Feisnitz

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Feisnitz
Der Feisnitz-Stausee am Südwestfuß des Kohlberges

Der Feisnitz-Stausee am Südwestfuß des Kohlberges

Daten
Gewässerkennzahl DE: 532126
Lage Bayern
Flusssystem Elbe
Abfluss über Röslau → Eger → Elbe → Nordsee
Ursprung Q. des OL Krebsbach:
Rand einer Lichtung südwestlich des Oberkunreuthberg-Gipfels
50° 3′ 7″ N, 12° 16′ 17″ O
Quellhöhe ca. 577 m ü. NHN[1] 
Q. des Krebsbachs
Mündung bei Arzberg-Elisenfels von rechts in die RöslauKoordinaten: 50° 2′ 30″ N, 12° 10′ 0″ O
50° 2′ 30″ N, 12° 10′ 0″ O
Mündungshöhe ca. 471 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 106 m
Länge ca. 9,7 km[2] mit OL Krebsbach
ca. 7,1 km[3] Namenslauf
Einzugsgebiet 26,28 km²[4]
Kleinstädte Waldsassen nur OL und EZG
Arzberg
Gemeinden Markt Schirnding nur OL und EZG
Markt Konnersreuth

Die Feisnitz ist ein Bach im bayerischen Fichtelgebirge an der Grenze zwischen dem Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und dem oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, der nach einem auf dem Hauptstrang fast 10 km langen Lauf etwa nach Westen beim Arzberger Dorf Elisenfels von rechts in die untere Röslau mündet.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Baches ist slawischen Ursprungs und bedeutet klares Wasser. Sie wurde urkundlich 1419 zuerst als Festritz erwähnt und später als Feustritz oder Feußnitz.[5] Ihr Oberlauf ist der Krebsbach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Feisnitz-Hauptstrangs ist die Quelle des Krebsbaches

Der Krebsbach entspringt im Kohlwald am Südhang des auf deutsch Oberkunreuthberg genannten Výhledy am Rande einer Waldlichtung der Stadt Waldsassen auf etwa 577 m ü. NHN und damit etwa einen Kilometer entfernt vom 656 m ü. NHN[6] hohen Berggipfel, der schon jenseits der Landesgrenze in Tschechien liegt. Er verläuft durchwegs südwestlich, nach der Lichtung durchfließt er einige Teiche im Wald, von denen einer „Eisenteich“ genannt wird. Dann unterquert er die Staatsstraße 2178 von Waldsassen nach Arzberg nahe der Grenzlandhütte und speist wiederum einige Waldteiche. Am Rand der Rodungsinsel des Schirndinger Weilers Seedorf erreicht er die Grenze zum Landkreis Wunsiedel und fließt am Südrand der Flurinsel auf etwa 535 m ü. NHN mit dem von rechts kommenden Großen Brunnengraben zusammen.[7]

Namenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ab jetzt Feisnitz heißende Bach tritt nun neben zwei Teichen ins Gebiet von Konnersreuth ein und nimmt nach ca. 0,6 km von links den von Osten kommenden Ruderbach auf.[7] Der Lauf ist dort jedenfalls schon fast in westliche Laufrichtung umgeschwenkt, den sie nun lange beihält. Der Bach passiert unweit der Wald- und zugleich Kommunalgrenze von Arzberg und Landkreisgrenze im Norden, oft auch auf ihr, die Konnersreuther Einöden Grünmühle, wo der kurze Auerbach vom Dorf Grün im Süden her zufließt, Lippertsmühle und Siegelmühle, die wie das Hagenhaus gegenüber am Hagenhausweiher liegt. Dieser wird auch von einem kurzen Bach von rechts gespeist, der am Hang des Sieben-Linden-Bergs entspringt. Die folgende Dollermühle bekommt ihr Wasser von einem Abfluss des Hagenhausweihers und von einem recht langen Zulauf aus dem Süden, der nicht sehr weit vom Arzberger Dorf Preisdorf in Gestalt einer Kleinteichkette beginnt. Etwas unterhalb des Mühlkanalrücklaufs tritt die Feisnitz nach der Brandmühle in Arzberger Gebiet ein.

Etwas unterhalb davon fließt sie am Südfuß des Kohlbergs westwärts über die Vorsperre in die Hauptsperre des Feisnitz-Stausees, dessen Wasserspiegel auf 503 m ü. NHN[8] liegt. Er ist zusammen mit der Vorsperre fast 1,5 km lang und bedeckt eine Fläche von über 15 Hektar. Der Staudamm quert das Tal nach einem Knick nach rechts. Die Feisnitz verlässt den Stausee im erstmals engeren Tal nordwärts und mündet nach zwei kurzen Mäandern von rechts und Osten auf etwa 471 m ü. NHN[1] kurz vor dem kleinen Arzberger Dorf Elisenfels in die untere Röslau.

