Marcus Stiglegger

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Marcus Stiglegger (* 1971) ist ein in Deutschland lebender und arbeitender, österreichischer Publizist, Professor für Filmwissenschaft, Filmemacher und Musiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcus Stiglegger wurde 1999 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Fach Filmwissenschaft mit der Studie Sadiconazista – Faschismus und Sexualität im Film promoviert und habilitierte sich 2006 mit Ritual und Verführung, wo er die Seduktionstheorie des Films begründete. Darüber hinaus hat er Lehraufträge an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Universität Mannheim, Internationale Filmschule Köln, Filmakademie Baden-Württemberg, Universität Regensburg und der Clemson University. Von 2009 bis 2014 lehrte er an der Universität Siegen Film- und Bildanalyse und ist Mitglied im DFG-Netzwerk Erfahrungsraum Kino. 2014 vertrat er eine Professur für Filmwissenschaft an der Universität Mainz. Seit 1. Oktober 2015 ist er Professor für Fernsehen und Film an der Dekra Hochschule für Medien in Berlin. Seit März 2016 ist er Vizepräsident dieser Hochschule.

Marcus Stiglegger schreibt regelmäßig für die Filmzeitschriften film-dienst und Epd Film sowie das Poptheorie-Magazin Testcard. Seit 2002 ist er Gründer und Herausgeber des Kulturmagazins :Ikonen: - Zeitschrift für Kunst, Kultur und Lebensart mit Sitz in Wiesbaden. Er ist Mitherausgeber und Redakteur der Onlinezeitschrift Rock and Pop in the Movies sowie Kolumnist für die Filmzeitschrift Deadline. Gelegentlich ist er auch als Drehbuchautor tätig. Als Drehbuchautor schrieb er zusammen mit Bernd Kiefer das Drehbuch zu Der Fahnder: Auge um Auge. Seine Essays zum Thema Film wurden unter anderem regelmäßig in der deutschen Filmzeitschrift Splatting Image und in Ausgaben des film-dienstes veröffentlicht.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alleinige Publikationen
Als Herausgeber
Als Mit-Herausgeber
  • zusammen mit Bernd Kiefer: Pop & Kino. Von Elvis zu Eminem, Bender, 2004, ISBN 3-936497-06-0
  • zusammen mit Bernd Kiefer: Die bizarre Schönheit der Verdammten, Die Filme von Abel Ferrara, Schüren Verlag, 2000, ISBN 3-89472-317-3
  • zusammen mit Thomas Klein und Bodo Traber: Filmgenres: Kriegsfilm., Reclam, 2006, ISBN 3-15-018411-8
  • zusammen mit Bernd Kiefer und Norbert Grob: Filmgenres 2. Western., Reclam, 2003, ISBN 3-15-018402-9
  • zusammen mit Bernd Kiefer und Susanne Marshall: Die Wiederholung: Festschrift für Thomas Koebner zum 60. Geburtstag , Schüren Verlag, 2001, ISBN 3-89472-334-3
  • zusammen mit Alexander Jackob: Augenblick 36: Zur neuen Kinematographie des Holocaust., Schüren, 2004, ISSN 0179-2555
  • zusammen mit Bernd Kiefer: Grenzsituationen spielen. Schauspielkunst im Film. Fünftes Symposion, Gardez! Verlag, 2006, ISBN 3-89796-083-4
  • zusammen mit Thomas Koebner, Fabienne Liptay und Carsten Bergemann: Nicolas Roeg (Film-Konzepte 3) , edition text + kritik, 2006, ISBN 3-88377-836-2
  • zusammen mit Ivo Ritzer: Global Bodies. Mediale Repräsentationen des Körpers (= Medien/Kultur. Bd. 5). Bertz und Fischer, Berlin 2011, ISBN 978-3-86505-395-4
  • zusammen mit Jens Schröter: High Definition Cinema, Navigationen Heft 1 2011, universi Verlag, 2011, ISBN 3-89472-544-3
  • zusammen mit Ivo Ritzer: Film/Körper. Beiträge zu einer somatischen Medientheorie, Navigationen Heft 1 2012, universi Verlag, 2012, ISSN 1619-1641
  • zusammen mit Michael Flintrop: Dario Argento. Anatomie der Angst, Bertz + Fischer Verlag, 2013, ISBN 978-3-86505-319-0
  • zusammen mit Ursula von Keitz und Daniel Kulle: Erfahrungsraum Kino, AugenBlick 56/57, Schüren Verlag, 2013, ISBN 978-3-89472-656-0
  • zusammen mit Lisa Kleinberger: Gendered Bodies. Körper, Gender und Medien, Reihe: Massenmedien und Kommunikation Bd. 193/194, universi Verlag, 2013, ISSN 0721-3271
  • zusammen mit Ivo Ritzer: Neues ostasiatisches Kino, Reihe: Stilepochen des Films, Reclam Verlag, ISBN 978-3-15-019316-7

