Felix Meiner Verlag

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Felix Meiner Verlag GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1911
Sitz Hamburg, Deutschland
Leitung Manfred Meiner
Mitarbeiter 12 (2011)[1]
Umsatz 2 Millionen Euro (2011)[2]
Branche Buchverlag
Website www.meiner.de

Der Felix Meiner Verlag ist ein deutscher wissenschaftlicher Verlag im Fachgebiet Philosophie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag wurde 1911 von Felix Meiner (1883–1965) in Leipzig gegründet. Im selben Jahr wurde die 1868 ins Leben gerufene Philosophische Bibliothek übernommen. In den Jahrzehnten seines Bestehens hat der Verlag ein rein geisteswissenschaftliches Programm verfolgt. Seit 1951 ist er in Hamburg ansässig.

1992 wurde der auf Lehr- und Wörterbücher spezialisierte Helmut Buske Verlag hinzuerworben.

Der Verlag ist wirtschaftlich selbständig und wird heute in dritter Generation als Familienunternehmen geführt. Der Verlag gilt als „eine erste Adresse für philosophisch Interessierte“.[3]

Der Verlag ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Verlagsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelpunkt der Verlagsarbeit steht die seit 1868 erscheinende Philosophische Bibliothek, die kontinuierlich erweitert und deren Ausgaben bei Neuauflagen dem jeweiligen Forschungsstand angepasst werden. Derzeit sind rund 350 Texte zur Philosophiegeschichte lieferbar, insgesamt sind über 1200 Bände erschienen [4].

Ferner erscheinen beim Meiner Verlag Gesamtausgaben und historisch-kritische Editionen, wie z.B. die Werke- und die Nachlassausgabe von Ernst Cassirer, die Akademieausgaben der Werke von G. W. F. Hegel und Nikolaus von Kues, die Werke von F. H. Jacobi oder die Tagebücher F. W. J. Schellings.

Im Bereich der wissenschaftlichen Monographien werden historisch-systematisch ausgerichtete Arbeiten sowie Modelle philosophischer Forschung veröffentlicht. Darunter sind die „Cassirer-Forschungen“, die „Hegel-Studien“, die vom Marburger Kant-Archiv herausgegebenen „Kant-Forschungen“, die „Studien zum 18. Jahrhundert“, die Reihe „Topos Poietikos“ sowie die Reihe „Paradeigmata“. Zeitschriften runden das Programm ab.

Zurzeit sind rund 800 Titel lieferbar. Jährlich werden etwa 30 bis 40 Neuerscheinungen und Neuauflagen veröffentlicht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Felix Meiner, in: Internationales Biographisches Archiv 45/1965 vom 1. November 1965, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Ceterum censeo… Bemerkungen zu Aufgabe und Tätigkeit eines philosophischen Verlegers. Richard Meiner zum 8. April 1983. Privatdruck aus Anlass des 65. Geburtstages von Richard Meiner. Meiner, Hamburg 1983.
  • Rainer A. Bast: Meiner, Felix. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 663 f. (Digitalisat).
  • Rainer A. Bast: Die philosophische Bibliothek : Geschichte und Bibliographie einer philosophischen Textreihe seit 1868. Meiner, Hamburg 1991. ISBN 3-7873-0933-0.
  • Rainer A. Bast: Die Buchhändler-Familie Meiner. Ein Beitrag zur Buchhandelsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Dinter, Köln 1997. ISBN 3-924794-32-4.
  • Sigrun Matz: Der Felix-Meiner-Verlag. Untersuchung des Verlagsangebotes im Internet und Bestandsüberprüfung an ausgewählten wissenschaftlichen Bibliotheken in Hamburg. Hamburg 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Felix Meiner Verlag Hamburg wird 100 Jahre alt: Eine Pflicht zur philosophischen Betrachtung. Website der Berliner Zeitung. Abgerufen am 4. Januar 2012.
  2. Meiner-Verlag – Das Geschäft mit der Philosophie. Website der Deutschen Welle. Abgerufen am 4. Januar 2012.
  3. Jens Bisky: Wie haben Sie das gemacht, Herr Philosoph? Ein internationaler Kongress würdigt in Bochum die Akademie-Ausgabe der Werke Georg Wilhelm Friedrich Hegels. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2016, S. 12.
  4. siehe den Bestand der Reihe in der Deutschen Nationalbibliothek unter http://d-nb.info/012894796