Die Feisnitz ist etwa 7,1 km, der Hauptstrang ab der Quelle des Krebsbachs 9,7 km lang. Dort hat sie ein mittleres Sohlgefälle von fast 11 ‰. Der Krebsbach ist im untersten und die Feisnitz im westlichen Verlauf vom Hagenhausweiher bis zum Übertritt auf Arzberger Gebiet Kommunalgrenze, Grenze der Landkreise Tirschenreuth und Wunsiedel und Regierungsbezirksgrenze zwischen Oberpfalz und Oberfranken.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feisnitz entwässert 26,3 km² etwa westwärts zur unteren Röslau. Das zu mehr als der Hälfte und vor allem im Norden bewaldete Einzugsgebiet hat etwa die Kontur eines Parallelogramms mit je einer langen Seite im Nordnordwesten und Südsüdosten und zwei kurzen im Westen und Osten.

Von der Mündung an zieht die Wasserscheide vor der durch die Feisnitz verstärkten Röslau nordöstlich über den Kohlberg (633 m ü. NHN[6]) und den Sieben-Linden-Berg (643 m ü. NHN[6]) in Richtung auf den Oberkunreuthberg/Výhledy; etwas vor diesem beginnt dann an der anderen Seite das Entwässerungsgebiet des nördlich zur Eger in der Talsperre Skalka laufenden Buchbrunnenbachs (tschechisch Bučinský potok). Vom höchsten Punkt des Einzugsgebietes auf der Spitze des Oberkunreuthbergs (656 m ü. NHN[6]) zieht die Wasserscheide dann südwärts hinab bis etwa Kappel (ca. 600 m ü. NHN[1]) und trennt vom Entwässerungsgebiet des zur Wondreb laufenden Hundsbachs im Osten. An dieser Kapelleneinöde von Waldsassen knickt dann die Grenzlinie um auf die andere Langseite in Richtung Westsüdwesten. Auf ihrem ersten Stück bis zum Lehenbühl (619 m ü. NHN[6]) nördlich von Konnersreuth entwässert auf der anderen Seite der Glasmühlbach zur Wondreb. Danach auf dem zweiten Stück über den Konnersreuther Kalvarienberg (593 m ü. NHN[6]) bis zum Preisberg (635 m ü. NHN[6]) bei Preisdorf konkurriert jenseits die Lausnitz ebenfalls zur Wondreb. Auf dem Preisberg knickt die Grenze wiederum nach rechts ab und trennt nun bis wenig vor der Mündung vom Einzugsgebiet der Kössein im Westen, die etwas oberhalb der Feisnitz ebenfalls in die Röslau mündet.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krebsbach, Oberlauf von Nordosten; wird als Teil des Hauptstrangs angesehen, in seinem Quellbereich gibt es eine Feisnitzquelle mit Namensstein
  • Großer Brunnengraben, von Nordnordwesten;[7]
  • Ruderbach, von links und Osten kurz vor der Grünmühle;[7]
  • Auerbach, von links und Süden kurz nach der Grünmühle; ab hier westlicher Lauf.
  • Passiert den Hagenhausweiher am rechten Ufer bei der Siegelmühle, der von Norden her vom Abfluss des Pechbrunnens gespeist wird
  • (Wassergraben aus Richtung Preisdorf), von links und Süden zwischen Hagenhaus und Dollermühle
  • Durchzieht den über 15 ha großen Feisnitz-Stausee (504/503 m ü. NHN) bei Haid

Mündung der Feisnitz in die Röslau von rechts und zuletzt Südosten zwischen Seußen und Elisenfels auf etwa 472 m ü. NHN.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wasser ist am Oberlauf wegen des Eisenerz führenden Gesteins in der Nähe der Krebsbachquelle eisenhaltig; etwas unterhalb dieser Quelle durchfließt der Bach den „Eisenteich“. Etwas oberhalb wurden die Wüstung Forchheim und eine Wehranlage lokalisiert. Es wird angenommen, dass im Mittelalter in Rennöfen mit dem Holz des Waldes Eisen aus den dortigen Mineralvorkommen gewonnen wurde.

Heute treibt die Feisnitz Mühlen an, speist einige Teiche und dient der Fischerei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Höhe abgefragt auf dem BayernAtlas (Rechtsklick). Siehe bei den → Weblinks.
  2. Länge nach der Gesamttabelle des Gewässerverzeichnisses Bayern, siehe bei den →Weblinks.
  3. Länge abgemessen auf dem BayernAtlas.
  4. Einzugsgebiet nach der Gesamttabelle des Gewässerverzeichnisses Bayern.
  5. Der Feisnitzspeicher, Frankenpost vom 24. März 2004, abgerufen am 6. April 2011
  6. a b c d e f g Höhe in Schwarz eingetragen auf dem BayernAtlas.
  7. a b c d In dieser Version des amtlichen BayernAtlas, die die Suche nach Gewässernamen anbietet und die Funde als Polygonzüge anzuzeigen erlaubt, endet der Krebsbach-Abschnitt des Gesamtlaufs am Zufluss des Großen Brunnenbachs und der Feisnitz-Abschnitt beginnt exakt an dieser Stelle. Der Ruderbach mündet hier also in den schon begonnenen Feisnitz-Abschnitt und frühere hier irrtümlich gemachte Angaben, es gäbe einen weiteren Oberlauf bzw. Quellbach, können nicht bestätigt werden.
  8. Höhe in Blau eingetragen auf dem BayernAtlas.