Europäische Akademie Otzenhausen

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EAOLogo quer klein
EAO Luftbild, 2015
Arno Krause
Übersichtskarte der europäischen Großregion

Die Europäische Akademie Otzenhausen (EAO) ist eine Fortbildungs- und Begegnungsstätte mit dem Themenschwerpunkt Europa. Zweck der Akademie ist es, Informations-, Bildungs- und Forschungsarbeit im Bereich von Gesellschaft und Politik zu betreiben und die Einigung Europas auf freiheitlicher und föderativer Grundlage zu fördern.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH (früher e.V.) wurde 1954 in dem Ortsteil Otzenhausen der nordsaarländischen Kommune Nonnweiler als Begegnungsstätte für die europäische Jugend gegründet. Gründer und Ehrenvorsitzender des Gesellschafterausschusses war Arno Krause († 12. Januar 2018). 1959 wurde die Akademie weiter entwickelt zu einer überparteilichen und überkonfessionellen Bildungs- und Forschungsstätte für Grundfragen der europäischen Einigung, deutsch-französischen Zusammenarbeit und politischen Bildung. Im Laufe der Jahre kamen weitere Bildungsinstitute hinzu: 1968 das Institut für Rhetorik und Methodik (IRM), 1971 das Institut für Regionalpolitische Zusammenarbeit in Innergemeinschaftlichen Grenzregionen (IRI) und 1991 das Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut (SFI). Das SFI darf als führend in der interdisziplinären DDR-Forschung angesehen werden.

Die Akademie hat sich im Laufe ihres Bestehens – auch baulich – zu einem modernen Kompetenz- und Kongresszentrum entwickelt, das jährlich über 150 Veranstaltungen anbietet, überwiegend mit internationaler Relevanz. Im Tagungs- und Kongressbereich verfügt sie über einen professionellen technischen Standard (Plenum, 12 Gruppenarbeitsräume, Multimedia, Simultan-Dolmetschanlage bis zu fünf Sprachen). Die Akademie beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Stéphanie Bruel und Marco Wölflinger (Stand: 1. Januar 2019).

Mit Wirkung vom 1. Januar 2007 wurde die Akademie auf Beschluss der Mitgliederversammlung in die Rechtsform einer „gemeinnützigen GmbH“ (gGmbH) mit folgenden Gesellschaftern umgewandelt: Asko Europa-Stiftung, Stiftung Europrofession, Forum für Verantwortung, Stiftung europäische Kultur und Bildung Saarbrücken, Forum Europa Luxemburg.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer pro-europäischen Mission ist die Europäische Akademie Otzenhausen außerdem Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Dienste Europas. 50 Jahre Europäische Akademie Otzenhausen. Hrsg.: Arno Krause und Heiner Timmermann. Blieskastel: Gollenstein 2004. 310 S. (Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen; 130) ISBN 3-935731-78-7.
  • Die EAO gibt eine Reihe Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen heraus, die sich den unterschiedlichsten Facetten dem Thema „Europa“ widmet.
  • Brücher, Wolfgang: Grenzraum SaarLorLux – eine Modellregion für Europa? Vortrag bei einem Workshop der Deutsch-Französischen Schulbuch-Kommission. In: Bulletin-Informationen der Regionalkommission SaarLorLux-Trier/Westpfalz. Ausg. 1 (November 2001). Saarbrücken, 2001.
  • Joachim Geppert: EURES-Regionalprofil Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz, Saarbrücken-Metz-Luxembourg-Mainz 2005, ISBN 3-00-015933-9
  • SaarLorLux von A–Z. Handbuch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion. Hrsg.: Bernd Groß, Christian Wille, Claude Gengle, Patrick Thull. Baden-Baden: Nomos, 2006. 157 S. (Denkart Europa. Schriften zur europäischen Politik, Wirtschaft und Kultur; 3) ISBN 3-8329-1944-9.
  • Niedermeyer, Martin/Moll, Peter: SaarLorLux – vom Montandreieck zur „Großregion“. Chancen und Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Regionalpolitik in Europa. In: Fünfzig Jahre Saarland im Wandel. Saarbrücken: Institut f. Landeskunde, 2007. 359 S.
  • Evelyn Schneider: Nicht nur Köpfe erreichen, sondern Herzen. Europäische Akademie Otzenhausen als Ort der Begegnung. In: Saarbrücker Zeitung (Ausg. St. Wendel) vom 2. Juli 2014, S. C5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]