Konnersreuth

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Konnersreuth (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Konnersreuth
Konnersreuth
Deutschlandkarte, Position des Marktes Konnersreuth hervorgehoben
Koordinaten: 50° 1′ N, 12° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Höhe: 573 m ü. NHN
Fläche: 23,32 km²
Einwohner: 1805 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95692
Vorwahl: 09632
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 131
Marktgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstr. 17
95692 Konnersreuth
Webpräsenz: www.konnersreuth.de
Bürgermeister: Max Bindl (FW)
Lage des Marktes Konnersreuth im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Lenauer Forst Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienKarte
Über dieses Bild
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Konnersreuth ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konnersreuth liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord an den nordöstlichen Ausläufern des Steinwaldes zwischen Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald nahe der Grenze zu Tschechien und dem Grenzübergang nach der Stadt Cheb (Eger) in Westböhmen.

Zur Planungsregion Oberpfalz Nord gehören die Gemarkungen: Kondrau, Konnersreuth, Pechbrunn und Pleußen und die Orte Fockenfeld, Groppenheim, Höflas, Grün, Neudorf und Rosenbühl.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 17 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konnersreuth wurde erstmals im Jahre 1218 in einer Urkunde des Klosters Waldsassen erwähnt, gehörte zur umfangreichen Grundherrschaft des nahe gelegenen Klosters und teilte dessen historisches Schicksal mit Verwüstungen und Glaubenswechseln. 1468 erhielt Konnersreuth das Marktrecht und der Gutshof Fockenfeld, das spätere Kloster Fockenfeld war der Sitz einer Blutgerichtsbarkeit und eines Unteren Gerichts des Klosters Waldsassen. Im Jahre 1556 wurde das Gut Fockenfeld von dem Kurfürsten Ottheinrich von Wittelsbach, der das evangelisch-lutherische Bekenntnis angenommen hatte, säkularisiert und kam in Privatbesitz. In einem Türkensteueranlagebuch der Reichstürkenhilfe des Jahres 1567 (Staatsarchiv Amberg) sind die steuerpflichtigen Ansässigen der Gemeinde Konnersreuth ersichtlich.

Die Familie Sölch (Salich, Solich, Seelch u.ä) war durch Generationen mit beachtlichem Grundbesitz in Konnersreuth, auf der Liebertsmühl bei Konnersreuth (Helene Bruscha, Annelies Sölch: Stammfolge Sölch aus Zettendorf, Kreis Eger in Böhmen, Februar 1993, Seite 24 ff. Eine Kopie des maschinenschriftliches Manuskripts im Wiener Stadt- und Landesarchiv, Magistratsabteilung 8, Dienststellenleitung) und bis 1647 auf dem Gutshof Fockenfeld ansässig. [3]. Durch eine Verwaltungsreformen im Königreich Bayern vor 1818 entstand die heutige Gemeinde Konnersreuth.

Bekannt wurde Konnersreuth durch die angeblich stigmatisierte Therese Neumann („Resl von Konnersreuth“), Tochter eines Schneiders in Konnersreuth und Bauernmagd. Vor ihrem Tod im Jahre 1962 wurde auf ihre Initiative und mit ihr zugedachten Spendengeldern der Besucher, Bittsteller und nach den Zukunftsaussichten Fragenden das in der Nähe von Konnersreuth gelegene Gut Fockenfeld mit dem um das Jahr 1750 ausgebauten Mittelbau, dem Schloss Fockenfeld, von der Fabrikantenfamilie Bahner aus Oberlungwitz in Sachsen gekauft und in dem Gebäudekomplex das Kloster Fockenfeld gegründet. Das Kloster Theresianum in Konnersreuth entstand nach dem Tod der Therese Neumann, ebenfalls durch Spendengelder finanziert.

Siehe auch: Burgstall Konnersreuth

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Kondrau eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam ein Teil von Pleußen hinzu.[4]


Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ca. 1780: 954
  • 1970: 2031
  • 1987: 1825
  • 2000: 2012
  • 2011: 1886

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2008 Max Bindl (FW).

Der Marktgemeinderat hat 15 Mitglieder:

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 887.000 Euro, davon waren umgerechnet 372.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden nebeneinander drei grüne Tannenbäume, vor denen ein roter Hirsch springt.“

Das Wappen ist seit 1468 bekannt und wurde 1978 erneuert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geburtshaus der Therese Neumann, umgebaut und vergrößert im Jahr 2005, ehemals ein bescheidenes Einzelhaus mit einer Handwerksstube der Familie Neumann und ihr Grab auf dem Friedhof in Konnersreuth
  • Spätbarocke-Pfarrkirche St. Laurentius mit einem Zwiebelturm
  • Schloss Fockenfeld im Kloster Fockenfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Land- und Forstwirtschaft und im Handel und Verkehr hatte Konnersreuth 1998 keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In der Produktion waren 637 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer gemeldet. Im verarbeitenden Gewerbe waren neun Betriebe tätig, im Bauhauptgewerbe vier Firmen. Zudem bestanden im Jahr 1999 51 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1395 Hektar. Davon waren 982 Hektar Ackerfläche und 413 Hektar Dauergrünfläche.[5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • 75 Kindergartenplätze mit 79 Kindern in Konnersreuth
  • eine Grund- und Hauptschule (Volksschule) für Jungen und Mädchen mit neun Lehrern und 162 Schülern in Konnersreuth
  • eine staatliche Hauptschule für Jungen und Mädchen in Waldsassen
  • eine staatliche Realschule für Jungen in Waldsassen
  • eine katholische private Realschule für Mädchen im Kloster Waldsassen
  • ein katholisches privates Gymnasium für Jungen im Kloster Fockenfeld mit acht Lehrern und 58 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heribert Sturm: Konnersreuth 500 Jahre Markt, Waldsassen 1971
  • Lena Panzer: Konnersreuth und seine Orte der Verehrung. Zur Topographie eines Kultes in der Gegenwart. Examensarbeit der Fächer Volkskunde/Ethnologie, Jena 2009, online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Konnersreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Konnersreuth, M. Bayerische Bibliothek Online, abgerufen am 15. Juni 2014.
  3. Stammfolge Sölch aus Zettendorf, Kreis Eger in Böhmen, Deutsches Geschlechterbuch Band 214 (58. Allgemeiner Band), 2002, C. A. Starke Verlag Limburg an der Lahn, ISBN 3-7980-0214-2, dort: Seite 1023 bis 1026; Zettendorf ist das heutige Cetnov, ein Ortsteil von Cheb
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.
  5. Mitteilung der Gemeindeverwaltung