Fania Fénelon

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Fania Fénelon (geboren als Fania Goldstein, 2. September 1919 in Paris; gestorben 19. Dezember 1983 ebenda) war eine französische Chansonsängerin und Holocaustüberlebende.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fania Goldstein wurde als Tochter eines jüdischen Kaufmannes geboren. In Paris besuchte sie die Musikhochschule und arbeitete nebenbei nachts als Sängerin unter dem Pseudonym Fania Fénelon in Bars.[1]

Im Zweiten Weltkrieg unterstützte sie den Widerstand gegen die Nationalsozialisten und wurde ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie Mitglied des Mädchenorchesters von Auschwitz war. Später wurde sie nach Bergen-Belsen verlegt, wo sie 1945 befreit wurde.

Fania Fénelon wurde unter ihrem Pseudonym zu einer bekannten Chansonsängerin. 1966 zog sie mit ihrem Lebensgefährten nach Ost-Berlin, ging aber nach dessen Tod wieder zurück nach Frankreich. In dieser Zeit lehrte sie zeitweise das Fach Chanson an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig.

Von 1973 bis 1975 schrieb sie das Buch Das Mädchenorchester in Auschwitz, in dem sie ihre Erlebnisse verarbeitete. Als Gedächtnisstütze benutzte sie ihr Tagebuch aus der Lagerzeit. Das Buch wurde von den anderen Überlebenden des Mädchenorchesters scharf kritisiert, vor allem wegen der negativen Darstellung Alma Rosés. Gemeinsam mit Arthur Miller schrieb sie das Drehbuch zu dem 1980 erschienenen Fernsehfilm „Das Mädchenorchester von Auschwitz“ (Playing for Time), in welchem Vanessa Redgrave die Hauptrolle der Fania Fénelon verkörperte.[2] Stefan Heucke wurde vom Buch zu seinem Opernprojekt Das Frauenorchester von Auschwitz angeregt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fania Fénelon: Das Mädchenorchester in Auschwitz,. 22. Auflage 2016. dtv Verlagsgesellschaft, München 1980, ISBN 978-3-423-13291-6, S. 384 (französisch: Sursis pour l'Orchestre. 1976. Übersetzt von Sigi Loritz, S. 312. Am Ende des 3. Absatzes schreibt Fania Fénelon in Bezug auf ihre "Geburtstagsfeier" im KZ Birkenau 1944: "Aber ich bin doch noch so jung, ich bin fünfundzwanzig!").
  2. Das Mädchenorchester von Auschwitz in der Internet Movie Database (englisch)