Kohlhiesels Töchter (1962)

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Filmdaten
OriginaltitelKohlhiesels Töchter
Kohlhiesels Töchter 1962 Logo 001.svg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1962
Länge96 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieAxel von Ambesser
DrehbuchEckart Hachfeld
ProduktionKurt Ulrich
MusikHeino Gaze
KameraWilly Winterstein
SchnittHerbert Taschner
Besetzung

Kohlhiesels Töchter ist die 1962 entstandene fünfte und erfolgreichste Verfilmung des gleichnamigen Bauernschwanks. Regie führte Axel von Ambesser. In den Hauptrollen spielten Liselotte Pulver (in einer Doppelrolle), Dietmar Schönherr, Helmut Schmid und Peter Vogel.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In München erschwindelt sich Student Günter ein Essen in einer Hotelfachschule und lernt dabei die reizende Liesel kennen. Günter erfährt, dass Liesel die Tochter des Gasthofbesitzers Kohlhiesel im abgelegenen Örtchen Hinterflüh im Berner Oberland ist. Währenddessen kehrt Liesel in ihren Heimatort zurück, wo ihr Freund Toni bereits am Bahnhof mit Blumen auf sie wartet. Toni möchte Liesel so schnell wie möglich heiraten. Liesels Mutter hat jedoch auf dem Sterbebett verfügt, dass sie erst heiraten darf, wenn ihre Zwillingsschwester Susi unter der Haube ist.

Da Susi mit ihrem abschreckenden Wesen bisher jeden Mann vertrieben hat, gibt Vater Kohlhiesel eine Hochzeitsanzeige auf, jedoch ohne seine Tochter darüber zu informieren. Diese wiederum schaltet ohne sein Wissen ein Inserat, mit dem sie einen Knecht sucht. Mehrere Bewerber werden aufgrund der Heiratsannonce vorstellig, geraten aber zunächst an Susi, die sie für Arbeitssuchende hält und den Stadtmenschen Rolf auswählt, Der nimmt die Stellung an, in der Hoffnung, damit Susi und ihre Mitgift für sich gewinnen zu können. Auch Günter ist inzwischen im Gasthof angekommen und nimmt eine Stellung als Kellner an. Susi bemerkt derweil, dass es Rolf nur auf die Mitgift ihres Vaters abgesehen hat, und nimmt ihn deshalb besonders hart ran. Günter hat sich währenddessen in Liesel verliebt und als er erfährt, dass Toni und Liesel einander versprochen sind, ersinnt er einen Plan. Danach soll Toni zum Schein die Susi heiraten und Günter kümmert sich so lange um Liesel, bis Susi und Toni wieder geschieden sind. Widerstrebend willigt Toni ein.

Nach der Hochzeit muss Susi alleine die Nacht im Ehebett verbringen, während sich Toni betrinkt. Am nächsten Morgen zerschlägt er das Mobiliar. Susi wendet sich verzweifelt an ihre Schwester, die ihr erklärt, dass sie sich verändern muss. So verwandelt sich Susi in eine reizende Frau, in die sich Toni sofort verliebt. Toni wendet sich an Günter und bittet ihn, Liesel zu heiraten. In der Schlussszene treten die beiden Schwestern in gleicher Aufmachung vor die Männer, so dass Günter und Toni nicht mehr wissen, wer die Liesel und wer die Susi ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Axel von Ambesser verlegte seine Version von Hanns Krälys Bauernschwank von Bayern in die Schweiz. Die unsympathische Liesel aus dem Originalstück heißt nun Susi. Die sympathische Schwester, die im Originalstück Gretel genannt wird, heißt in dieser Version Liesel. Des Weiteren gab von Ambesser seinen Stars Liselotte Pulver und Helmut Schmid die Gelegenheit zu singen. Von Liselotte Pulver gibt es das Lied „Jedes Töpfchen find sein Deckelchen“ und von Helmut Schmid das Lied „Die Susi“ zu hören.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1964 gewann Kohlhiesels Töchter die Goldene Leinwand.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der klassische Schwank von den ungleichen Schwestern, die mit List und Einfalt ihre Liebhaber und Mitgiftjäger nasführen, in einer geschmacksunsicheren Neuverfilmung, die auch durch Liselotte Pulver in der Doppelrolle keinen echten Humor gewinnt.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kohlhiesels Töchter. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.