European Digital Rights

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European Digital Rights (EDRi) ist eine internationale Vereinigung von Bürgerrechtsorganisationen, die sich dem Schutz der Privatsphäre und der Freiheit der Bürger in der Informationsgesellschaft verschrieben hat.

Sie wurde am 8./9. Juni 2002 von zehn Gruppierungen aus sieben europäischen Ländern in Berlin gegründet. Gründungsvorstände waren Maurice Wessling aus den Niederlanden, der damalige CCC-Sprecher und ICANN-Direktor Andy Müller-Maguhn aus Deutschland sowie Meryem Marzouki aus Frankreich. EDRi hat ihren Sitz in Brüssel.

Derzeit ist die Organisation der Dachverband für 34 Vereinigungen aus 19 europäischen Ländern. Die Organisation verfügte im Oktober 2012 über drei hauptamtliche Mitarbeiter.[1] Wesentliche Arbeitsfelder von EDRi sind die Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht, Internetzensur und das Vertragswerk zur Bekämpfung von Internetkriminalität. EDRi beobachtet diese Themen auf Ebene der Europäischen Union und in den 45 Mitgliedsstaaten des Europarates. Seit 2003 informiert EDRi über diese Entwicklungen in einem zweiwöchentlich erscheinenden Newsletter, dem EDRI-gram.[2] Große deutsche Mitgliedsorganisationen sind der CCC, Digitalcourage, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung und Wikimedia Deutschland. Österreichische Mitglieder sind epicenter.works, quintessenz, die Initiative für Netzfreiheit und VIBE!AT.

Aktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Hackerkonferenz What The Hack begann EDRi im Juli 2005 eine Online-Kampagne gegen die damals von der Europäischen Union geplante Speicherung von Telekommunikationsdaten auf Vorrat. Die Kampagne stand unter dem Motto Data retention is no solution (Datenspeicherung ist keine Lösung).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. "Chaosradio" über Clean IT, Blue Moon, Rundfunk Berlin-Brandenburg, 27. September 2012
  2. About European Digital Rights. Website von EDRi, 22. Dezember 2010. Abgerufen am 23. Februar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]