Feisnitz

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Feisnitz
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Der Feisnitz-Stausee am Südwestfuß des Kohlberges

Der Feisnitz-Stausee am Südwestfuß des Kohlberges

Daten
Gewässerkennzahl DE: 532126
Lage Bayern
Oberpfalz
Landkreis Tirschenreuth
Oberfranken
Landkreis Wunsiedel
Flusssystem Elbe
Abfluss über Röslau → Eger → Elbe → Nordsee
Ursprung Namenslauf:
Zsfls. Krebsbach/Großer Brunnenbach südlich von Schirnding-Seedorf
50° 2′ 18″ N, 12° 14′ 41″ O50.03836944444412.244691666667
Q. des OL Krebsbach:
Rand einer Lichtung südwestlich des Oberkunreuthberg-Gipfels
50° 3′ 7″ N, 12° 16′ 17″ O50.05188055555612.271363888889577
Quellhöhe ca. 577 m ü. NHN[1] 
Q. des Krebsbachs
ca. 535 m ü. NHN[1]
Zsfls. der Quellbäche
Mündung bei Arzberg-Elisenfels von rechts in die Röslau50.04166666666712.166666666667471Koordinaten: 50° 2′ 30″ N, 12° 10′ 0″ O
50° 2′ 30″ N, 12° 10′ 0″ O50.04166666666712.166666666667471
Mündungshöhe ca. 471 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 106 m
Länge ca. 9,7 km[2] mit OL Krebsbach
ca. 7,1 km[3] Namenslauf
Einzugsgebiet 26,28 km²[4]
Kleinstädte Waldsassen nur OL und EZG
Arzberg
Gemeinden Markt Schirnding nur OL und EZG
Markt Konnersreuth

Die Feisnitz ist ein Bach im bayerischen Fichtelgebirge an der Grenze zwischen dem Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und dem oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, der nach einem auf dem Hauptstrang fast 10 km langen Lauf etwa nach Westen beim Arzberger Dorf Elisenfels von rechts in die untere Röslau mündet. Ihr längerer Oberlauf ist der Krebsbach.

Name[Bearbeiten]

Der Name des Baches ist slawischen Ursprungs und bedeutet klares Wasser. Sie wurde urkundlich 1419 zuerst als Festritz erwähnt und später als Feustritz oder Feußnitz.[5]

Geographie[Bearbeiten]

Quellbach Krebsbach[Bearbeiten]

Der Ursprung der Feisnitz-Hauptstrangs ist die Quelle des Krebsbaches

Der längere linke Quellbach Krebsbach der Feisnitz entspringt im Kohlwald am Südhang des auf deutsch Oberkunreuthberg genannten Výhledy am Rande einer Waldlichtung der Stadt Waldsassen auf etwa 577 m ü. NHN und damit etwa einen Kilometer entfernt vom 656 m ü. NHN[6] hohen Berggipfel, der schon jenseits der Landesgrenze in Tschechien liegt. Er verläuft durchwegs südwestlich, nach der Lichtung durchfließt er einige Teiche im Wald, von denen einer „Eisenteich“ genannt wird. Dann unterquert er die Staatsstraße 2178 von Waldsassen nach Arzberg nahe der Grenzlandhütte und speist wiederum einige Waldteiche. Am Rand der Rodungsinsel des Schirndinger Weilers Seedorf erreicht er die Grenze zum Landkreis Wunsiedel und fließt dann am Südrand der Flurinsel mit dem rechten Quellbach zusammen.

Quellbach Großer Brunnengraben[Bearbeiten]

Der rechte Quellbach Großer Brunnengraben entspringt nordnordwestlich von Seedorf auf Schirndinger Gebiet im Arzberger Forst nahe dem Großenbrunnen auf etwa 566 m ü. NHN. Er fließt anfangs südwärts, erreicht, nachdem er einen Zipfel des Arzberger Waldgebietes durchschnitten hat, den Rand der Rodungsinsel und verläuft mit etwas Abstand vom Wald an deren südwestlichem Rand entlang. Auf etwa 535 m ü. NHN vereint er sich mit dem Krebsbach zur Feisnitz.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Feisnitz tritt neben zwei Teichen ins Gebiet von Konnersreuth ein und nimmt bald von links den von Osten kommenden Ruderbach auf, der am Südfuß des Haselrangens im Münchenreuther Forst seinen kurzen Lauf an etlichen Kleinteichen im Wald vorbei beginnt. Die Feisnitz ist dort schon fast in westliche Laufrichtung umgeschwenkt, die sie lange einhält.

Sie passiert unweit der Wald- und zugleich Kommunalgrenze von Arzberg und Landkreisgrenze im Norden, oft auch auf ihr, die Konnersreuther Einöden Grünmühle, wo der kurze Auerbach vom Dorf Grün im Süden her zufließt, Lippertsmühle und Siegelmühle, die wie das Hagenhaus gegenüber am Hagenhausweiher liegt. Dieser wird auch von einem kurzen Bach von rechts gespeist, der am Hang des Sieben-Linden-Bergs entspringt. Die folgende Dollermühle bekommt ihr Wasser von einem Abfluss des Hagenhausweihers und von einem recht langen Zulauf aus dem Süden, der nicht sehr weit vom Arzberger Dorf Preisdorf in Gestalt einer Kleinteichkette beginnt. Etwas unterhalb des Mühlkanalrücklaufs tritt die Feisnitz nach der Brandmühle in Arzberger Gebiet ein.

