Eschenbruch

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Eschenbruch
Stadt Blomberg
Koordinaten: 51° 57′ 38″ N, 9° 10′ 23″ O
Höhe: 244 m
Fläche: 7,55 km²
Einwohner: 518 (Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 32825
Vorwahlen: 05281, 05263
Karte
Lage von Eschenbruch in Blomberg

Eschenbruch ist seit 1970 eine von 19 Ortschaften der Stadt Blomberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Zur Ortschaft gehören die früheren Gemeinden Eschenbruch, Hiddensen, Graben und Klus. Der Ortsteil liegt etwa 5 km nordöstlich des Blomberger Stadtzentrums. In Eschenbruch gibt es auf 7,55 km² Fläche 450 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 60 Einwohnern/km². Die derzeitige Ortsvorsteherin ist Gabriele Licht (Stand: 18. Dezember 2008).[1]

In Eschenbruch gibt es sieben landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe. Zur Infrastruktur gehören u. a. eine Kapelle, eine Gaststätte, ein Festplatz, das Haus des Gastes und zwei Reithallen. An Vereinen und Gruppen gibt es die MGV "Liedertafel", den Heimat- und Verkehrsverein, den Schützenverein, die Jugend- und Damenschießgruppe, den Reit- und Fahrverein "Hubertus", die Freiwillige Feuerwehr, die Fußballspielgemeinschaft, den Frauenkreis und den Seniorenclub.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde aus dem Jahr 1483 wird Eschenbruch erstmals als "tom Esche" erwähnt, während es 1531 mit "Eßbrok" bezeichnet wird. Hiddensen findet 1350 urkundlich Erwähnung, als Graf Heinrich VIII. von Schwalenberg den Ort an die Landesherren von Lippe verkaufte. Aus archäologischen Funden ist bekannt, dass das Gebiet schon im Mittelalter besiedelt war. Mitarbeiter des Landesmuseums Detmold fanden auf dem alten Friedhof in Hiddensen Skelettreste von Kindern und Erwachsenen aus dem 10. bis 14. Jahrhundert, die in Gräbern aus Steinplatten bestattet worden waren.[1]

1423 wurde Hiddensen verlassen und als Wüstung bezeichnet, bevor der Ort 1519 erneut besiedelt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) erlitt die Bevölkerung Plünderungen, Zerstörungen und eine verheerende Pestepidemie. Nach erneuten Besitzwechseln gehörten die Dörfer im heutigen Ortsteil Eschenbruch ab 1839 zum Fürstentum Lippe.[2]

Am 1. April 1922 trat Eschenbruch Gebietsteile an die neue Gemeinde Siekholz ab.[3]

Am 1. Januar 1970 wurde Eschenbruch in die Stadt Blomberg eingegliedert.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Blomberger Ortschaft Eschenbruch
  2. Christian Kuhnke: Lippe Lexikon. Stichwort: Eschenbruch. Boken Verlag, Detmold 2000. ISBN 3-935454-00-7
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 232.
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 104.