölmalerei. Seine Bilder wurden mehrfach ausgestellt.

Elmar Mayer-Baldasseroni ist Mitglied der IG Autorinnen Autoren, der Literar-Mechana, der Bildrecht und der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzeltitel

Beiträge für Literaturzeitschriften (Auswahl)

  • Romanausschnitt aus „Die Hinrichtung“, in: Arovell Literaturzeitschrift 1/2010, Gosau 2010.
  • Mein Abgrund, in: Sterz 103: Freude, Graz 2010.
  • Zorn, Bildbeitrag, in: Sterz 104/105: Herzblut, Graz 2012.
  • Osterkrise, Romanausschnit aus „Die Nichte“, in: Sterz 106: Krise, Graz 2013.
  • Um Schönheit zu finden, in: Sterz 109: Schönheit, Graz 2014.
  • Maturiert, in freiVERS, Mosaikzeitschrift, Salzburg 2019.
  • Dormire a Roma, in: Verdichtet.at, Freistadt 2019.
  • NIENTE!, in: Verdichtet.at, Freistadt 2019.
  • Liberté, in Verdichtet.at, Freistadt 2019.
  • Geschichten, die das Leben speit I – Wiener Altweibersommer, in: Verdichtet.at, Freistadt 2020.
  • Geschichten, die das Leben speit II – Der Herr Nachbar, in: Verdichtet.at, Freistadt 2020.
  • Geschichten, die das Leben speit III – Die Patriziertochter, in: Verdichtet.at, Freistadt 2020.
  • im rebenhain, in: Pappelblatt, Zeitschrift für Literatur, Menschenrechte und Spiritualität (25), Wien 2022.
  • damals im glück, in: Pappelblatt, Zeitschrift für Literatur, Menschenrechte und Spiritualität (26), Wien 2022.

Beiträge in Anthologien (Auswahl)

  • Das Funkhaus ist tot, es lebe das Funkhaus!, in: Funkhausanthologie des Literaturhauses Wien, Wien 2017.
  • Romanausschnitt aus "Die Nichte", in: Ein Tag meines Lebens, Anima Incognita Edition, Wien 2019.
  • VIS MAIOR, in: Lyrik der Gegenwart 96, Edition Art Science, St. Wolfgang 2020. ISBN 978-3-903335-11-0.
  • derrisch-hysterisch, in: Jahrbuch Lyrik 2021, AG Literatur (Hrsg.), Edition Art Science, St. Wolfgang 2021. ISBN 978-3-903335-14-1.
  • Ausschnitt aus dem Romanmanuskript "Das Virus", in: So a G'schicht, Anima Incognita Edition, Wien 2022, ISBN 978-3-7557-2411-7.
  • solo voglio dormire, in: Seelenmelodien alternatives Lyrikjahrbuch 2021–2022, Manfred Stangl (Hrsg.), Wien 2022, ISBN 978-3-903335-14-1.
  • Niemals anfangen. Niemals aufhören, in: Stimmen gegen den Krieg. Ein literarisches Manifest gegen den Krieg. Unabhängiges Literaturhaus NÖ, St. Pölten 2022.[5]

Theaterstücke

  • Das Techtelmechtel, Uraufführung am 4. Juli 2022 an den Ottakringer Festwochen im Weinhaus Sittl, Wien, Regie: Hahnrei Wolf Käfer.[6]

Hörspiele

  • österreichbild – ein störspiel, in: Kurzhörspielwettbewerb Track 5‘ von Ö1, 2018.[7]
  • dreck reif, in: Kurzhörspielwettbewerb Track 5‘ von Ö1, 2020.[8]
  • Der SIEGERBEITRAG 2022, in: Kurzhörspielwettbewerb Track 5‘ von Ö1, 2022.

