Franz Xaver Hasenöhrl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Franz Xaver Hasenöhrl

Franz Xaver Hasenöhrl (* 2. August 1891 in Wien; † 21. Juni 1943) war Politiker der NSDAP und deutscher Verwaltungsbeamter.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasenöhrl trat 1910 als Berufsoffizier in das österreich-ungarische Heer ein. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil, wobei er 1915 in russische Kriegsgefangenschaft geriet. Aus Sibirien gelang ihm die Flucht nach China. Er wurde dort als Kaufmann tätig.

Im Jahre 1932 gründete er in China die dortige Auslandsorganisation der NSDAP. Im Mai 1934 leitete Hasenöhrl von Schanghai aus die NSDAP-Landesgruppe China und war für die Landesgruppen Holländisch-Indien und Britisch-Indien tätig.

Als Hauptmann der Reserve a. D., Ministerialrat z.V. im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und Gauamtsleiter der NSDAP kandidierte er auf deren Wahlvorschlag bei der Wahl zum nationalsozialistischen Reichstag am 29. März 1936, wurde aber nicht gewählt. Er wohnte damals in Berlin-Dahlem, Kronprinzenallee 72.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Hasenöhrl, qualifiziert durch seine Sprach- und Landeskenntnisse, beim Wirtschaftsstab Ost als Kriegsverwaltungsvizechef für die Bearbeitung von Transportfragen eingesetzt. Später kam er zu den Reichswerken Hermann Göring, wo er mit der Wahrnehmung der Schiffahrtsfragen im Osten betraut war.

Ein aus Anlass seines Todes vermutlich von der NSDAP veröffentlichtes Foto zeigt ihn in der Uniform eines Kriegsverwaltungsvizechefs der deutschen Wehrmacht, dekoriert mit dem Ehrenzeichen für deutsche Volkspflege I. Stufe.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrid Freyeisen: Shanghai und die Politik des Dritten Reiches, Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1690-4.