Frankenstein (Oederan)

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Frankenstein
Stadt Oederan
Koordinaten: 50° 54′ 3″ N, 13° 12′ 39″ O
Höhe: 376 m
Eingemeindung: 1. Januar 2012
Postleitzahl: 09569
Vorwahl: 037321
Frankenstein (Sachsen)
Frankenstein

Lage von Frankenstein in Sachsen

Frankenstein ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Oederan im Landkreis Mittelsachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankenstein befindet sich im Tal der Striegis an der Verbindungsstraße zwischen Frankenberg/Sa. und Freiberg. Oederan liegt ca. 6 Kilometer südwestlich des Orts.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wingendorf Wegefarth
Hartha Nachbargemeinden Bahnhof Frankenstein
Memmendorf Kirchbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankenstein wurde 1185 das erste Mal urkundlich erwähnt. Bereits 1206 besaß der Ort eine Kirche. Vor 1378 gehörte Frankenstein wie der Nachbarort Wingendorf zum Kreisamt Freiberg. Über Jahrhunderte waren beide Orte im Besitz der Familie von Schönberg. Um 1551 gehörten Wingendorf und Frankenstein nachweislich zum schönbergischen Rittergut Oberschöna, die Verwaltung der Orte oblag jedoch nach 1445 nicht mehr dem Kreisamt Freiberg, sondern dem Amt Augustusburg (vormals: Amt Schellenberg). Ab 1696 ist das Rittergut Wingendorf mit den Orten Wingendorf, Frankenstein und dem „Städtchen“ Hainichen belegt, welches seitdem wieder zum Kreisamt Freiberg gehörte.[1] 1856 wurde die Gerichtsbarkeit der Orte Wingendorf und Frankenstein dem Königlichen Gericht Oederan übertragen.

Seit 1875 gehörte Frankenstein zur Amtshauptmannschaft Flöha, deren Nachfolger 1952 der Kreis Flöha im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt) und 1990 der sächsische Landkreis Flöha wurde. Im Jahr 1974 wurden die Orte Hartha und Wingendorf nach Frankenstein eingemeindet. Seit 1994 gehörte Frankenstein zum Landkreis Freiberg. Am 1. Januar 1994 schlossen sich Frankenstein und Memmendorf zur neuen Gemeinde Frankenstein zusammen, die wiederum zum 1. Januar 2012 ins benachbarte Oederan eingemeindet wurde. Seit 2008 gehört Frankenstein zum Landkreis Mittelsachsen.

Einwohnerentwicklung ab 1982

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 1.255
  • 1983 − 1.226
  • 1984 − 1.221
  • 1985 − 1.215
  • 1986 − 1.202
  • 1987 − 1.212
  • 1988 − 1.181

1989 bis 1995

  • 1989 − 1.152
  • 1990 − 1.140
  • 1991 − 1.111
  • 1992 − 1.107
  • 1993 − 1.115
  • 1994 − 1.120
  • 1995 − 1.135

1996 bis 2002

  • 1996 − 1.169
  • 1997 − 1.205
  • 1998 − 1.217
  • 1999 − 1.219
  • 2000 − 1.211
  • 2001 − 1.216
  • 2002 − 1.210

2003 bis 2010

  • 2003 − 1.218
  • 2004 − 1.219
  • 2005 − 1.205
  • 2006 − 1.208
  • 2007 − 1.198
  • 2008 − 1.164
  • 2010 − 1.119
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Frankenstein (2016)

Durch das Ortsgebiet verläuft die Strecke der Bahnstrecke Dresden–Werdau (Teil der Sachsen-Franken-Magistrale). Der Haltepunkt Frankenstein (Sachs) liegt jedoch in der Gemarkung Wegefarth.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Orts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Gottlob Heymann (1825–1905), konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen)
  • Theodor Heymann (1853–1936), Unternehmer und konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Kuhn: Deutscher Städteatlas. Band: III; 3 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Stadtmappe Frankenstein, Dortmund-Altenbeken 1984, ISBN 3-89115-003-2
  • Richard Steche: Frankenstein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 6. Heft: Amtshauptmannschaft Flöha. C. C. Meinhold, Dresden 1886, S. 68.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frankenstein (Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Frankenstein im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • [1] - Geschichte der Dorfkirche Frankenstein

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 72 f.