Führungsoffizier

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Ein Führungsoffizier war ein Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit, der einen inoffiziellen Mitarbeiter oder einen verdeckt arbeitenden Geheimdienst-Mitarbeiter führt. Er übernahm die Rolle einer Koordinierungsstelle für den jeweiligen Auftrag und führt seinem Agenten alle Befehle, Informationen und Materialien zu. Der Agent meldet wiederum alle relevanten Informationen aus seinem Auftrag an seinen Führungsoffizier weiter.

Im Gegensatz zu den von ihm geführten Agenten oder Spionen war der Führungsoffizier ein hauptamtlicher Mitarbeiter.

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR beschäftigte zuletzt zwischen 12.000 und 13.000 Führungsoffiziere, die für die Rekrutierung und den Einsatz von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) und Offizieren im besonderen Einsatz (OibE) zuständig waren. In Stasi-Unterlagen werden sie häufig auch als vorgangsführende bzw. IM-führende Mitarbeiter bezeichnet.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Helmut Müller-Enbergs: Führungsoffizier. In: Roger Engelmann, Bern Florath, Walter Süß u. a.: Das MfS-Lexikon. Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR. Ch. Links Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-627-7, S. 91.