Eugen Helimski

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Eugen A. Helimski (russisch Евге́ний Арно́льдович Хели́мский, auch Evgenij A. Chelimskij transkribiert; * 15. März 1950 in Odessa, UdSSR/Ukrainische SSR; † 25. Dezember 2007 in Hamburg, Deutschland) war ein Linguist und Sprachforscher.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Helimski studierte Linguistik in Moskau und wurde 1979 im Fach Finnisch-ugrische Sprachen promoviert (Cand. Sc.); 1988 habilitierte er (Dr. Sc.). Von 1978 bis 1997 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. 1992 wurde er zum Professor an der Russischen Staatlichen Universität der Geisteswissenschaften in Moskau ernannt. Er war Gastprofessor an der Loránd-Eötvös-Universität (ELTE) Budapest (1994–1995), an der Freien Universität Berlin (1995), an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Jagiellonen Universität Krakau (1997–1998).

1998 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Finnougristik und Uralistik am Fachbereich Sprach-, Musik- und Medienwissenschaften der Universität Hamburg; er war zudem Direktor des Instituts für Finnougristik/Uralistik.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Hauptforschungsgebiet waren die finnisch-ugrischen Sprachen sowie die samojedischen Sprachen und Völker. Er galt als einer der angesehensten Linguisten und Sozial-Anthropologen für nordische Sprachen und indigene Kulturen Sibiriens. Er war Autor einiger hundert wissenschaftlicher Werke, mit mehr als 20 Monographien, etwa 200 Journalbeiträgen und zahlreichen Rezensionen sowie enzyklopädischen Einträgen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Todesanzeige Hamburger Abendblatt, 10. Januar 2008
  2. Alouette Verlag, Pressemitteilung vom 17. Januar 2008