Etwas unterhalb davon fließt sie am Südfuß des Kohlbergs westwärts über die Vorsperre in die Hauptsperre des Feisnitz-Stausees, dessen Wasserspiegel auf 503 m ü. NHN[7] liegt. Er ist zusammen mit der Vorsperre fast 1,5 km lang und bedeckt eine Fläche von über 15 Hektar. Der Staudamm quert das Tal nach einem Knick nach rechts. Die Feisnitz verlässt den Stausee im erstmals engeren Tal nordwärts und mündet nach zwei kurzen Mäandern von rechts und Osten auf etwa 471 m ü. NHN[1] kurz vor dem kleinen Arzberger Dorf Elisenfels in die untere Röslau.

Die Feisnitz ist ab dem Zusammenfluss ihrer Quellbäche etwa 7,1 km, der Hauptstrang ab der Quelle des Krebsbachs 9,7 km lang. Dort hat sie ein mittleres Sohlgefälle von fast 11 ‰. Der Krebsbach ist im untersten und die Feisnitz im westlichen Verlauf vom Hagenhausweiher bis zum Übertritt auf Arzberger Gebiet Kommunalgrenze, Grenze der Landkreise Tirschenreuth und Wunsiedel und Regierungsbezirksgrenze zwischen Oberpfalz und Oberfranken.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Die Feinsitz entwässert 26,3 km² etwa westwärts zur unteren Röslau. Das zu mehr als der Hälfte und vor allem im Norden bewaldete Einzugsgebiet hat etwa die Kontur eines Parallelogramms mit je einer langen Seite im Nordnordwesten und Südsüdosten und zwei kurzen im Westen und Osten.

Von der Mündung an zieht die Wasserscheide vor der durch die Feisnitz verstärkten Röslau nordöstlich über den Kohlberg (633 m ü. NHN[6]) und den Sieben-Linden-Berg (643 m ü. NHN[6]) in Richtung auf den Oberkunreuthberg/Výhledy; etwas vor diesem beginnt dann an der anderen Seite das Entwässerungsgebiet des nördlich zur Eger in der Talsperre Skalka laufenden Buchbrunnenbachs (tschechisch Bučinský potok). Vom höchsten Punkt des Einzugsgebietes auf der Spitze des Oberkunreuthbergs (656 m ü. NHN[6]) zieht die Wasserscheide dann südwärts hinab bis etwa Kappel (ca. 600 m ü. NHN[1]) und trennt vom Entwässerungsgebiet des zur Wondreb laufenden Hundsbachs im Osten. An dieser Kapelleneinöde von Waldsassen knickt dann die Grenzlinie um auf die andere Langseite in Richtung Westsüdwesten. Auf ihrem ersten Stück bis zum Lehenbühl (619 m ü. NHN[6]) nördlich von Konnersreuth entwässert auf der anderen Seite der Glasmühlbach zur Wondreb. Danach auf dem zweiten Stück über den Konnersreuther Kalvarienberg (593 m ü. NHN[6]) bis zum Preisberg (635 m ü. NHN[6]) bei Preisdorf konkurriert jenseits die Lausnitz ebenfalls zur Wondreb. Auf dem Preisberg knickt die Grenze wiederum nach rechts ab und trennt nun bis wenig vor der Mündung vom Einzugsgebiet der Kössein im Westen, die etwas oberhalb der Feisnitz ebenfalls in die Röslau mündet.

Nutzung[Bearbeiten]

Das Wasser ist am Oberlauf wegen des Eisenerz führenden Gesteins in der Nähe der Krebsbachquelle eisenhaltig; etwas unterhalb dieser Quelle durchfließt der Bach den „Eisenteich“. Etwas oberhalb wurden die Wüstung Forchheim und eine Wehranlage lokalisiert. Es wird angenommen, dass im Mittelalter in Rennöfen mit dem Holz des Waldes Eisen aus den dortigen Mineralvorkommen gewonnen wurde.

Heute treibt die Feisnitz Mühlen an, speist einige Teiche und dient der Fischerei.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Höhe abgefragt auf dem BayernAtlas (Rechtsklick). Siehe bei den → Weblinks.
  2. Länge nach der Gesamttabelle des Gewässerverzeichnisses Bayern, siehe bei den →Weblinks.
  3. Länge abgemessen auf dem BayernAtlas.
  4. Einzugsgebiet nach der Gesamttabelle des Gewässerverzeichnisses Bayern.
  5. Der Feisnitzspeicher, Frankenpost vom 24. März 2004, abgerufen am 6. April 2011
  6. a b c d e f g Höhe in Schwarz eingetragen auf dem BayernAtlas.
  7. Höhe in Blau eingetragen auf dem BayernAtlas.