Farol da Ponta do Arnel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Farol da Ponta do Arnel
2012-10-18 16-03-35 Portugal Azores Senhora da Nazaré.JPG
Ort: Ponta do Arnel, Nordeste, São Miguel, Azoren
Lage: auf einem Felsvorsprung direkt am Meer
Geographische Lage: 37° 49′ 26,7″ N, 25° 8′ 8,3″ WKoordinaten: 37° 49′ 26,7″ N, 25° 8′ 8,3″ W
Feuerträgerhöhe: 15 m
Feuerhöhe: 66 m[1]
Farol da Ponta do Arnel (Azoren)
Kennung: Fl.W.5s[1]
Nenntragweite weiß: 25 sm (46,3 km)
Optik: Fresnel-Linse dritter Ordnung
Betriebsart: elektrisch
Funktion: Seefeuer
Betriebszeit: seit dem 26. November 1876
Internationale Ordnungsnummer: D-2640

p4

Der Farol da Ponta do Arnel ist ein Leuchtturm im Osten der Azoreninsel São Miguel. Er ist – mit Ausnahme eines kleinen Leuchtfeuers auf der Hafenmole von Ponta Delgada – der älteste Leuchtturm der Azoren.[2] Er steht in der Gemeinde Nordeste auf einem Felsvorsprung der Ponta do Arnel. Der Leuchtturm ist unter der internationalen Nummer D-2640 und der nationalen Nummer 704 registriert.[3] Er bestrahlt einen Sektor von 157° bis 358° und hat eine Reichweite von 25 Seemeilen.[1]

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1866 hatte der Ingenieur und spätere Vizeadmiral Francisco Maria Pereira da Silva (1813–1891) in einer Studie den Bau eines Leuchtturm im Osten São Miguels empfohlen.[2] Es dauerte aber noch bis zum 26. November 1876, bis der Leuchtturm seiner Bestimmung übergeben werden konnte.[4] Der 15 m hohe achteckige Turm mit umlaufender Galerie trägt auf einem runden Sockel die rot lackierte metallene Kuppel. Der Turm ist ebenso wie das an seiner Basis befindliche und ebenfalls achteckige Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Leuchtturmwärters weiß gestrichen. Der Turm trug zunächst eine Fresneloptik zweiter Ordnung mit einer Brennweite von 700 mm.[4] 1937 wurde die ursprünglich installierte Mineralöl-Befeuerung durch eine Öldampflampe ersetzt. Das für die Rotation der Optik verantwortliche Uhrwerk wurde ausgetauscht. Ab 1954 wurde es durch einen Gasmotor ersetzt. Gleichzeitig erhielt der Leuchtturm eine Optik dritter Ordnung mit einer Brennweite von 375 mm. Seine Tragweite betrug nun 21 sm.[5] 1955 wurde ein Stromaggregat installiert. Der Leuchtturm arbeitete nun mit einer 3000-W-Glühlampe. Das ein Jahr zuvor installierte Gaslicht (Ethin) diente nur noch als Notreserve.[4] Der Leuchtturm bekam 1990 einen Elektromotor und eine neue Optik dritter Ordnung. 1993 wurde er ans Stromnetz angeschlossen.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Farol da Ponta do Arnel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c List of Lights, Radio Aids and Fog Signals. Pub. 113: The West Coasts of Europe and Africa, The Mediterranian Sea, Black Sea and Azovskoye More (Sea of Azov) (Memento des Originals vom 31. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/msi.nga.mil (PDF; 3,3 MB), National Geospatial-Intelligence Agency, Springfield, Virginia, 2017, S. 410
  2. a b Acores: Geschichte, Leuchttürme der Europäischen Union, abgerufen am 12. Februar 2017
  3. Faróis de Portugal auf der Website der Associação Nacional de Cruzeiros, abgerufen am 19. März 2014 (portugiesisch)
  4. a b c Farol da Ponta do Arnel (Memento vom 12. August 2017 im Internet Archive), Faróis de Portugal (portugiesisch)
  5. a b Farol do Arnel / Farol da Ponta do Arnel auf der Website des portugiesischen Informationssystems für das architektonische Kulturerbe (Sistema de Informação para o Património Arquitectónico, SIPA), abgerufen am 12. Februar 2017 (portugiesisch)