Deutscher Verlagspreis

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Der Deutsche Verlagspreis ist ein seit 2019 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehener Preis, der mit insgesamt über einer Million Euro dotiert ist. Er soll die „wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit kleiner, unabhängiger Verlage in Deutschland“ stärken.[1]

Ausgelobt wurde der Preis durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Jeweils drei Verlage erhalten ein Gütesiegel sowie den Spitzenpreis von 60 000 Euro, bis zu 60 weitere Verlage erhalten neben einem Gütesiegel jeweils 15 000 Euro. Drei Verlage mit einem Umsatz von mehr als 3 Millionen Euro erhalten ein undotiertes Gütesiegel.[2]

Die Auswahl aus den 312 Bewerbungen nahm eine unabhängige Jury unter der Führung des Literaturkritikers Denis Scheck vor. Die Preise des Jahres 2019 wurden am 18. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Die Spitzenpreise gingen an den Hädecke Verlag, kookbooks und Spector Books.[3]

Dotierte Preise gingen an die Verlage Alexander, Argobooks, Argument, ars vivendi, AvivA, Berenberg, binooki, Buchkinder, Buchkunst Kleinheinrich, cass, CulturBooks, Deutscher Architektur Verlag, Edition Assemblage, Edition Faust, Edition Nautilus, Elfenbein, Felix Meiner, FVA, Guggolz, Anton Hirsemann, Jacoby & Stuart, konkursbuch, Kröner, Kulturverlag Kadmos, kunstanstifter, Lehmstedt, Liebeskind, Lilienfeld, Mabuse, mairisch, mare, Maro, Matthes & Seitz Berlin, mikrotext, MDV, Mixtvision, Peter Hammer, Poetenladen, Psychiatrie, Reprodukt, Schirmer/Mosel, Schöffling & Co., Secession, speak low, supposé, Theater der Zeit, Transit, Tulipan, VBB, Ventil, Verbrecher, Wunderhorn, Hermann Schmidt, Wagenbach, Verlagshaus Berlin, Klostermann, Voland & Quist, Walde + Graf, Weidle und zu Klampen. Die undotierten Preise gingen an die Wissenschaftliche Buchgesellschaft, den Schwaneberger Verlag, den Reclam-Verlag sowie die Edition Michael Fischer.[2]

Kriterien für die Preisvergabe sind das verlegerische Profil, kulturelles Engagement, innovative und digitale Projekte sowie die Qualität der verlegerischen Arbeit.[1]

Verlage können sich um die Teilnahme bewerben. Zugelassen zur Teilnahme sind alle Verlage mit Sitz in Deutschland, die konzernunabhängig sind, seit mindestens drei Jahren bestehen und mindestens vier Titel pro Jahr von verschiedenen Autoren herausgebracht haben. Dotierte Gütesiegel erhalten nur Verlage mit einem Umsatz von weniger als 3 Millionen Euro. Verlage, die den Spitzenpreis erhalten haben, sind im Jahr darauf nicht teilnahmeberechtigt. Die Preisgelder der dotierten Preise dürfen nicht für private Zwecke verwendet werden.[1]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Teilnahmebedingungen und Verfahrensregeln, www.deutscher-verlagspreis.de, 29. März 2019, abgerufen 28. September 2019
  2. a b Preisträger des ersten Deutschen Verlagspreises ausgezeichnet / „Leuchttürme unserer vielfältigen Literaturlandschaft“. Abgerufen am 19. September 2019.
  3. Deutscher Verlagspreis: Hauptpreise gehen an Hädecke, kookbooks und Spector Books. In: buchmarkt.de. 18. Oktober 2019, abgerufen am 19. Oktober 2019.