FRAMA

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frama AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1970
Sitz Lauperswil, Schweiz
Leitung Thomas P. Haug CEO, Markus Arn COO, Hans-Jörg Bula CFO, Daniel Lauber CCD, Beat Wälti CTO
Mitarbeiter 300 (weltweit)
Branche Büromaschinenhersteller, digitale Kommunikation
Website www.frama.com

Frama (Abkürzung für Frankiermaschine) ist ein international ausgerichtetes Unternehmen aus Lauperswil in der Schweiz. Am Hauptsitz in Lauperswil werden die Produkte entwickelt, produziert, montiert und weltweit in über 50 Länder vertrieben. Frama ist sehr stark exportorientiert.[1]

Am Hauptsitz arbeiten laut eigenen Angaben 100 Mitarbeiter. Zusammen mit den 10 Tochtergesellschaften beträgt die Zahl der Mitarbeiter 300.[2] Jede Tochtergesellschaft hat zudem eigene Produkte und Services im Angebot.[3] In den weiteren 40 Ländern werden die Produkte über Exklusivvertretungen verkauft. Die strategischen Schlüsselmärkte liegen in Deutschland, England, Frankreich, Holland und im Heimmarkt Schweiz.

Die Frama Gruppe unterzog sich im Jahr 2016 einer Neuausrichtung. Der Claim „mail. message. managed.“ ist laut dem Unternehmen eine Zusammenfassung der Tätigkeitsfelder und Kernkompetenzen. Namentlich also für Brief- und Paketsendungen, digitale Kommunikation und Datenmanagement. Die Neuausrichtung orientiert sich an den Veränderungen und Bedürfnissen des Postmarktes der nächsten Jahre.[4]

Das Unternehmen besitzt zahlreiche Zertifikate, wie ISO 9001, ISO 14001, OHSAS 18001, ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz, FIPS 140-2 und das Ökostrom Zertifikat des Energieproduzenten BKW.[5]

Von der Ratingagentur Dun & Bradstreet wurde Frama in den vergangenen Jahren (2015, 2016) mit der Rating Note 1 für den tiefsten Risk Indicator bewertet.[6]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frama stellt elektronische Frankiermaschinen und automatische Brieföffner her. Zudem stellt es die korrekte Abwicklung geldwerter Daten in Form von Abrechnungssystemen sicher. Außerdem vertreibt Frama als globaler Distributor Systeme zum sicheren digitalen Datenaustausch. Produkte von Frama erhielten in verschiedenen Tests immer wieder Bestnoten.[7]

Frankiermaschine Matrix F42 mit Briefwaage
Frankiermaschine Matrix F42 mit Briefwaage

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankiermaschine Modell 12 aus dem Jahr 1951

Im Jahr 1946 begann die Jost AG mit der Produktion der ersten Frankiermaschine in Lauperswil. Die Maschine wurde manuell mit einer Kurbel betrieben. Die Maschinen trugen bereits damals die Aufschrift „FRAMA“ welcher eine Abkürzung für Frankiermaschine ist. Bis in die 1960er Jahre folgten weitere Modelle, wie z.B. 1951 die Frankiermaschine „Frama Modell 12“. In den späten 1960er Jahren war Werner Haug unterstützend in der Jost AG tätig. Als 1969 die Jost AG in finanzielle Schwierigkeiten geriet und Rudolf Jost starb, übernahm Werner Haug das Unternehmen. Da Produkt und Unternehmen aus Marketinggründen denselben Namen tragen sollten, wurde 1970 die Frama AG als Nachfolgeunternehmen der Jost AG gegründet.

Gebäude der Frama AG im Jahr 1970

Im Gründungsjahr der Frama AG wurde die Frankiermaschine „Frama Modell 70“ eingeführt. Es ist eine Weiterentwicklung der Modelle der Jost AG und stand von 1970–1980 im Einsatz. Im Jahr 1976 entwickelte Frama die elektronischen Wertzeichenautomaten und begann mit der Auslieferung an die Schweizer Post. Die Frankiermaschine Modell „F100“ wurde 1980 marktgängig und war mit über 150‘000 produzierten Stück bis heute das erfolgreichste Modell von Frama.

