Eschen (Liechtenstein)

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Eschen
[[Datei:{{{BILDPFAD_FLAGGE}}}|40px|zentriert|rand|Flagge von Eschen (Liechtenstein)]]Fahne
Wappen von Eschen (Liechtenstein)
Wappen
Staat: LiechtensteinLiechtenstein Fürstentum Liechtenstein
Wahlkreis: [[Wahlkreis Unterland|Unterland]]
Gemeindenummer: 7007
Kontrollschild: FL
Postleitzahl: 9492
Koordinaten: 757968 / 231316Koordinaten: 47° 12′ 50″ N, 9° 31′ 27″ O; CH1903: 757968 / 231316
Höhe: 453 m ü. M.
Fläche: 10,3 km²
Einwohner: 4509 (30. Juni 2020)[1]
Einwohnerdichte: 438 Einwohner pro km²
Ausländeranteil: 34,9 % (30. Juni 2020)[2]
Website: www.eschen.li
EschenEschenGamprinMaurenRuggellSchellenbergBalzersBalzersBalzersPlankenSchaanSchaanSchaanTriesenTriesenbergTriesenbergVaduzVaduzVaduzVaduzVaduzLage der Gemeinde Eschen (Liechtenstein) im Fürstentum Liechtenstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Lagekarte von Eschen im Fürstentum Liechtenstein

Eschen ist Hauptort des Liechtensteiner Unterlandes. Zur Gemeinde Eschen zählt auch der Weiler Nendeln mit eigener Poststelle. Urkundlich erwähnt wurde Eschen erstmals im Jahr 842. Der Dorfname ist vorromanisch und stammt vom keltischen "esca", was "am Wasser gelegen" bedeutet.

Eschen ist industriell geprägt und mit einer Fläche von 10,33 km² und einer Einwohnerzahl von 4'141 die grösste Gemeinde des Liechtensteiner Unterlandes. Der Ortsteil Eschen zählt 2'706 und der Ortsteil Nendeln 1'381 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Martin
  • Pfrundhaus
  • Mühle, 1911 vom Torkel zu einer Mühle umgebaut, bis vor wenigen Jahren in Betrieb

Geschichte

Eschen: Eschen wird im churrätischen Reichsguturbar von 842 erstmals urkundlich in der Form von «Essane» erwähnt. Dieser Name ist vermutlich auf das keltische «esca» das heisst «am Wasser gelegen» zurückzuführen. Auf dem Gemeindegebiet von Eschen liegen die prähistorischen Siedlungsgebiete Malanser und Schneller.

Ein eigens angelegter «Historischer Höhenweg Eschnerberg» bietet dem Wanderer viele Möglichkeiten und zeigt dem historisch Interessierten gleichzeitig das Bild einer wechselvollen Geschichte. Die ältesten Hinweise auf menschliche Besiedlung, die wir zur Zeit aus dem Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein kennen, stammen von den Hügelkuppen Malanser, Lutzengüetle und Borscht auf dem Eschnerberg. Sie datieren in die Zeit um 4.700 bis 4.000 v. Chr. Als Hinterlassenschaft der damaligen Siedler wurden bei Grabungen Knochen- und Steingeräte, Keramikscherben und Spuren von Gebäuden dokumentiert.

Nendeln: In schriftlichen Belegen vom 14. bis zum 18. Jahrhundert ist nicht der Begriff «Nendeln», sondern der Terminus «Nendlen» anzutreffen (vgl. die Dialektform «Nendla»); in schriftlichen Belegen aus dem 15. und 16. Jahrhundert ausserdem die Form «Endlen» oder «Änndlen». Zum Ursprung des Ortsnamens «Nendeln» liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. Von den meisten Sprachforschern wird der Ortsname «Nendeln» im Zusammenhang mit dem keltischen «Nantu» gesehen: «Nantiolon» (Talfeld) oder «Nantuialo» (Tallichtung). Wenig wahrscheinlich ist die Herkunft vom germanischen Personennamen «Nandilo». Neuere Erkenntnisse seitens der Germanisten oder Keltologen liegen nicht vor. Quelle:
http://www.eschen.li

Wappen und Flagge

Das Wappen von Eschen wurde 16. April 1942 verliehen.

Es zeigt eine silberne Taube mit einem blutigen Holzspan im Schnabel oben im blauen Schild und unten das silberne Wellenbad der Esche.
Die silberne Taube mit dem blutigen Holzspan ist dem Wappen des Klosters Pfäfers entnommen. Das Kloster Pfäfers hatte bis zu seiner Aufhebung (1838) die Pfarrpfrund Eschen inne.

Die Flagge der Gemeinde Eschen-Nendeln ist blau, in der Mitte geteilt durch das Silberband der Esche.

Politik

Gemeindevorsteher ist Gregor Ott (FBP) (seit 1999). Der Gemeinderat zählt 10 Sitze: 4 FBP, 5 VU, 1 FL.

Industrie

In Eschen haben unter anderem die Firmen NOVODENT oder ThyssenKrupp Presta ihren Stammsitz.

Weblinks

  1. Bevölkerungsstatistik 30. Juni 2020. (PDF; 2,0 MB) In: llv.li. Amt für Statistik (AS), Fürstentum Liechtenstein, S. 14, abgerufen am 21. März 2021.
  2. Bevölkerungsstatistik 30. Juni 2020. (PDF; 2,0 MB) In: llv.li. Amt für Statistik (AS), Fürstentum Liechtenstein, S. 15, abgerufen am 21. März 2021.