epd Film

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epd Film
Logo seit April 2014
Beschreibung deutsche Filmzeitschrift
Verlag Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik
Erstausgabe 1984
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2016)
6369 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 2/2016) 6562 Exemplare
Chefredakteur Rudolf Worschech
Herausgeber Jörg Bollmann, Dr. Thomas Schiller
Weblink epd-film.de

epd Film ist eine deutsche Filmzeitschrift, die seit 1984 monatlich erscheint. Sie ist Nachfolger des seit 1948 jährlich publizierten Evangelischen Filmbeobachters. Neben dem Filmdienst ist sie eine der beiden führenden religiösen Zeitschriften für Filmkritik in Deutschland.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgegeben wird die Zeitschrift vom Evangelischen Pressedienst (epd) und vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik. epd Film ging aus der Vorgängerpublikation epd Kirche und Film hervor, die aber auf eine innerkirchliche Leserschaft ausgerichtet war. So nehmen Beiträge zu spezifisch theologischen Themen im epd Film nur noch einen geringen Raum ein. epd Film wird von der Evangelischen Kirche bezuschusst (2001 mit 171.000 Mark).[2]

Die Zeitschrift kämpft seit Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen und Bedeutungsverlust. Seit 2006 ist die verkaufte Auflage rund ein Viertel auf 6369 Exemplare gesunken.

epd Film versteht sich als Servicezeitschrift, die die gesamte monatliche Aktualität des Filmbereichs abdecken will. Der Umfang stieg von anfänglich 40 Seiten in Schwarz-Weiß auf inzwischen 76 Seiten komplett in Farbe.

Der Inhalt besteht aus drei Teilen:

  1. den Rezensionen aktueller Filme,
  2. größeren Überblicksartikeln über Persönlichkeiten der Filmwelt bzw. Filmländer oder -genres sowie längere Werkstattgespräche mit Regisseuren und anderen Filmpersönlichkeiten,
  3. dem Magazin, das aktuelle Meldungen, Fernsehtipps, Festivalberichte, Veranstaltungshinweise, Nachrufe und Rezensionen von DVDs, Filmmusik-CDs und Filmbüchern enthält.

Die Redaktion von epd Film hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und besteht aus drei Redakteuren. Sie wird herausgegeben von GEP-Direktor Jörg Bollmann und Dr. Thomas Schiller, dem Chefredakteur der epd-Zentralredaktion. Verantwortlicher Redakteur war von 1984 bis 2002 Wilhelm Roth, seitdem Rudolf Worschech. Die meisten Beiträge werden von freien Mitarbeitern geschrieben, bei denen es sich in der Mehrzahl um renommierte Filmkritiker und -journalisten handelt. Neben dem katholischen film-dienst, der (inzwischen eingestellten) steadycam, der Cargo und Filmbulletin – Kino in Augenhöhe (CH) gehört epd Film zu den angesehensten deutschsprachigen Filmzeitschriften.

Im Jahr 2003 wurde epd Film (gemeinsam mit dem film-dienst) mit dem „Preis der deutschen Filmkritik“ ausgezeichnet. Zusammengenommen, so die Begründung der Jury, stellten die Hefte eine Art deutsche Entsprechung zu den französischen Cahiers du cinéma dar.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

epd Film ist Partner der Kurzfilm-Reihe „Night Of The Shorts“ (Oktober 2006)[3] und des Kirchlichen Filmfestivals Recklinghausen (s. u.). Gemeinsam mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt veranstaltet epd Film die Reihe Was tut sich? – Im deutschen Kino. Dabei werden im Kino des Filmmuseums monatlich ausgewählte Produktionen gezeigt, an denen sich die Entwicklungslinien des deutschen Kinos in den letzten Jahren ablesen lassen. Nach jeder Vorführung stellen sich Regisseure, Schauspieler und jeweils ein Filmkritiker in einem Werkstattgespräch der Debatte.[4]

Redakteure und Autoren (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Worschech (Verantwortlicher Redakteur)
  • Sabine Horst (Redakteurin)
  • Barbara Schweizerhof (Redakteurin)
  • Frank Arnold
  • Jörg Buttgereit
  • Jan Distelmeyer
  • Christoph Dompke
  • Marli Feldvoß
  • Heike-Melba Fendel
  • Rainer Gansera
  • Raimund Gerz
  • Stefan Höltgen
  • Martina Knoben
  • Detlef Kühn
  • Marion Löhndorf
  • Kai Mihm
  • Michael Ranze
  • Manfred Riepe
  • Hans Schifferle
  • Georg Seeßlen
  • Anke Sterneborg
  • Marcus Stiglegger

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinschaftswerk d. Evang. Publizistik (Hrsg.): epd Film. Zeitschrift d. Evang. Pressedienstes der Evangelischen Publizistik. Evangelischer Pressedienst Frankfurt/Main 1984, ISSN 0176-2044 (epd-film.de).
  • Raimund Gerz: Praxis und Perspektiven evangelischer Filmpublizistik / Evangelischer FilmbeobachterKirche und Filmepd Film. In: Kino und Kirche im Dialog. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 3-525-60392-4, S. 115 ff. (books.google.de [abgerufen am 2. Februar 2014]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Raimund Gerz: Praxis und Perspektiven evangelischer Filmpublizistik / Evangelischer Filmbeobachter - Kirche und Film - epd Film. 1996, S. 115 ff.
  2. verdi.de: Selbstausbeutung am Existenzminimum
  3. Webseite des epd Film (Online-Ressource, abgerufen am 11. Oktober 2006)
  4. Veranstaltungsreihe Was tut sich – im deutschen Film? (Online-Ressource, abgerufen am 4. Januar 2015)