Fraunhofer-Institut für Bauphysik

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Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Stuttgart
Außenstellen: Holzkirchen, Kassel, Nürnberg, Rosenheim
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Ingenieurwissenschaften
Fachgebiete: Werkstoffwissenschaft, Bauphysik
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Klaus Sedlbauer[1]
Mitarbeiter: ca. 205 (Stammpersonal)
Homepage: www.ibp.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, auch in der Kurzbezeichnung „Fraunhofer IBP“ genannt, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Institut hat seinen Sitz in Stuttgart, seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung und Entwicklung im Fach der Ingenieurwissenschaften im Gebiet der Werkstoffwissenschaft und der Bauphysik zuzuordnen. In Holzkirchen betreibt das Institut eine „Freilandversuchsstelle“, in Kassel und Nürnberg befinden sich weitere Außenstellen. Das Institut wurde 1929 gegründet.

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgaben des Fraunhofer IBP konzentrieren sich auf Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik. Dazu zählen z. B. der Schutz gegen Lärm und Schallschutzmaßnahmen in Gebäuden, die Optimierung der Akustik in Räumen, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Optimierung der Lichttechnik, Fragen des Raumklimas, der Hygiene, des Gesundheitsschutzes und der Baustoffemissionen sowie die Aspekte des Wärme-, Feuchte- und Witterungsschutzes, der Bausubstanzerhaltung und der Denkmalpflege. Über eine ganzheitliche Bilanzierung werden Produkte, Prozesse und Dienstleistungen unter ökologischen, sozialen und technischen Gesichtspunkten analysiert, um damit die Nachhaltigkeit, die nachhaltige Optimierung und die Förderung von Innovationsprozessen zu bewerten. Die Forschungsfelder Bauchemie, Baubiologie und Hygiene sowie das Arbeitsgebiet Betontechnologie komplettieren das bauphysikalische Leistungsspektrum des Instituts. Der Standort Kassel verstärkt die traditionellen Aktivitäten auf den Gebieten der rationellen Energieverwendung und bündelt die Entwicklung von anlagentechnischen Komponenten.

Eine an die Abteilung Raumklima angegliederte Arbeitsgruppe »Systemintegration effiziente Gebäude« forscht am Standort Nürnberg an ganzheitlichen Lösungen für Gebäude, die ein Maximum an Komfort und Gesundheitsunterstützung aufweisen, altersgerecht sind und bei geringem Energieeinsatz moderate Kosten verursachen. In einer das Portfolio ergänzenden Kooperation zwischen dem Fraunhofer IBP, der Hochschule Rosenheim und dem Institut für Fenstertechnik entwickelt und konzipiert das Fraunhofer-Zentrum Bautechnik am Standort Rosenheim innovative Baukonzepte und optimierte Bauteile für Neu- und Bestandsbauten. Im Fokus stehen dabei aktuelle Themen wie Energieeinsparung, solare Energiegewinnung, Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit, Plusenergie-Konzepte, Modularität sowie Adaptivität und Behaglichkeit. Das Fraunhofer IBP arbeitet zusammen mit Industriepartnern an der Markteinführung neuer und umweltverträglicher Baustoffe, Bauteile und Bausysteme. Zu den klassischen Kunden zählen vor allem Unternehmen der Bauindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, Bauträger und Architekten, Planer und Behörden sowie öffentliche und private Bauforschungsträger.

Die Anwendung bauphysikalischer Kompetenzen auf benachbarte Fachgebiete erweitern den Kreis um Partner aus der Kraftfahrzeug- und Luftfahrtindustrie. Leistungsfähige Labore und Prüfeinrichtungen sowie das größte bekannte Freilandversuchsgelände am Standort Holzkirchen ermöglichen komplexe bauphysikalische Untersuchungen. Moderne Labormesstechnik und Berechnungsmethoden begleiten die Entwicklung und optimieren Bauprodukte für den praktischen Einsatz. Untersuchungen in Modellräumen, im Prüffeld und am ausgeführten Objekt dienen der bauphysikalischen Erprobung von Komponenten und Gesamtsystemen für den Neubau wie für den Sanierungsfall. Das Fraunhofer IBP ist eine  »Bauaufsichtlich anerkannte Stelle« für Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Bauprodukten und Bauarten in Deutschland und Europa. Vier Prüflabore des Instituts besitzen die flexible Akkreditierung nach DIN EN/ISO/IEC 17025 der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS). Damit sind sie berechtigt, neue Prüfverfahren zu entwickeln oder vorhandene zu modifizieren.[2]

Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leitsatz »Auf Wissen bauen« bildet das Fundament der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und schließt die universitäre Lehre mit ein, die über die Lehrstühle für Bauphysik an der Technischen Universität München und der Universität Stuttgart abgedeckt wird. Die Promotionskollegs »Climate – Culture – Building« und »Menschen in Räumen« tragen der Grundlagenforschung zum klimagerechten Bauen und den Wechselwirkungen zwischen Räumen und Menschen Rechnung. Gleichzeitig bietet die direkte Anbindung an die regionale Industrie ein Höchstmaß an Präsenz der jeweiligen Fachkompetenz.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fraunhofer IBP ist geschäftsführendes Institut der Fraunhofer-Allianz Bau.[3] Die Geschäftsstelle der Allianz ist am Standort Holzkirchen angesiedelt. Die Fraunhofer-Allianz Bau legt ihren Forschungsschwerpunkt auf Fragen zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, aber auch auf den Aspekt der Gesundheitsverträglichkeit des Bauens und Wohnens sowie auf Problemstellungen von Produkt-, System- und Prozessoptimierung.

Das Fraunhofer IBP ist Mitglied im „Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile“ (VWB).[4] Dieser Verbund bündelt die Kompetenzen der zwölf materialwissenschaftlich orientierten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft.

Weitere Mitgliedschaften innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft bestehen in der "Fraunhofer-Allianz Verkehr"[5] sowie in der "Fraunhofer-Allianz Energie"[6]. Während die Fraunhofer-Allianz Verkehr technische und konzeptionelle Lösungen für öffentliche und industrielle Auftraggeber rund um das Thema Verkehr bietet, bietet die Allianz Energie aus einer Hand alles, was Industrie und Energiewirtschaft an Forschung und Entwicklung brauchen.

Das Institut ist auch Mitgliedsinstitut des „ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien“ (FVEE)[7]. Der Verbund ist eine Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute für erneuerbare Energien. Das Themenspektrum der Mitglieder reicht von Solarenergie über Wasserstofftechnologie und Geothermie bis hin zur Windenergie.

Eine weitere Mitgliedschaft besteht mit der „Forschungsallianz zum Erhalt des Kulturerbes“ (FALKE)[8], dem elf Fraunhofer-Institute und sechs Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft angehören. Ziele der Forschungsallianz sind bedarfsorientierte gemeinsame Forschung mit den Schwerpunkten auf nationaler und europäischer Ebene sowie eine schnellere Marktüberführung der Forschungsergebnisse, so dass sie allen Museen rasch zugutekommen können.

Im universitären Bereich bestehen Kooperationen mit der Universität Stuttgart und der Technischen Universität München, die den Grundlagenforschungsbedarf des Fraunhofer IBP abdecken und durch die Doppelfunktionen der Institutsleiter (zugleich Lehrstuhlinhaber bei den Universitäten) begünstigt wird.

Kooperationen mit Industriepartnern dienen der Markteinführung neuer und umweltverträglicher Baustoffe, Bauteile und Bausysteme. Vertragspartner des Fraunhofer IBP sind Unternehmen aus dem Bauwesen, dem Maschinen- und Anlagenbau, öffentliche und private Bauforschungsträger und Architekten.[9]

Das Institut ist einer der Gründungspartner des Energie Campus Nürnberg.

Prüfstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut ist eine bauaufsichtlich anerkannte Stelle für die Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Bauprodukten und Bauarten in Deutschland und Europa. Vier Prüflaboratorien der Prüfstelle des Instituts besitzen die flexible Akkreditierung nach DIN EN/ISO/IEC 17025 der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS):

  • Feuerstätten, Abgasanlagen
  • Bauakustik, Schallimmissionsschutz
  • Wärme-Kennwerte
  • Feuchte, Mörtel, Strahlung, Emissionsschutz

Mit der Zuerkennung dieser Akkreditierungsstufe ist die Prüfstelle berechtigt, neue Prüfverfahren zu entwickeln oder vorhandene zu modifizieren.[10]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2012 waren 452 Mitarbeiter beschäftigt. Davon gehörten 205 Personen zum Stammpersonal.

Der Betriebshaushalt lag im Geschäftsjahr 2012 bei 25,50 Millionen Euro. Rund 43 % des Betriebshaushalts waren Erträge aus der Auftragsforschung der Wirtschaft. Die restlichen Mittel kamen zweckgebundenen Mitteln des Bundes und der Länder sowie aus Mitteln der Europäischen Union.[11]

Institutsleiter ist Klaus Peter Sedlbauer. Klaus Peter Sedlbauer ist zugleich Inhaber des Lehrstuhls für Bauphysik, Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt, der Technischen Universität München.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]