Er kann’s nicht lassen

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Filmdaten
OriginaltitelEr kann’s nicht lassen
Er kann's nicht lassen Logo 001.svg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1962
Länge94 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieAxel von Ambesser
DrehbuchCarl Merz,
Egon Eis
ProduktionUtz Utermann
Claus Hardt
MusikMartin Böttcher
KameraErich Claunigk
SchnittWalter Boos
Besetzung

Er kann’s nicht lassen (Alternativtitel Pater Brown – Er kann's nicht lassen) ist der Nachfolger des erfolgreichen Kriminalfilms Das schwarze Schaf.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pater Brown kann's nicht lassen, er wurde extra vom Bischof auf die ruhige Inselgemeinde Abbotts Rock versetzt, damit er sich nicht mehr in Kriminalfälle einmischen kann, und somit nicht mehr ständig auf den Titelseiten der Zeitungen erscheint. Aus Neugier verfolgt er eine Katze, die ihn in einem unbekannten Kellerraum zu einem verschollenen Gemälde von van Dyck führt. Es wird aus der Kirche gestohlen und von Pater Brown sehr geschickt wiederbeschafft und gesichert, die schweren Jungen zur Beichte gebeten. Dennoch führt dies zu einer Beschwerde beim Bischof seitens Inspektor O'Connally, weil er aufgrund des Beichtgeheimnisses vom Pater keine Information über die Täter erhält, dazu wieder extreme Schlagzeilen, was dem Bischof gar nicht gefällt. Er lässt ihn wieder versetzen, diesmal in die Gemeinde Darroway, wo das letzte Verbrechen vor sechs Jahren stattfand – ein gestohlener Golfball. Doch schon bei seiner Ankunft muss er einen Streit zwischen Lord Bannister und Lord Darroway schlichten. Er erfährt von einem Fluch, der auf den Schlossherren von Darroway liege. Aber er glaubt nicht daran und vermutet hinter den beiden angeblichen Unfällen Morde. Seine weiteren Recherchen führen ihn nach Dublin, wo er eine Mörder- und Rauschgiftschmugglerbande überführt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Schwerfällige Fortsetzung von Chestertons Detektivgeschichte „Das schwarze Schaf“. Pater Brown, vom Bischof zuerst auf eine kleine Insel, dann in ein entlegenes Dorf strafversetzt, klärt diesmal einen Gemäldediebstahl auf und löst anschließend eine Erbschafts-, Rauschgift- und Mordaffäre.“

„Zum zweiten Mal nach „Das schwarze Schaf“ (1960) spielte Heinz Rühmann den Pater mit dem kriminalistischen Instinkt nach einer Vorlage von G.K. Chesterton. Auch hier stimmen die Zutaten – es bleibt also dem Zuschauer überlassen, ob er ‚Er kann’s nicht lassen‘ als wenig originellen Abklatsch oder unterhaltsame Weiterführung des ersten Teiles sieht.“

Moviemaster.de[2]

„Von der Pfiffigkeit des kriminalistisch veranlagten Geistlichen ist nichts mehr geblieben. Ab 16 möglich, aber ohne Empfehlung.“

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Geschichten von Gilbert Keith Chesterton um Pater Brown dienten als Vorlage für den Film.
  • Die Uraufführung des Films erfolgte am 19. Oktober 1962.
  • Der Anfang des Films spielt auf der Insel Abbots Rock, wurde aber tatsächlich auf der Irischen Halbinsel Howth Head 10 km nördlich von Dublin gedreht.
  • Unter anderem diente das Schloss Anif bei Salzburg als Filmkulisse.
  • Der Name Darroway existiert nicht. Er ist im Film auf dem Straßenschild Darroway 25 (Meilen) zu lesen, als Bruce Payne mit Braut erstmals erscheinen. Da irische Ortsnamensschilder zweisprachig sind, zeigt das Schild auch den - hier pseudoirischen - Namen DOIRROWIJH: Im Irischen gibt es kein "W", keine Doppelbuchstaben, die Vokalfolge über die Silben entspricht nicht irischer Syntax. Den vorderen Namensteil Darrow gibt es, er leitet sich von Dara[gh] (Eiche) ab.
  • Ein dritter Film mit dem Titel Die Abenteuer des Kardinal Braun (1968, in Farbe), ebenfalls mit Heinz Rühmann, wird oft mit den beiden Schwarz-Weiß-Filmen angeführt, hat jedoch mit den Pater-Brown-Geschichten nach Chesterton überhaupt nichts gemeinsam.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Er kann's nicht lassen im Lexikon des internationalen Films
  2. Er kann's nicht lassen in Moviemaster.de
  3. Kritik Nr. 575/1962