Europium(III)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Europium(III)-oxid
__ Eu3+     __ O2−
Allgemeines
Name Europium(III)-oxid
Andere Namen

Europiumsesquioxid

Verhältnisformel Eu2O3
CAS-Nummer 1308-96-9
PubChem 159371
Kurzbeschreibung

weißer bis hellrosaner geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 351,92 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

7,42 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

2291 °C[1]

Siedepunkt

4118 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Toxikologische Daten

5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Europium(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide des Europiums.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Europium(III)-oxid kann direkt durch Reaktion von Europium oder Europium(II)-oxid mit Sauerstoff gewonnen werden.

\mathrm{4 \ Eu + 3 \ O_2 \longrightarrow 2 \ Eu_2O_3}

Um Nanokristalle des Materials zu erhalten, wird eine Synthese durch Kalzinierung des entsprechenden Hydroxids oder Oxalates verwendet.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Europium(III)-oxid

Europium(III)-oxid ist ein hygroskopischer weißer bis hellrosaner geruchloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Es besitzt eine monokline Kristallstruktur.[4]

Verwendung[Bearbeiten]

In langwelligem UV-Licht leuchtet es intensiv rot[5] und wird deshalb vor allem auf Geldscheinen als Sicherheitsfarbe verarbeitet.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 1308-96-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 25. Januar 2012 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Datenblatt Europium(III) oxide, 99.999% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. Januar 2012 (PDF).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. a b Ginya Adachi, Nobuhito Imanaka, Zhen Chuan Kang: Binary rare earth oxides. 2004, Springer Netherlands, ISBN 978-1-4020-2568-6, S. 138 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Seilnacht: Europium
  6. didaktikchemie: Übergangsmetalloxide als Farbpigmente