FoodNotify

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FoodNotify
FoodNotify logo transparent.png
FoodNotify Screenshot System 8.8.16.png
Basisdaten
Entwickler FoodNotify GmbH
Erscheinungsjahr 2014
Aktuelle Version Version 4
Betriebssystem Plattformunabhängig,
Programmiersprache PHP, Java Script, mysql
Kategorie Gastronomie Software ERP
Lizenz Proprietär
deutschsprachig Ja
www.foodnotify.com

FoodNotify (aus englisch food „Nahrungsmittel“ und to notify „Benachrichtigung“) ist eine Software, die als Cloudlösung für gastronomisches Rezeptmanagement, Bestellsystem, Warenwirtschaft und die Erstellung verordnungskonformer Speisekarten von der FoodNotify GmbH betrieben wird. Die Software erfüllt die EU-Lebensmittel-Informationsverordnung und deckt die gesetzliche Regelung für Deutschland, Österreich und die Schweiz ab. Die gesamten administrativen Abläufe der Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung wie Bestellung - Lagerverwaltung - Rezepterfassung und - Kalkulation - Kassenverbindung - Speisekarten werden durch FoodNotify digitalisiert und so vereinfacht. FoodNotify wurde bereits in mehreren Tages -, Fachzeitungen und Magazinen vorgestellt (Kronen Zeitung [1], Kurier[2]).

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zugangskonto:
FoodNotify ist eine Cloudlösung, bei der Nutzer zuerst ein FoodNotify-Konto (engl. „account“) anlegen müssen, um den Dienst verwenden zu können. Neuen Nutzern wird ein kostenloses, 30-tägiges Testkonto zur Verfügung gestellt. Das Konto kann von beliebig vielen Endgeräten genutzt werden.
  • Rezeptmanagement - Allergen - Nährwert und Herkunftskennzeichnung:
Mit dem Webservice von FoodNotify können neben bereits vorhandenen Rezepten auch eigene Rezepte vom Nutzer angelegt werden. Dafür steht dem Nutzer eine Artikeldatenbank mit über 950.000 Artikel zur Verfügung. Die Artikeldatenbank speist sich aus den Datenbanken der Gastronomiegroßhändler, die an FoodNotify angebunden sind und täglich ihre Artikeldaten übertragen und aktualisieren. Auf Basis dieser Daten werden die Rezepte des Nutzers auf Allergene, Nährwerte und Zusatzstoffe geprüft und gekennzeichnet. Das, dem Gesetz nach, verpflichtende Produktblatt wird bei der Erfassung des Rezeptes automatisch erstellt.
  • Unabhängige Bestellplattform:
Neben der Rezepterstellung und -verwaltung kann der User über FoodNotify seinen Warenbedarf bestellen. Dabei fungiert FoodNotify als unabhängige Metabestellplattform, auf der der Nutzer die Zugangskonten seiner unterschiedlichen Großhändler bei FoodNotify hinterlegt und dann aus dem System heraus, zu seinen persönlichen Konditionen und ohne Aufschlag, bestellen kann. Möglich ist das bei allen Großhändlern und regionalen Spezialitätenanbietern, die einen Kooperationsvertrag mit FoodNotify haben. Für Ketten- und Kantinenbetriebe gibt es darüber hinaus noch die Möglichkeit mehrere Bestellkonten mit unterschiedlichen Berechtigungen zu erstellen. So können Kettenbetriebe ihr Bestellmanagement mit FoodNotify organisieren.
  • Speisenkalkulation und Mengenrechner:
Der Nutzer kann mit FoodNotify seinen Wareneinsatz sowie seinen Deckungsbeitrag vollautomatisch errechnen. Das geschieht ebenfalls auf Basis des direkten Datenaustausches der Preise und Artikel mit den Großhändlern. Neben der Speisenkalkulation besteht weiter die Möglichkeit, auch die Mengen der Zutaten mit einem Klick auf die gewünschte Portionsmenge aufzurechnen. Die benötigen Zutatenmengen können dann über die Bestellplattform direkt geordert werden. 
  • Speisekartensteller:
Schließlich kann der User aus seinen erfassten Rezepten Speisekarten erstellen. Diese Speisekarten weisen Allergene, Nährwerte und alle anderen gesetzlich geforderten Informationen der Speisen automatisch aus. Für die Speisekarten bietet FoodNotify mehrere Designvorlagen, die der User nach Wunsch individualisieren kann.
  • Warenwirtschaft:
Im Jänner 2018 hat FoodNotify ein weiteres Modul einer automatisierten Warenwirtschaft vorgestellt. Der Warenfluss eines Restaurants wird dabei mit Hilfe der Anbindung an ein elektronisches Kassensystem einerseits und den Lieferanten andererseits stark digitalisiert. Der Nutzer kann so einen errechneten Lagerstand abfragen und viele andere wichtige, wirtschaftliche Kennzahlen seines Betriebes auf einen Blick einsehen.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FoodNotify benutzt ein Freemium- und Software-as-a-Service-Modell. Das Gesamtsystem steht mit der Beschränkung von 30 Tagen zur Verfügung. Erweiterte oder zusätzliche Funktionen sind Teil eines Premium-Angebots. Die Lizenzgebühren werden über ein Abonnement-Modell erwirtschaftet.Die Abonemments sind monatlich zu bezahlen und staffeln sich in fünf Abonnementpläne: Mini, Basis, Plus, Professional und Expert. Bei den unterschiedlichen Premium-Plänen können unterschiedlich viele Nutzer, Rezepte, Sprachen, Großhändleranbindungen und andere Features verwendet werden. Mit den Premium-Plänen wir den verschiedenen Anforderungen der unterschiedlichen Gastronomiebetrieben Rechnung getragen. FoodNotify zählt im DACH-Raum bereits mehr als 800 Kunden, die einen Premium-Plan abonniert haben.

Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webbrowser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2014 veröffentlichte FoodNotify die webbasierte Software.

Mobile Geräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren Apps für Android, iOS.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigentliche Idee des im April 2014 ursprünglich als „CookWanted GmbH“ und im Februar 2017 auf "FoodNotify GmbH" geänderten Unternehmens war es, eine Rezeptplattform für Endkunden zu entwickeln. Dieses Projekt scheiterte jedoch an einer nicht erhaltenen Förderung im Juni 2014. Im Anschluss richtete sich das Start-Up strategisch neu aus und fokussierte sich auf die digitale Erfüllung der Lebensmittelinformationsverordnung [(Nr. 1169/2011 – LMIV)] Diese Neuausrichtung entsprach den Zeichen der Zeit und löste ein damals aktuelles und bis dahin ungelöstes Problem der Gastronomie: die Lebensmittelinformationsverordung. Mit dem neuen Fokus des Unternehmens klappte es auch mit der Förderung: INiTS, ein universitärer Inkubator, unterstützte „FoodNotify“[3].

Ab November 2014 bot FoodNotify den Gastronomen online die zu diesem Zeitpunkt innovative und einzigartige Möglichkeit Allergene, Zusatzstoffe und Nährwerte ihrer Speisen auszuweisen. Mit diesem Angebot konnten die Gastronomen leichter der von der Europäischen Union erlassenen „Allergenkennzeichnungs-Pflicht“[4][(Nr. 1169/2011 – LMIV)] entsprechen. Dieses Lösungsangebot machte FoodNotify rasch in einer breiteren Öffentlichkeit bekannt[5]. Große Aufmerksamkeit erlangte das Unternehmen, indem es bereits im Jahr 2015 einen Kooperationsvertrag[6] mit der ebenfalls auf das Wiener Start-Up aufmerksam gewordene Großhandelsunternehmen Metro Cash & Carry [7]unterzeichnete. Aufgrund des Erfolges in Österreich wurde das Konzept 2016 auch von METRO Deutschland [8]übernommen[9]. Im November 2016 konnte mit dem C&C Großhändler AGM ein weiterer großer Partner gewonnen werden[10] 2017 sind weitere Lieferantenpartner wie Eurogast, Kröswang, Wedl, etc.  dazugekommen. Heute deckt FoodNotify mit seinem Kooperationsnetz den Großteil des Handelsangebots der österreichischen, deutschen und schweizerischen Gastronomie ab.

