Fachkraft

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Im Eisenbahnbau dürfen nur ausgebildete Fachkräfte an der Aufrechterhaltung der Leit- und Sicherungstechnik mitarbeiten

Eine Fachkraft ist allgemein eine Person, die eine gewerbliche, kaufmännische oder sonstige Berufsausbildung erfolgreich absolviert hat. Personen mit akademischem Grad werden seltener als Fachkraft bezeichnet.

Person mit einer Fachausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachkraft für Lagerlogistik oder Fachkraft für Veranstaltungstechnik als staatlich anerkannte Ausbildungsberufe in Deutschland.
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit im Arbeitsschutz.
  • Elektrofachkraft ist nach ÖVE EN 50110-1 eine Person mit geeigneter fachlicher Ausbildung, Kenntnissen und Erfahrungen, so dass sie Gefahren erkennen und vermeiden kann, die von der Elektrizität ausgehen können. In Deutschland ist die Norm DIN VDE 0105-100 maßgebend, die zusätzlich die Kenntnis der einschlägigen Normen fordert. Als fachliche Ausbildung kann auch eine langjährige Tätigkeit im betreffenden Arbeitsgebiet gewertet werden. Eine Person, die durch Elektrofachkräfte so unterrichtet wurde, dass sie Gefahren vermeiden kann, die von der Elektrizität ausgehen können, wird als „Elektrotechnisch unterwiesene Person“ bezeichnet. Eine Person, die weder Elektrofachkraft noch elektrotechnisch unterwiesene Person ist, ist in der Elektrotechnik Laie.

Fachkräftemangel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fachkräftemangel

Mit dem Begriff Fachkräftemangel ist meist das unerwünschte Fehlen von Facharbeitern, Gesellen, Meistern, Technikern und Akademikern bestimmter Fachrichtungen als auf dem Arbeitsmarkt verfügbares Angebot gemeint. Ob ein vergleichbares Angebotsdefizit tatsächlich existiert, ist umstritten. Teilweise liegt auch ein unzulängliches Personalmarketing der betreffenden Unternehmen vor.[1] Um den Fachkräftemangel auszugleichen, erteilen mehrere Länder spezielle Visa, wie beispielsweise das Fachkräftevisum in Australien.

Fachkraftquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachkraftquote beschreibt das Zahlenverhältnis zwischen Fachkräften und Mitarbeitern mit geringerer Qualifikation in einem Betrieb. Verschiedene Gesetze (deutsches Heimgesetz, JAR, FAR) schreiben Mindestquoten vor.

Bezeichnung für ein Lehrgangsmodul[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei privaten Bildungsanbietern (beispielsweise TÜV Akademie[2]) wird die Bezeichnung Fachkraft für ein Lehrgangsmodul (zum Beispiel Zertifikatslehrgang zur Umweltmanagementfachkraft) verwendet. Meist wird damit die unterste Stufe des Lehrgangs zum sogenannten Manager bzw. Auditor bezeichnet.

Beim TÜV heißt das zweite Modul des Lehrgangs Beauftragter (beispielsweise Umweltbeauftragter) und damit genau andersherum als im Bereich Arbeitssicherheit; dort ist der Sicherheitsbeauftragte im Wesentlichen eine benannte Person (ohne diesbezüglich eine Qualifikation vorweisen zu müssen), während bei der Fachkraft für Arbeitssicherheit eine entsprechende Weiterbildung vorgeschrieben ist.

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carolyn Braun, Marcus Pfeil: „Die Fata Morgana“, brand eins 10/2011
  2. Umweltmanagement-Fachkraft TÜV und viele andere Anbieter, Zugriff am 3. September 2015

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]