Führungsunterstützungsbasis

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Die Führungsunterstützungsbasis FUB ist eine Verwaltungseinheit der Schweizer Armee. Sie stellt, mit weiteren Leistungserbringern, die Führungsunterstützung für die Führungsfähigkeit der Armee sowie des nationalen Krisenmanagements sicher. Das Ziel der FUB ist es, die politische und militärische Führung der Schweiz zu unterstützen.[1]

Die FUB unterhält die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), die Elektronische Kriegführung, die elektronische Luftraumbewachung mit Hilfe von Radar, Kryptologie und Sprachspezialisten, den Führungsdienst sowie Dienstleistungen im Bereich der Hauptquartiere.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Übermittlungsdienste wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Truppengattungen aufgenommen, ohne dass jedoch eine zentrale Führung existierte. Formell gehörte die Übermittlung zu den Genietruppen.

Fünf Jahre lang wurde ohne zentrale Führung gearbeitet, bis der damalige Waffenchef der Genietruppen beim Bundesrat beantragte, eine neue Abteilung für Übermittlungstruppen (AUEM) zu gründen, da die Telekommunikation immer mehr an Bedeutung gewonnen hatte. Diese neue Abteilung wurde auf den 1. Januar 1951 geschaffen, mit insgesamt 28 angestellten Beamten.[2]

Im Jahr 1978 beschäftigte die AUEM insgesamt 300 Personen, einschliesslich der Berufsoffiziere. Die Miliz umfasste rund 30'000 Übermittler. Ein Jahr später, also 1979, wurde die AUEM aufgrund einer Neuorganisation der Bundesverwaltung zum Bundesamt für Übermittlung (BAUEM) erhoben.

Mit der Reorganisation EMD 95 wurde das BAUEM als Untergruppe Führungsunterstützung (UG FU) in den neu organisierten Generalstab integriert. Die Truppe und der Ausbildungsbereich mit den Instruktoren wurde ausgegliedert und die UG FU hatte somit nun weniger als 150 Angestellte.[2]

Im Zuge der Planung der Armee XXI, beantragte der Chef UG FU eine umfassende Führungsunterstützung für das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zu schaffen, was ihm auch bewilligt wurde. Somit konnte die FUB auf den 1. Januar 2005 operationell aufgeschaltet werden – sie beinhaltete dieselben Elemente wie seinerzeit die BAUEM, exklusive der Lehrverbände.[2]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chef der Führungsunterstützungsbasis ist Divisionär Jean-Paul Theler; er ist direkt dem Chef der Armee unterstellt.[3]

Dem Chef FUB ist sein Stab, die Bereiche Kundenmanagement (CRM) und Architektur/Projekte/Entwicklung Basisinfrastruktur (APE), sowie sechs weitere Bereiche unterstellt.[4] Diese sechs Bereiche sind:

  • Operations (OPS)
  • Kommunikations- & FachSysteme (KFS)
  • Sichere Frontend Systeme (SFS)
  • Zentrum elektronische Operationen (ZEO)
  • Betriebliche Informations- und Einsatzsysteme (BIE)
  • Führungsunterstützungsbrigade 41 / SKS

Derzeit werden rund 660 Mitarbeitende an 15 Standorten in der Schweiz beschäftigt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die Führungsunterstützungsbasis FUB. Abgerufen am 19. Oktober 2011.
  2. a b c Geschichte. Abgerufen am 19. Oktober 2011.
  3. Führungsunterstützungsbasis FUB. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  4. Organisation. Abgerufen am 19. Oktober 2011.
  5. Führungsunterstützungsbasis FUB. Abgerufen am 19. Oktober 2011.