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiglegger produzierte im Verlauf der vergangenen Jahre mehrere Kurzspielfilme, die teilweise bei verschiedenen deutschen Filmfestivals liefen und auf DVD erhältlich sind. Unter anderem entstanden folgende Produktionen:

  • (Schamanistisches) Traumspiel, (1990, Regie/Buch/Kamera)
  • Rabenhirn: Phoenix, (1991, Regie/Buch/Kamera)
  • Sopor Aeternus: Like a Corpse Standing in Desparation, (1994/2005, Kamera)
  • Opfer, (1995, Buch)
  • THO-SO-AA: Enrielle, (1996, Regie/Buch/Kamera/Schnitt)
  • Male, (1996, Regie/Idee)
  • Der Fahnder: Auge um Auge, (1999, Co-Buch; Regie: Matthias Tiefenbacher) Serienfolge
  • Schwester mein, (2004, Regie/Buch/Kamera)
  • Gespensterliebe, (2011, Musik; Regie: Kai Naumann)
  • Erasure, (2012/2013, Darsteller; Regie: Benjamin Ryan)
  • A Brief History of Sadiconazista, (2014, Dokumentarfilm; Regie/Co-Buch/Darsteller)
  • The Pyres, (2015, Musikvideo, Musik, Konzept; Regie: Danilo Vogt)[1]
  • Dark Circus, (2016, Musik; Regie: Julia Ostertag)
  • Ferrara, MS 45 und das Independentkino, (2016, Regie, Drehbuch, Darsteller)[2]
  • Suspiria Revisited, (2017, Drehbuch, Darsteller; Regie: Sadi Kantürk)[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiglegger stellte für seinen Verlag :Ikonen: media zwei Musikkompilationen zusammen:

  • V.A. - In the Crystal Cage... Isolationist Soundscapes for the Inner Cinema, (:Ikonen: media 2005)
  • V.A. - Thanateros - Visions of Love and Death, (:Ikonen: media 2011)

2008 gründete er das Dark Ambient Projekt Vortex, mit dem er auch Filmmusik komponiert.[4]

  • Vortex – Phanopoeia (Tesco 2008)
  • Vortex – Stille (:Ikonen: media 2009)
  • Vortex - Rockdrill (Cyclic Law 2011)
  • Vortex - Kali Yuga (Cyclic Law 2013)[5]

Seit 2011 ist er außerdem Teil des Folk-Duos MARS, das bislang zwei Studioalben veröffentlicht hat:

  • MARS – Sons of Cain (:Ikonen: media 2012)
  • MARS – Blood is the Food of the Gods (Lichterklang 2014)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Mai 2015 wurde Stiglegger für seine besonderen Leistungen in der Film- und Medienwissenschaft mit dem Ehrenpreis 'Goldener Monaco' an der Universität Siegen ausgezeichnet.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ikonenmagazin: MARS - The Pyres (2015) Apocalyptic Nordic Pagan Folk - Viking Music. 17. Juli 2015, abgerufen am 7. Juli 2017.
  2. Gerald Wurm: Die Frau mit der 45er Magnum von Xcess. Abgerufen am 7. Juli 2017 (deutsch).
  3. Suspiria Revisited (2017) (V). Abgerufen am 7. Juli 2017.
  4. Julia Ostertag: Dark Circus. In: www.darkcircus.net. Abgerufen am 13. Mai 2016.
  5. : IKONEN : Marcus Stiglegger Discographie. In: ikonenmagazin.de. Abgerufen am 13. Mai 2016.
  6. Mitteilung der Universität Siegen