Ausgewählte Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 Divine Visions, Parkschlössl (Schloss Porcia), Spittal/Drau.[9]
  • 2018 La Collezione I, Kanzlei Brunner, Wien.
  • 2017 La Specchiatura I, Kanzlei Leucht-Lichtblick, Wien.
  • 2016 Deep reflexions, Schwanthaler Galerie, Gmunden.[10]
  • 2008 Les Perspectives II, Florianihof, Wien.
  • 2006 Les Perspectives I, Galerie Kandinsky, Wien.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 Leopold-Kunschak-Wissenschaftspreis für die Dissertation Genetische Präimplantationsdiagnostik
  • 2006 Förderung der Publikation der Dissertation Genetische Präimplantationsdiagnostik durch den Souveränen Malteser Ritterorden (Großpriorat von Österreich)[11]
  • 2013 Förderung der Publikation des Romans Die Hinrichtung durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, die Kulturabteilung des Landes Steiermark und des Kulturamtes der Stadt Wien
  • 2014 Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramts für Kunst und Kultur

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Wiener Akademischer Meister im Kleinkaliberschießen der Männer[12]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Hinrichtung, in: Helmuth Schönauer, Tagebuch eines Bibliothekars, Band IV, Klagenfurt 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Elmar Mayer-Baldasseroni hat den beleidigendsten, niederträchtigsten, obszönsten und sprachmächtigsten Roman seit Menschengedenken geschrieben! … Ein monströses, ein schamloses Meisterwerk des schwärzesten Humors. Nichts darunter, ein reiner rasender Wahnwitz und ein Buch des Jahres. Im Übrigen ließ es sich befürchten, daß es sich beim Autor um ein durch und durch reaktionäres, zwänglerisches, restadeldegeneriertes und eitles Arschloch handelt. Und: Um ein Genie.“ Fritz Ostermayer, künstlerischer Leiter der Schule für Dichtung im ORF-Radiosender FM4, zitiert im Blog des Autors
  2. „Stellen Sie sich vor, Thomas Bernhard, Werner Schwab und Elfriede Jelinek hätten in einer Art Ménage à trois des Bösen ein Kindlein gezeugt (...) Das Kindlein der drei Sprachgiganten ist natürlich Elmar Mayer-Baldasseroni und sein fulminanter Erstling, eine sprachgewaltige, wild tobende, bösartige Abrechnung mit einer nicht erwiderten Liebe, klarerweise das logische Resultat jener dunklen Begegnung besagter heimischer Literaturpäpste und -päpstinnen.“ Oliver Welter in: Die Brücke (Klagenfurt), Ausgabe 149/150, Februar/März 2014, S.9 (PDF; 357 kB)
  3. http://www.augustin.or.at/index.php?q=baldasseroni&find=go!
  4. elmarmayerbaldasseroni. Abgerufen am 19. Juni 2020 (englisch).
  5. Stimmen gegen den Krieg. In: literaturhausnö.at. 27. März 2022, abgerufen am 10. Juni 2022.
  6. elmarmayerbaldasseroni. Abgerufen am 1. Juli 2022 (englisch).
  7. oe1.orf.at: Track 5' – Das ist kein Spiel. Abgerufen am 14. November 2019.
  8. oe1.orf.at: Track 5' 2019 – Es geht auch anders. Abgerufen am 15. Januar 2020.
  9. Elmar Mayer-Baldasseroni: Kunst im Park. millstaettersee.com, abgerufen am 19. Juni 2019
  10. Vernissage und Ausstellung von Elmar Mayer Baldasseroni | deep reflexions. salzi.at - Aktuelles aus dem Salzkammergut, 17. November 2016, abgerufen am 19. Juni 2019
  11. vgl. Mayer E.: Genetische Präimplantationsdiagnostik. Marburg 2006, S. 1.
  12. Ergebnisse der Wiener Akademischen Meisterschaften. Universität Wien, 26. Januar 2015. Memento aus dem Internet Archive vom 4. April 2015. Abgerufen am 10. April 2018