Eugal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
EUGAL-Baustelle

Die Europäische Gas-Anbindungsleitung (EUGAL) ist eine Erdgas-Pipeline von der deutschen Ostseeküste bis Tschechien.

Die EUGAL wurde 2019 weitgehend parallel zur Trasse der bereits bestehenden OPAL-Pipeline über circa 480 Kilometer vom mecklenburg-vorpommernschen Lubmin an der Ostseeküste bis nach Deutschneudorf in Sachsen und von dort in die Tschechische Republik gebaut[1]. An dieser Leitung sind neben Gascade (Projektträger) mit 50,5 % auch die Fluxys Deutschland GmbH, die Gasunie Deutschland Transport Services GmbH und die Ontras Gastransport GmbH mit jeweils 16,5 % beteiligt[2]. Die Leitung besteht fast auf der gesamten Strecke aus zwei Strängen, die 1420 mm Außendurchmesser aufweisen[3].

Seit 1. Januar 2020 ist der erste EUGAL-Strang in Betrieb. Das zu transportierende Gas soll künftig hauptsächlich das über die Nord-Stream-Pipeline in Lubmin ankommende Erdgas aus Russland sein. Da die NordStream-Pipeline aufgrund US-Sanktionen nicht fertiggestellt ist (Stand April 2021), wird zunächst Gas aus der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) eingespeist.

Mit der Inbetriebnahme des zweiten Strangs und der Verdichterstation am 1. April 2021 wurde die Erdgasleitung fertiggestellt. Damit erreichte die EUGAL ihre volle Transportkapazität von 55 Milliarden Erdgas pro Jahr.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EUGAL – Für eine sichere Erdgasversorung in Europa. In: eugal.de. Gascade, abgerufen am 12. November 2018.
  2. Gascade unterzeichnet Beteiligungsvereinbarung an EUGAL mit drei deutschen Netzbetreibern. Pressemitteilung der Gascade vom 18. Oktober 2017, abgerufen am 7. November 2017
  3. EUROPIPE liefert 635.000 Tonnen Großrohre für EUGAL-Pipeline. europipe.com, 3. April 2017, abgerufen am 15. Mai 2019
  4. Redaktion: Erdgasleitung ist fertiggestellt. In: Märkische Oderzeitung vom 3./4. April 2021, S. 7