Ewald Dittmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ewald Dittmann (* 11. Mai 1877; † 20. April 1945 Kiel-Russee) war ein deutscher evangelischer Pastor, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Mitglied der Bekennenden Kirche[1].

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittmann erwarb nach dem Besuch der Volksschule die Hochschulreife und studierte Evangelische Theologie. Nach dem Ablegen des Zweiten Theologischen Examens wurde er zum Pastor ordiniert und übernahm die Pfarrstelle von Galmsbüll.[2] Von dort wechselte er 1932 nach Süderhastedt im Dithmarschen. Nach der Machtübertragung an die NSDAP schloss er sich der Bekennenden Kirche an und zog damit die Aufmerksamkeit der Gestapo auf sein öffentliches Wirken. In seinen Predigten spielte er immer wieder auf das sogenannte Tausendjährigen Reich und den Führer an, indem er betonte, dass nur Gottes Reich ewig und allein Jesus Christus der Herr sei. Im März 1945 wurde er wegen „gemeinschaftswidrigen Verhaltens“ verhaftet und in das „Arbeitserziehungslager Nordmark“ eingeliefert, wo er Zwangsarbeit leisten musste. Kurz vor der Befreiung starb er dort.[3]

Nachwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Bielfeldt: Der Kirchenkampf in Schleswig-Holstein, Göttingen 1964, S. 195: „Am härtesten traf die Faust der Partei Pastor Ewald Dittmann-Süderhastedt, der übrigens nicht Mitglied der BK war und sich aus den kirchlichen Auseinandersetzungen herausgehalten hatte. Aber er hatte gegen ungerechte Maßnahmen der Partei, der Ortsgruppenleitung seines Dorfes, protestiert, wie er denn auch sonst offen seine Meinung sagte. Er wurde ins Konzentrationslager gebracht und hat dort seinen Tod gefunden, niemand weiß, wie.“
  2. Gedenken an einen Märtyrer (shz.de vom 8. Mai 2010 (abgerufen am 12. April 2016))
  3. http://www.kirche-christen-juden.org/ausstellung/inhalt/zeiten/tab_1945.html Abgerufen 2. Juli 2011
  4. http://www.kirche-dithmarschen.de/gemeinden/suederhastedt/@1@2Vorlage:Toter Link/www.kirche-dithmarschen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen 2. Juli 2011
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 14. März 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freewebs.com