Klaus-Rüdiger Mai

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Mai bei der Vorstellung seines Buches Martin Luther - Prophet der Freiheit auf dem Blauen Sofa während der Frankfurter Buchmesse 2014

Klaus-Rüdiger Mai (* 1963 in Staßfurt) ist ein deutscher Dramaturg, Regisseur und Schriftsteller.

Werdegang und schriftstellerisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mai studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie und konnte dieses Studium 1990 an der Universität Halle mit einer Promotion bei Rüdiger Bernhardt erfolgreich abschließen. Im Anschluss daran arbeitete er als Regieassistent und Dramaturg an verschiedenen Theatern.[1]

Bereits während seines Studiums verfasste Mai einige Texte (Radio-Features) für den Rundfunk. Mai lebt zurzeit mit seiner Familie nahe Berlin und widmet sich fast ausnahmslos dem Schreiben. Unter dem Pseudonym „Nicholas Lessing“ startete er eine Kriminalroman-Reihe um Kardinal Prospero Lambertini, die vom Publikum wie auch von der Literaturkritik mit viel Lob bedacht wurde; weitere historische Romane verfasste er unter dem Pseudonym Sebastian Fleming.[1]

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Seine Sachbücher befassen sich hauptsächlich mit religiösen und gesellschaftspolitischen Fragen. Martin Luther betrachtet Mai als Beginn des modernen Deutschlands und der Moderne Europas, einer Epoche, die sich heute ihrem Ende zuneigen könnte.[2] In seinem 2016 erschienenen Buch Gehört Luther zu Deutschland? möchte Mai ihn weniger als Theologen denn als „Gesellschaftstheoretiker und -praktiker“ zeichnen,[3] der den Menschen durch seine Schrift Von der Freiheit eines Christenmenschen, die Mai als „Gründungsmanifest des modernen Europas“ bezeichnet,[4] die Vollmacht zugesprochen und den Weg gewiesen habe, ihr Land selbst zu steuern und zu gestalten.[5] Mai sieht Luther als „einflussreichsten Sozialreformer aller Zeiten“[3] und hebt seinen Mut hervor, tatkräftig eine freiheitliche Alternative angestoßen und umgesetzt zu haben. In diesem Sinne möchte er die Luther-Dekade bis 2017 als Gelegenheit verstanden wissen, damit Menschen „wieder erfahren, dass sie die wahren Herrscher und Könige sind“, um mit Luther den „Popanz der Alternativlosigkeit, die Monstranz einer sich selbst vergottenden Herrschaft“ als Gotteslästerung zu entlarven und ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, indem sie „Christus als Alternative“ ergreifen.[5] In diesem Sinne parallelisiert er die von Luther beseitigte spätmittelalterliche Deutungshoheit der Papstkirche mit dem Einfluss der EU, in der Europa „täglich mehr von seiner Geschichtsfähigkeit und Identität“ einbüße.[2] Kirchenvertreter, Fachtheologen und etablierte Parteien beschuldigt er, Luther „eher als Objekt der Kritik, als Antisemit, als Bauernschlächter, als abergläubiger Mensch“ zu betrachten, sich gar für Luther zu schämen und an seine Stelle einen „zumutungsfreien Wohlfühlprotestantismus“ zu setzen.[6]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als „Nicholas Lessing“
Als „Sebastian Fleming“

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essays[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klaus-Rüdiger Mai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Autor Klaus-Rüdiger Mai. In: Autorenporträt auf der Verlagshomepage. Bastei Lübbe, abgerufen am 27. Mai 2016.
  2. a b Gehört Luther zu Deutschland? S. 13.
  3. a b Gehört Luther zu Deutschland? S. 11.
  4. Gehört Luther zu Deutschland? S. 51.
  5. a b Gehört Luther zu Deutschland? S. 15.
  6. Gehört Luther zu Deutschland? S. 17.