Fliegerhorst Kolberg

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Lotnisko Kolobrzeg-Bagicz
Fliegerhorst Kolberg
OLDSOVIETAIRBASE.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EPKG
Koordinaten

54° 12′ 1″ N, 15° 41′ 3″ OKoordinaten: 54° 12′ 1″ N, 15° 41′ 3″ O

Höhe über MSL 6 m (20 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 9 km östlich von Kołobrzeg/Kolberg
Straße DK11
(früher R160)
Basisdaten
Eröffnung 1936
Betreiber Lotnisko Bagicz Sp. z o.o.
(früher Luftwaffe)
Start- und Landebahn
07/25 892 m × 40 m Beton

i1 i3


i7 i10 i12 i14

Der Fliegerhorst Kolberg war ein Fliegerhorst der Luftwaffe der Wehrmacht nahe der Stadt Kołobrzeg/Kolberg bei Bagicz/Bodenhagen in der damaligen Provinz Pommern und heute in der Woiwodschaft Westpommern. Der heutige Verkehrslandeplatz, Lotnisko Kolobrzeg-Bagicz liegt direkt an der Ostsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegerhorst wurde zwischen 1935 und 1936 bei Kolberg neu angelegt, und zwar direkt an der Ostsee auf dem Gebiet der Gemeinde Bodenhagen. Die Start- und Landebahn hatte einen Grasuntergrund. Im Südosten des Fliegerhorstes schlossen sich vier große Flugzeughangars und ein großer Reparaturhangar an. Hier befanden sich auch weitere Wirtschafts- und Unterkunftsgebäude. Als erste fliegende Einheit war hier, ab April 1938, die IV. (Ergänzungs-) Gruppe des Kampfgeschwaders 152 stationiert. Beim deutschen Überfall auf Polen, im September 1939, lag die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 1 hier. Auch waren hier von 1939 bis 1945 verschiedene Flugzeugführer- und eine Bordschützenschule untergebracht.

Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung aller fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe die hier zwischen 1938 und 1945 stationiert waren.[1]

Von Bis Einheit Ausrüstung
April 1938 April 1939 IV./KG 152 (IV. Gruppe des Kampfgeschwaders 254) Junkers Ju 86, Heinkel He 111
Mai 1939 Oktober 1939 Stab, I./KG 1 Heinkel He 111H
1943 1944 Teile der III./NJG 5 (III. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 5) Messerschmitt Bf 110G-4
September 1943 September 1943 IV./TG 1 (IV. Gruppe des Transportgeschwaders 1) Junkers Ju 52/3m
Februar 1944 September 1944 IV./KG 26 Junkers Ju 88A-4
November 1944 Januar 1945 7./KG 200 (7. Staffel des Kampfgeschwaders 200)
Dezember 1944 Februar 1945 Stab, 1./NAGr. 3 (Stab und 1. Staffel der Nahaufklärungsgruppe 3) Messerschmitt Bf 109G-8
Januar 1945 Februar 1945 Wekusta 26 Junkers Ju 88D-1
Januar 1945 Februar 1945 Stab/FAGr. 2 (Stab der Fernaufklärungsgruppe 2) Junkers Ju 188D-2
Januar 1945 Januar 1945 Aufkl.St. 2.(F)/Nacht
Januar 1945 Februar 1945 3.(F)/Aufkl.Gr. 22 (3. Staffel der Fernaufklärungsgruppe 22) Junkers Ju 188D-2, Ju 188F-1
Januar 1945 Februar 1944 1.(F)/Aufkl.Gr. 122 Messerschmitt Me 410A-3, Me 410B-3,
Januar 1945 Februar 1945 Nahaufkl.St. 4./31
Februar 1945 März 1945 III./SG 1 (III. Gruppe des Schlachtgeschwaders 1) Henschel Hs 129B-2

Volksrepublik Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. März 1945 besetzten polnische und sowjetische Truppen das Gelände des Fliegerhorstes. Seit 1946 gehörte Kołobrzeg zur polnischen Woiwodschaft Koszalin, seit 1999 zur Woiwodschaft Westpommern. Die sowjetische Luftwaffe nutzte den Flugplatz bis zum 28. Mai 1992. Seitdem war das Gelände größtenteils verwaist, einzelne Hangars wurden u. a. als Clubräume genutzt.

Dritte Polnische Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2012 wird das Gelände wieder offiziell als Flugplatz für die Allgemeine Luftfahrt genutzt (siehe AIP VFR Polen vom 18. Oktober 2012). Der Platz kann unter Sichtflugbedingungen (VFR) für Starts und Landungen genutzt werden. Eine Tankmöglichkeit besteht jedoch nicht (Stand: Juni 2016). Eine umfassende Renovierung und Erweiterung ist geplant.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bagicz Airfield – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–45 Germany (1937 Borders), S. 345–347, abgerufen am 29. August 2014.
  2. [1]