Felsen-Ehrenpreis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Felsen-Ehrenpreis
Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans)

Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans)

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Tribus: Veroniceae
Gattung: Ehrenpreis (Veronica)
Art: Felsen-Ehrenpreis
Wissenschaftlicher Name
Veronica fruticans
Jacq.

Der Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans) ist eine Pflanzenart in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Felsen-Ehrenpreis wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 cm. Der Stängel am Grunde holzig und kurz behaart. Die Laubblätter sind meistens sitzend oder weisen einen sehr kurzen Blattstiel auf. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 0,5 bis 2 cm schmal- bis breit-oval und ganzrandig oder fein gezähnt.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Meist vier bis sechs Blüten sind in lockeren, endständigen, traubigen Blütenständen angeordnet. Der Kelch und die Blütenstiele sind behaart, weisen aber keine Drüsen auf. Die Blütenkrone ist dunkelblau und weist einen weißen Schlund auf. Die Kapselfrucht ist breit-oval, abgeflacht und kaum ausgerandet. Der Griffel ist fast so lang wie die Frucht.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[1]

Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans)

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Felsen-Ehrenpreises umfasst Europa und Grönland.[2]

Der Felsen-Ehrenpreis kommt an steinigen Hängen und in alpinen Weiden der Alpen vor. Er gedeiht in subalpinen und alpinen Zone bis in Höhenlagen von 2390 Meter. Er ist eine Charakterart der Klasse der Felsspalten- und Mauerfugen-Gesellschaften (Asplenietea trichomanes) und kommt vor allem in Gesellschaften des Androsacion vandellii vor, im Schwarzwald speziell im Woodsio-Asplenietum septentrionalis. In den Alpen kommt er vor allem in Gesellschaften des Verbands Festucion variae, aber auch in steinigen Borstgrasweiden (Nardion), in Gesellschaften des Verbands Sedo-Scleranthion und in Krummseggenrasen (Caricion curvulae) vor.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  •  Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Felsen-Ehrenpreis. In: FloraWeb.de.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b  Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 839.
  2. Veronica fruticans im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien