Europa Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Europa Verlag und Europa Verlag Berlin überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Liberatus (Diskussion) 16:44, 19. Jun. 2016 (CEST)
Dieser Artikel beschreibt den Europa Verlag mit Sitz in München. Von 1940 bis 1945 gab es zudem innerhalb des Franz-Eher-Verlages einen Zeitschriftenverlag dieses Namens.
Europa Verlag
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1933
Sitz München
Leitung Christian Strasser
Branche Verlag
Website www.europa-verlag.com

Der Europa Verlag ist ein Buchverlag mit Sitz in München. In Berlin und Wien werden Zweigstellen unterhalten. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2015 hat er den gleichnamigen Schweizer Verlag, die Europa-Verlag Aktiengesellschaft mit Sitz in Zürich[1], übernommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag wurde 1933 von Emil Oprecht in der Schweiz gegründet, um verfolgten Autoren und verbotenen Manuskripten ein Forum zu bieten. Der Verlag galt damit während der Zeit des Nationalsozialismus als sogenannter „Emigrantenverlag“. Auch war der Europa Verlag einer der wichtigsten Theaterverlage der damaligen Zeit. Emil Oprecht gehört zu den legendären Verlegern des vergangenen Jahrhunderts, der in täglichem Kampf für die Unterstützung Verfolgter, gegen zunehmenden Druck auch der schweizerischen Zensur und gegen alle ökonomischen Widerstände aufrecht blieb. In dem halben Jahrhundert des Bestehens seines Verlages standen im Programm Autoren und Bücher im Vordergrund, die für die Würde und Freiheit des Menschen eintraten.

Auch im 80. Jahr seiner Existenz im Jahre 2013 ist der Zürcher Europa Verlag teilweise noch Verlag von Autoren der Emigration und des Kampfes gegen den Faschismus wie Curt Riess, Luigi Bartolini, Arthur Koestler, Carlo Levi, Bertrand Russell, Willy Brandt.[2] Moderne Autoren sind unter vielen Richard Aschinger, Reinhold Joppich, Angelika Waldis, Robert Parker, Andreas Gross, Rainer Gross, und Esther Scheidegger.

2015 hat der Europa Verlag München und Berlin den Europa Verlag Zürich übernommen. [3]

Die Wiener Tochter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch der 1946 von Oprecht in Wien gegründete Schwesterverlag, der 1947 sein erstes Programm vorlegte, sah es als seine Aufgabe an, der in Zürich begründeten Tradition zu folgen und 'im Ringen der Anschauungen für europäischen Geist und humanitäre Gesinnung eine Tribüne zu sein'. Im Jahr nach Oprechts Tod, 1953, ging das Wiener Unternehmen an den Österreichischen Gewerkschaftsbund, der das Werk von Arthur Koestler fortsetzte, Manès Sperber entdeckte und ein allgemeines Belletristik- und Sachbuch-Programm verlegte. Vierzig Jahre später, 1993, wurde der Wiener Verlag stillgelegt, der Europa Verlag ging in den Besitz von Otto Wolff von Amerongen und Sal. Oppenheim über und zog nach München, später dann, nach dem Erwerb durch die Senator Entertainment AG nach Hamburg. Im Jahr 2005 wurden die verlegerischen Aktivitäten vorübergehend eingestellt.

2012 wurde der Europa Verlag durch den deutschen Verleger Christian Strasser übernommen und der Sitz nach München verlagert.[4] Seitdem firmierte er als Europa Verlag Berlin.

2015 hat der Europa Verlag München und Berlin den Europa Verlag Zürich übernommen[5]. Seit April 2017 gehört auch der Berliner Golkonda-Verlag zum Europa Verlag.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag der «Europa-Verlag Aktiengesellschaft» im Handelsregister des Kantons Zürich
  2. Der Europa Verlag wird 80 Jahre!, abgerufen am 9. Dezember 2015.
  3. Europa Verlag übernimmt Europa Verlag bei boersenblatt.net
  4. „Für ganz klein bin ich nicht gemacht“ in: Buchreport vom 15. Mai 2012.
  5. Europa Verlag übernimmt Europa Verlag bei boersenblatt.net
  6. Golkonda Verlag ab Herbst als Imprint bei Europa, buchmarkt.de, 23. März 2017, abgerufen am 23. März 2017