Fanny Newald

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Fanny Newald, auch Franziska Newald (* 10. Jänner 1893 in Linz; † 1970) war eine österreichische Malerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab und Grabstein von Fanny Newald auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz

Die Künstlerin ist die Tochter des Rechtsanwaltes Richard Newald und dessen Frau Franziska, geb. Edlbacher. Sie wuchs in Linz im Palais Starhemberg, Promenade auf und maturierte 1909 an der Körnerschule.

Ihre Malausbildung erhielt sie im Atelier von Marie Hedwig Ney und in den Malschulen von Berta von Tarnóczy und Tina Kofler sowie Matthias May. Ab 1924 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste München. 1925 wurde sie Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ. Sie nahm in den 1920er-Jahren an den Ausstellungen der Künstlervereinigung teil. Nach ihrer Rückkehr aus München 1932 zählte der Künstlerkreis um Rudolf Steinbüchler, Josef Schnetzer und Karl Hauk zu ihrem Bekanntenkreis. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sie sich gelegentlich an Ausstellung der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs Sektion Oberösterreich. Sie malte als Angestellte der städtischen Kulturverwaltung von 1945 bis 1960 die Kulissen für die Linzer Puppenspiele und arbeitete dort auch als Kassiererin. Unter den von ihr geschaffenen Bildern befinden sich Blumenstücke, Zeichnungen mit Linzer Stadtansichten und Landschaftsbilder mit Motiven aus der näheren Umgebung von Linz.[1][2] Im Vorfeld der Retrospektive im Nordico 2014 wurde die Bevölkerung um Mithilfe und Leihgaben ersucht.[3]

Die Künstlerin ist auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz begraben.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedächtnisausstellung Fanny Newald, Schlossmuseum Linz, 1972
  • Fräulein Newalds Gespür für die Stille, Eine Linzer Künstlerin (1893 bis 1970), Retrospektive mit Werken aus den Beständen des Nordico, des Oberösterreichischen Landesmuseums und der Oberösterreichischen Berufsvereinigung Bildender Künstler sowie Privatbesitz ergänzt mit Dokumenten aus dem Nachlass sowie Interviews mit Zeitgenossen, Nordico, 2014
  • Impuls Fanny Newald, Werk und Person gesehen von KünstlerInnen der Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen Oberösterreichs, Oberösterreichisches Kulturquartier, 2014

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fanny Newald – 60 Jahre, in: Oberösterreichische Nachrichten, Linz, 1953, Nr. 7
  • Franz Pühringer, Herbert Lange: Fanny Newald 70 Oberösterreichischer Kulturbericht 1963, Folge 1, und Oberösterreichische Nachrichten, Linz, 1963, Nr. 7
  • Josef Schnetzer: Fanny Newald, in: Mühlviertler Heimatblätter, Jahrgang 5, 1965, Heft 3/4, S. 38–39, online (PDF) im Forum OoeGeschichte.at
  • Franz Pühringer: Fanny Newald und ihr Werk in dieser Zeit, Oberösterreich, Nr. 17, Linz, 1967, Heft 1/2, S. 18–23
  • Josef Schnetzer: Wir trauern um ein Mitglied – Betrifft die Malerin Fanny Newald (1970), in: Mühlviertler Heimatblätter, Jahrgang 10, 1970, Nr. 3, S. 98
  • Alfred Marks: Gedächtnisausstellung Fanny Newald (1893 bis 1970), Schlossmuseum Linz, 1972, Katalog des Oberösterreichischen Landesmuseums Nr. 79, Linz, 1972, 20 Seiten
  • Renate Maier: Fanny Newald zum 10. Todestag, in: Aus dem Stadtmuseum Linz, Linz, 1980
  • Sammlungskatalog der Künstlerin Fanny Newald (1893 bis 1970) begleitend zur Ausstellung Fräulein Newalds Gespür für die Stille, Eine Linzer Künstlerin (1893 bis 1970) im Nordico – Stadtmuseum Linz, Linz, Weitra, 2014, ISBN 978-3-99028-323-3

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fräulein Newalds Gespür für die Stille, in: Webpräsenz des Nordico abgefragt am 21. November 2015
  2. Große Ausstellung zu Fanny Newald, in: Webpräsenz des ORF Oberösterreich abgefragt am 21. November 2015
  3. Hannah Winkelbauer: Vergessene Künstlerin - auf der Suche nach Fräulein Newald in: Oberösterreichische Nachrichten vom 5. September 2013 abgefragt am 21. November 2015