Eric von Hippel

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Eric von Hippel 2009

Eric von Hippel (* 27. August 1941) ist ein US-amerikanischer Ökonom und seit 1973 Professor an der MIT Sloan School of Management mit Spezialisierung auf die Eigenschaften und Mechanismen verteilter und offener Innovation. Er ist vor allem für seine Arbeiten zu „Nutzerinnovationen“ („user innovation“) bekannt – Innovationen, die von Nutzern und nicht von Produzenten der betrachteten Produkte ausgehen. Nutzerinnovatoren können sowohl Individuen als auch Unternehmen sein. Von Hippel und Koautoren zeigten, dass in manchen Branchen ein Großteil der Innovationen, vor allem radikaler Innovationen, von Nutzern ausgehen. Eine wichtige Rolle spielen dabei „lead user“, die früher als das Gros des Marktes Bedarf an einer bestimmten Innovation haben und zudem erwarten, in besonderem Maße von einer Befriedigung dieses Bedarfs zu profitieren.

Die Arbeiten Eric von Hippels finden Anwendung im Innovationsmanagement und im Management von Open-Source-Software. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und der Bücher „The Sources of Innovation“ (1988), „Democratizing Innovation“ (2005) und „Free Innovation“ (2017).

Von Hippel wurden die Ehrendoktorwürden vierer Universitäten verliehen. Er wurde ausgezeichnet mit dem EU Innovation Luminary Award (2015), dem Schumpeter School Prize (2017) und der Portugal Medal of Science (2020). Von Hippel ist Beiratsmitglied von Patient Innovation,[1] einer gemeinnützigen internationalen Plattform, auf der sich Patienten und Pflegende über Innovationsideen zu Therapien und Hilfsmitteln austauschen.

Eric von Hippel ist der Sohn von Dagmar von Hippel, geb. Franck, und des Materialwissenschaftlers und Physikers Arthur Robert von Hippel, der ebenfalls Professor am MIT war. Sein Großonkel war der deutsche Ophthalmologe Eugen von Hippel. Eric von Hippel ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eric von Hippel erwarb einen Bachelorabschluss (B.A.) am Harvard College. Er besuchte dort Kurse in verschiedenen Fächern, bevor er sich für das Studium der Wirtschaftswissenschaften entschied. Nach dem Abschluss arbeitete er an mehreren Erfindungen und absolvierte dann ein Master-Studium (SM) in Maschinenbau am MIT. In den folgenden Jahren gründete er ein Unternehmen und arbeitete bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company. 1974 erwarb er an der Carnegie Mellon University den Ph.D. mit einer Arbeit zu Corporate Venturing[2] betreut von Dwight Baumann. Weitere Mitglieder seiner Promotionskommission waren Charles Kriebel und Milton Shaw.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mannschaft, auf patient-innovation.com, abgerufen am 26. Dezember 2022
  2. Eric von Hippel (1974) An Exploratory Study of Corporate Venturing - A New Product Innovation Strategy Used by Some Major Corporations. Ph.D. Dissertation, Carnegie Mellon University. Ann Arbor, Mich: University Microfilms
  3. Honorary Doctorate for Prof. Eric von Hippel beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de); abgerufen am 9. April 2013
  4. European Commission :: Innovation Luminary Awards 2015: A celebration of innovation excellence. Abgerufen am 29. Oktober 2022.
  5. BU Wuppertal :: Fakultät für Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics :: Schumpeter School Preis für Prof. Eric von Hippel. Abgerufen am 17. April 2017.