European Union Contest for Young Scientists

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Der European Union Contest for Young Scientists ist ein Wissenschaftswettbewerb der Europäischen Union. Er untersteht der Europäischen Forschungskommission. Der Wettbewerb soll den Austausch zwischen jungen Wissenschaftlern fördern. Er findet jährlich statt und steht ausgewählten Gewinnern der nationalen Wissenschaftswettbewerbe wie beispielsweise Jugend forscht (Deutschland) oder Jugend Innovativ (Österreich) offen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wettbewerb wurde 1989 gegründet.

Ein Vorläufer-Wettbewerb wurde zwischen 1968 und 1988 jährlich durch die Firma Philips organisiert (European Philips Contest for Young Scientists and Inventors).[1][2]

Die Idee dieses Wettbewerbs geht auf Cees G. Nijsen zurück, der im Bereich Öffentlichkeitsarbeit von Philips in Einhoven tätig war und den Wettbewerb während der Philips-Zeit maßgeblich betreute.[3]

Nachdem Philips 1968 zunächst einen auf die Benelux-Länder beschränkten Wettbewerb veranstaltet hatte, wurde dieser ab dem Folgejahr auf die meisten westeuropäischen Länder ausgeweitet. Zeitweise waren auch einzelne, ausgewählte nicht europäische Länder eingebunden. Das europäische Finale fand bis 1972 ausschließlich und später noch viermal im Evoluon in Eindhoven statt. Die anderen Austragungsstädte der Finale waren London (1973), Aachen (1974), Madrid (1976), Paris (1977, 1987), Oslo (1979, 1986), Amsterdam (1980), Brüssel (1981, 1988), Kopenhagen (1983) und Barcelona (1985).[3]

Zu den aus Deutschland stammenden Juroren gehörten Heinz Haber[3], Hoimar von Ditfurth[4] und Wolfgang Wickler[4].

Zu den Preisträgern gehörten der Biologe und Tierfilmer Andreas Moser (1974),[5] der Neurobiologe Günther K. H. Zupanc (1977),[6] der Mathematiker Jörg Bewersdorff (1979),[3] der Mediziner und Pharmakologe Lutz Hein (1979, 1981),[3][7] der Mathematiker und Mykologe Paul Diederich (1979)[8] sowie der Historiker Alberto Montaner Frutos (1981)[9]. Insgesamt haben an den 19 internationalen Endrunden des von Philips veranstalteten Wettbewerbs 746 Nachwuchswissenschaftler teilgenommen, wobei 121 mit einem ersten Preis (Award) ausgezeichnet wurden. Davon stammten je 14 aus der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und Spanien, je 13 aus Großbritannien und der Schweiz, acht aus Dänemark, je fünf aus Norwegen und Schweden und zwei aus Finnland.[3]

Ausgaben des EU Contest for Young Scientists[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anzeige in: Der Spiegel, Heft 40, 1. Oktober 1973, S. 151 (online)
  2. Karl Sabbagh, Young scientists compete in Europe, in: New Scientist, 10. Juni 1971, S. 639–640 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  3. a b c d e f Webarchiv der Seite zum 30-jährigen Jubiläum des norwegischen Wettbewerbs (Konkurransens 30 første år) (Memento vom 6. März 2004 im Internet Archive)
  4. a b Wolfgang Wickler: Wissenschaft auf Safari: Verhaltensforschung als Beruf und Hobby, Springer, Berlin 2017, ISBN 978-3-662-49957-3, doi:10.1007/978-3-662-49958-0, S. 159 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  5. Urteilsbegründung zum Ehrendoktortitel und Biographie Andreas Mosers von der Universität Zürich, abgerufen am 9. Dezember 2012
  6. Ein Genie darf nicht studieren: 14 Forscherpreise, aber keine Zulassung, Die Zeit, 46/1979, 9. November 1979 (online)
  7. Lebenslauf von Lutz Hein (PDF; 11 kB) beim BIOSS Centre for biological signalling studies an der Universität Freiburg, abgerufen am 9. Dezember 2012
  8. Curriculum Vitae Paul Diederich
  9. Alberto Montaner: «Elegí al Cid porque me interesa la Edad Media», ABC, 28. Mai 1981, S. 36

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]