Eskaladierwand

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Eskaladierwände während der IX. Internationalen Feuerwehrsportwettkämpfen des Weltfeuerwehrverbandes CTIF (Feuerwehrolympiade) 1989 in Warschau/Polen
Eskaladierwände der US-Navy

Die Eskaladierwand ist eine Holzwand oder Mauer, die in der Regel zwischen 180 und 250 cm hoch ist.[1] Sie kommt auf Hindernisbahnen des Militärs, der Feuerwehr und der Polizei zur Verwendung. Ziel der Ausbildung ist es, hohe Hindernisse ohne weitere Hilfe zu überwinden, um den jeweiligen Auftrag fortführen zu können.[2] Die offizielle Bezeichnung in der Bundeswehr lautet Holzwand; bei der Feuerwehr wird sie als Hinderniswand bezeichnet.

Der Begriff leitet sich vom französischen „l’escalade“ ab, das „das Klettern“ bedeutet.

Es werden zwei Möglichkeiten verwandt, um die Eskaladierwand ohne Hilfe zu überwinden:

  1. Man nimmt seitlich Anlauf, greift die Wand mit der Hand, die ihr zugewandt ist, stößt sich mit dem Fuß der gleichen Seite an der Wand hoch und hakt sich mit dem anderen Fuß oben ein. Dann lässt man sich hinüberrollen. Diese Methode wird beim Militär vorgezogen, da man sehr flach über das Hindernis kommt, somit dem Feind weniger auffällt und eine Hand frei hat, mit der man seine Waffe halten kann.
  2. Man läuft gerade auf die Wand zu, stößt sich mit einem Fuß frontal an der Wand ab und drückt sich nach oben. Gleichzeitig greifen beide Hände den oberen Wandrand und man zieht sich hoch.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wettkampfordnung für Feuerwehrsportwettkämpfe 7. Auflage 2012 (PDF; 1,7 MB)
  2. Franz-Josef Sehr: CTIF-Weltmeisterschaften in Warschau. In: Florian Hessen 10/1989. Munkelt Verlag, Wiesbaden 1989, S. 32–33. ISSN 0936-5370.