Die Frankiermaschine Modell F100 welche während 25 Jahren über 150‘000 Mal produziert wurde.

Eine weitere technische Neuheit war die Einführung der weltweit ersten Frankiermaschine mit automatischem Datumswechsel.

Im Laufe der Jahre wurden mehrfach Um- und Anbauten am Gebäude vorgenommen. So zum Beispiel auch 1987, als die Betriebsfläche und Produktionskapazität verdoppelt wurden. Das Modell „EPS“ war 1993 die weltweit erste Frankiermaschine mit integrierter Tarifberechnung. Das Modell „Sensonic“ war 1996 die weltweit erste Frankiermaschine mit einem Touchscreen. Das Nachfolgemodell „Sensonic 2000“ aus dem Jahr 1998 besass den weltweit schnellsten Thermotransferdruck. Dieser Digitaldruck löste nun auch endgültig die Metall-Klischees ab. Mit der „Mailmax“ wurde zwei Jahre später auch die schnellste Tintenstrahldruck-Frankiermaschine von Frama hergestellt.

In den Jahren 2002 und 2003 folgten die Inbetriebnahmen der neuen Logistik und IT-Zentren in Lauperswil. Mit der Einführung der „Matrix“ Frankiermaschinenmodelle wurde 2005 begonnen. Im selben Jahr erhielt Frama als erstes Schweizer Unternehmen das ISO 27001-Zertifikat auf der Basis von IT-Grundschutz. Dazu kam im Jahr 2008 die FIPS 140-2 Level 3 Zertifizierung. Diese bescheinigt, dass das in den Frankiermaschinen eingebaute PSD (Postal Security Device) und die verwendeten Business Prozesse nach den jeweiligen international gültigen Standards für Kryptomodule getestet und für sicher befunden worden sind.

Im Jahr 2009 startete die Markteinführung des elektronischen Brieföffners „Access B400“. Mit der Einführung der aktuellen Frankiermaschinen-Generation „Matrix F series“ wurde im Jahr 2012 begonnen. Mit der „Matrix F series“ führte Frama als erster Hersteller den Farb-Touchscreen als Bedienoberfläche ein. Im Jahr 2014 erhielt Frama als erster Hersteller die Zulassung für die neue Mailmark Technologie der Royal Mail im Vereinigten Königreich (UK).[8]

Im Rahmen der Neuausrichtung stellt Frama im Jahr 2016 seine erste digitale Lösung: e-communications: RMail vor.[9] RMail ist eine Plattform für verschlüsselte und nachweisbare E-Mails.[10] Ebenfalls im Jahr 2016 wurde die „Frama France SAS“ in Frankreich gegründet.[11] Es ist die mittlerweile zehnte Tochtergesellschaft von Frama.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltweit. In: www.frama.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  2. Unternehmensprofil. In: www.frama.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  3. FramaShop. In: www.framashop.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  4. Rebranding für die Frama Gruppe. In: www.frama.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  5. Zertifikate. In: www.frama.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  6. D&B Rating. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  7. Frama Frankiermaschinen Test. In: www.testberichte.de. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  8. Frama Mailmark Franking Machines List - Mailmark franking machines. In: www.mailmark-franking-machines.co.uk. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  9. E-Mails nachweisbar und sicher versenden. 6. Oktober 2016 (cebra.biz [abgerufen am 14. Dezember 2016]).
  10. e-communications: RMail | Security. Integrity. Efficiency. In: Frama. Abgerufen am 14. Dezember 2016 (amerikanisches englisch).
  11. FRAMA FRANCE (PARIS 12) Chiffre d'affaires, résultat, bilans sur SOCIETE.COM - 817779929. In: www.societe.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.