Frachtgeschäft

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Das Frachtgeschäft bezeichnet einen Vertrag, bei dem der Frachtführer sich verpflichtet, das Frachtgut zu einem Bestimmungsort zu befördern und dort an den Empfänger abzuliefern. Im Gegenzug verpflichtet sich der Absender, die vereinbarte Fracht, das Entgelt für die Beförderungsleistung, zu zahlen. Siehe auch Frachtvertrag.

Gesetzliche Regelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geregelt ist das Frachtgeschäft im vierten Abschnitt des vierten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in den Paragraphen 407 ff HGB. Diese enthalten recht umfangreiche Regelungen zum Frachtbrief (§ 408 HGB), sonstigen Begleitpapieren (§ 413 HGB), Verpackung und Verladung des Gutes (§§ 411 f HGB), zur Haftung und ähnlichem.

Abgrenzung zu Speditionsgeschäft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Begriffe Frachtgeschäft und Speditionsgeschäft werden umgangssprachlich häufig synonym gebraucht; juristisch sind sie aber voneinander abzugrenzen (§§ 453 ff HGB):

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders relevant ist, dass in § 421 Abs.1 S. 2 + 3 HGB ein gesetzlich geregelter Fall der Drittschadensliquidation zu finden ist: Der Empfänger eines beschädigten Gutes kann gegen den Frachtführer die Ansprüche des Versenders aus dem Frachtvertrag geltend machen, obwohl er selbst nicht Vertragspartner ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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