Florence Rena Sabin

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Florence Rena Sabin, um 1922

Florence Rena Sabin (* 9. November 1871 in Central City, Colorado, USA; † 3. Oktober 1953 in Denver) war eine US-amerikanische Ärztin und Wissenschaftlerin.

Sabin ist dafür bekannt, Frauen den Zugang in die medizinische Forschung verschafft zu haben. Nach ihrem Abschluss am Smith College im Jahr 1893 arbeitete sie zuerst als Lehrerin für Mathematik und Zoologie, um sich ihr Medizinstudium an der Johns-Hopkins-Universität finanzieren zu können. Nachdem sie 1901 ihr Doktoratsstudium erfolgreich abgeschlossen hatte, erhielt sie 1917 als erste Frau eine Professur an der medizinischen Fakultät der Johns-Hopkins-Universität und wurde schließlich auch die Direktorin des Anatomischen Instituts. Sie wurde, nach der Zulassung von weiblichen Mitgliedern 1924, Fellow der National Academy of Sciences. Im gleichen Jahr wurde Florence Sabin die erste weibliche Präsidentin der American Association of Anatomists.

Als erste Frau wurde ihr die Leitung eines weltweit führenden wissenschaftlichen Instituts, des Rockefeller-Instituts in New York, übergeben. Sabin erforschte vor allem die zelluläre Zusammensetzung des Blutes und des Hirngewebes und erkundete neue Heilmethoden gegen Tuberkulose. Nachdem sie 1938 in ihren Heimatstaat Colorado zurückgekehrt war, setzte sie sich verstärkt für die Verbesserung des öffentlichen Gesundheitssystems ein.

In der Ruhmeshalle des Kapitols in Washington wurde 1960 ihre Büste aufgestellt, als bedeutendste Repräsentantin des Staats Colorado.

Literatur[Bearbeiten]

Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 401.