Eurostadion

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Eurostadion
Daten
Ort Grimbergen, Flandern, Belgien
Koordinaten 50° 54′ 16,2″ N, 4° 20′ 0,6″ OKoordinaten: 50° 54′ 16,2″ N, 4° 20′ 0,6″ O
Kapazität 62.613

Das Eurostadion war ein geplantes Stadion in der flämischen Gemeine Grimbergen in Belgien in direkter Nachbarschaft zur Hauptstadtregion Brüssel, die auch Besitzerin des Baugeländes ist. Es sollte eine Kapazität von 62.613 Plätzen haben.[1]

Das Stadion sollte ursprünglich im Rahmen der Bewerbung des belgischen Fußballverbands errichtet werden und Belgien bekam die Zusage zur Ausrichtung von vier Spielen der Fußball-Europameisterschaft 2020[2] Als Belgien als einziges Austragungsland hierfür jedoch die Planungen nicht zeitgerecht umsetzen konnte und der geplante Termin der Fertigstellung des Stadions nicht mehr gehalten werden konnte, wurde die Ausrichtung im Eurostadion am 7. Dezember 2017 seitens der UEFA abgesagt.

Das Eurostadion sollte das zukünftige Heimstadion der belgischen Fußballnationalmannschaft und des RSC Anderlecht werden.[3][4] Im Gegensatz zum Stadion auf dem Heysel-Plateau, dem König-Baudouin-Stadion, sollte es keine Tartanbahn aufweisen.[5] Zusätzlich sollten ein Einkaufszentrum, Dienstleistungsunternehmen und ein Kongresszentrum ins Stadion integriert werden. Der Betreiber sollte für den Bau und Betrieb von der Stadt Brüssel über dreißig Jahre jährlich mehr als 4 Millionen Euro erhalten.

Nach Verzögerungen in der Planung und Diskussionen um die Finanzierung und mit dem Projektentwickler, der flämischen Ghelamco-Group, wurde 2015 zunächst die Frist für den Baubeginn auf 2019 verschoben.[3] 2017 stieg der RSC Anderlecht aus dem Projekt aus. Nach der Entscheidung der UEFA, keine Spiele der Europameisterschaft 2020 in Belgien austragen zu lassen, erklärte die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung negativ ausgefallen war und somit keine Baugenehmigung erfolgen konnte.[6]

Im März 2019 teilte der belgische Fußballverband schließlich mit, dass er nunmehr kein neues Stadion errichten wolle, sondern das König-Baudouin-Stadion für 150 bis 200 Millionen Euro bis 2022 renovieren und als „Golden Generation Arena“ neu gestalten wolle, in Erinnerung an die erfolgreichste Fußballergeneration des Landes, die bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland Dritte wurde. In der neuen Arena soll auch weiterhin Leichtathletik möglich sein und das Memorial van Damme stattfinden.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eurostadium design submitted in UEFA bid. ARUP. 25. April 2014. Archiviert vom Original am 12. Juni 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arup.com Abgerufen am 1. Juli 2017.
  2. UEFA EURO 2020 hosts to be revealed in Geneva. UEFA.com. 14. August 2014.
  3. a b Anderlecht speelt vanaf 2019 in nieuw stadion (nl). In: De Standaard, 20. Juni 2015. 
  4. Geert Sels: Koning Boudewijnstadion wordt afgebroken (nl). In: De Standaard, 25. Mai 2013. 
  5. Rogier Verschueren: Nationaal stadion zonder atletiekpiste op Heizel (nl). In: De Standaard, 2. Dezember 2013. 
  6. Quelle: https://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?head=Keine-Genehmigung-fuer-das-Eurostadion&folder=sites&site=news_detail&news_id=17461
  7. Peter Dhondt: Voetbalbond wil Koning Boudewijnstadion renoveren Bruzz 19/03/2019, abgerufen am 23. März 2019, 00:07