Fürbitt-Kirche (Berlin-Britz)

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Fürbitt-Gemeindezentrum

Die Fürbitt-Kirche steht in der Andreasberger Straße 13 in Berlin-Britz. Sie wurde von Wolfgang Pingel entworfen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anstieg der Einwohnerzahl und damit auch der Mitglieder der Kirchengemeinden Philipp-Melanchthon und Dorfkirche Britz in der Ortslage Britz-Nord führte zum Wunsch, eine weitere Kirchengemeinde zu gründen. Für eine neue Kirche wurde ein Grundstücksteil des Kirchhofs Sankt Simeon und Sankt Lukas erworben, auf dem sich keine Gräber befanden. Die Grundsteinlegung erfolgte am 4. Oktober 1964, am 17. September 1965 wurde Richtfest gefeiert. Am 27. März 1966 wurde das Gemeindezentrum von Bischof Otto Dibelius eingeweiht. Am 15. Januar 2012 fusionierten die Kirchengemeinden Philipp Melanchthon und Fürbitt zur Evangelischen Fürbitt-Melanchthon-Kirchengemeinde, die mit der Genezareth-Kirchengemeinde den Pfarrsprengel Nordwest-Neukölln im Evangelischen Kirchenkreis Neukölln bildet.

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gebäudekomplex des Fürbitt-Gemeindezentrums setzt sich aus drei Gebäudetrakten zusammen, dem Kirchenschiff mit Glockenturm, dem Trakt mit Jugend-räumen und der Verwaltung der Kirchengemeinde und Baukörper mit Wohnung und Amtszimmer des Pfarrers.

Der Grundriss des mit einem Flachdach bedeckten Kirchenschiffs ist quadratisch, der des Glockenturms sechseckig, er trägt ein Schmetterlingsdach. Das Kirchenschiff wurde in Skelettbauweise aus Stahlbeton errichtet. Die Wände des Saals sind im Wesentlichen ohne Fenster. Licht fällt nur durch Oberlichter, die durch die abgehängte Holzdecke verdeckt sind, und die seitlich des Altarbereichs durchgehend senkrechten Fensterschlitze, deren Fenster mit Glasmalerei versehen sind. Im Erdgeschoss des 3-stöckigen Traktes liegt der Gemeindesaal. Unter der Empore des Kirchsaals befindet sich eine Falttür. Der Kirchsaal kann bei Bedarf mit dem Gemeindesaal verbunden werden.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel mit Hauptwerk, Oberwerk und Pedalwerk stammt von Paul Ott. Sie hat 22 Register, ca. 1700 Pfeifen, mechanische Traktur und elektrische Spielhilfen. Die Orgel hat folgende Disposition:

I Hauptwerk C–g3
1. Prinzipal 08′
2. Spitzflöte 08′
3. Oktave 04′
4. Rohrflöte 04′
5. Kleinoktave 02′
6. Sesquialtera II 0223
7. Mixtur IV–VI 0113
II Oberwerk C–g3
8. Koppelflöte 08′
9. Prinzipal 04′
10. Nachthorn 04′
11. Feldpfeife 02′
12. Quinte 0113
13. Scharf III-IV 01′
14. Rohrschalmey 08′
Tremulant
Pedal C–f1
15. Subbass 16′
16. Prinzipal 08′
17. Trichtergedackt 08′
18. Oktave 04′
19. Offenflöte 04′
20. Mixtur III 0223
21. Posaune 016′
22. Trompete 08′

Geläut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glockenstube des Kirchturms hat lamellenverkleideten Öffnungen. In ihr hängt ein Geläut von drei Bronzeglocken, die von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker 1966 gegossen wurden.

Schlagton Gewicht
(kg)
Durchmesser
(cm)
Höhe
(cm)
Krone
(cm)
Inschrift in der Flanke
es′ 1320 130 118 22 SHALOM (in hebräischer Schrift)
as′ 780 108 88 19 KRISTOS WOSKRESSJE (in russischer Schrift)
b′ 560 96 80 17 WASSER / BROT + WEIN (in deutscher Schrift)
c′′ 395 85 73 15 FIDES (in lateinischer Schrift)
des′′ 280 78 62 12 KAIROS (in griechischer Schrift)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fürbitt-Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 27′ 32,9″ N, 13° 25′ 34″ O

  • Gemeindekirchenrat (Hrsg.): Festschrift 50 Jahre Ev. Fürbitt-Kirche. Berlin 2016
  • Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Sakralbauten. (= Berlin und seine Bauten, Teil VI.) Ernst & Sohn, Berlin 1997.
  • Günther Kühne, Elisabeth Stephani: Evangelische Kirchen in Berlin. Berlin 1978.
  • Klaus-Dieter Wille: Die Glocken von Berlin (West). Geschichte und Inventar. Berlin 1987.