Aufmerksam machte der Gründer und Geschäftsführer von FoodNotify abermals als er, nach einem einmonatigen Aufenthalt in Israel, bei dem er ein universitär unterstütztes Programm am The Academic College of Tel-Aviv, Yaffo absolvierte, ein größeres sechsstelliges Investitionsangebot ablehnte[11].

Das Forbes-Magazin Österreich berichtete in einem vierseitigen Artikel detailliert über den Werdegang und die Ausrichtung des Unternehmens[12].

Unternehmensinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FoodNotify ist ein Startup-Unternehmen, das 2014 in Wien von Thomas Primus, seiner Frau Christina und den Co-Gründern Mirza Muharemagic und Adnan Hanic gegründet wurde. Initiator Thomas Primus ist seit Anfang Geschäftsführer des Unternehmens. Das Start-up hat laut eigenen Angaben über 800 Kunden und über 6.500 registrierte Nutzer (Stand 1. März 2018). Im Juli 2016 wurde dem Unternehmen der Titel Austria’s Born Global Champions, einer Auszeichnung der Wirtschaftskammer Österreich [13] in der Kategorie Food & Drink verliehen. Das Unternehmen digitalisiert Lebensmittelinformationen in enger Zusammenarbeit mit dem Handel und der Industrie und bereitet diese zur Weiterverwendung für Gastronomiebetriebe auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Überlebens-Paket" für Wirte // Kronen Zeitung / 30 Jänner 2018, Wien, S. 5
  2. "Gastro-Start-ups: Das Rezept zum Langfristigen Erfolg" // Kurier, 13. Oktober 2017, Wien, S. 6–7.
  3. FoodNotify -INiTS. Abgerufen am 12. März 2018 (deutsch).
  4. Startup FoodNotify erleichtert Allergenkennzeichnung in Speisekarten | Computerwelt. Abgerufen am 12. März 2018 (deutsch).
  5. claudia.zettel: Foodnotify hilft Gastwirten bei Auflistung von Allergenen. (futurezone.at [abgerufen am 12. März 2018]).
  6. Kooperation mit Start-up erleichtert LMIV-Umsetzung. In: CASH - Das Handelsmagazin. (cash.at [abgerufen am 12. März 2018]).
  7. Hotel & Touristik: METRO: Neues System zur Umsetzung der LMIV. (hotelundtouristik.at [abgerufen am 12. März 2018]).
  8. FoodNotify | METRO. Abgerufen am 12. März 2018 (deutsch).
  9. Matthaes Verlag GmbH, Stuttgart, Germany: Metro kooperiert mit Foodnotify. In: AHGZ.de. (ahgz.de [abgerufen am 12. März 2018]).
  10. FoodNotify schafft digitalen Marktplatz für die Gastronomie. In: Gastronomie & Hotellerie. 11. November 2016 (gastronomie-hotellerie.com [abgerufen am 12. März 2018]).
  11. Warum das Start-up FoodNotify nach Tel Aviv ein Investment absagte - Forbes. In: Forbes Austria. (forbes.at [abgerufen am 12. März 2018]).
  12. FoodNotify: Noch in diesem Halbjahr steht das erste große Investment ins Haus - Forbes. In: Forbes Austria. (forbes.at [abgerufen am 12. März 2018]).
  13. http://www.advantageaustria.org/zentral/publikationen/ae/Special_Edition_Austria_s_Born_Global_Champions_II.pdf