Florián Zajíc

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Florián Zajíc im Jahre 1890

Florián Zajíc (* 4. Mai 1853 in Unhošť, Böhmen; † 17. Mai 1926 in Berlin) war ein tschechischer Violinist und Musikpädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zajic wuchs als Kind verarmter Eltern, Jakob Zajic und Vileminy Kovarfik in Böhmen auf. Nur mit Hilfe von Stipendien konnte er für acht Jahre Violine bei Moritz Mildner und Antonin Bennewitz am Prager Konservatorium studieren. Nach seiner Ausbildung wurde er zunächst Mitglied des Augsburger Theaterorchesters, später Konzertmeister in Mannheim, Straßburg (ab 1881) und Hamburg (ab 1889), wo er auch als Lehrer von Paul Dessau wirkte. Zajic folgte 1891 Émile Sauret als Violinlehrer ans Stern’sche Konservatorium in Berlin, wo er später zum Professor berufen wurde. Am 1. Oktober 1895 trat er in den Lehrkörper des Berliner Konservatoriums Klindworth-Scharwenka ein.

Er spielte auf der als „Heifetz ex David“ berühmt gewordenen Del Gésu Geige aus dem Jahre 1740. Diese hatte er 1885 aus dem Nachlass von Ferdinand David erworben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Einstein (Hrsg.): Hugo Riemanns Musiklexikon, 2 Bände, Berlin 1929 (11. Auflage)