Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik

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Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Dortmund
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Naturwissenschaften, Physik
Fachgebiete: Materialflusssysteme, Logistik, Verkehr und Umwelt
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter[1]
Mitarbeiter: ca. 280 (2016)
Homepage: www.iml.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (Fraunhofer IML) ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft. Das im Jahr 1981 unter dem Namen Fraunhofer-Institut für Transporttechnik und Warendistribution ITW[2] gegründete Institut hat seinen Sitz in Dortmund, seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung im Fach der Ingenieurwissenschaften mit der Ausrichtung Materialflusssysteme sowie dem Fach Logistik mit den Ausrichtungen Unternehmenslogistik, Verkehr und Umwelt zuzuordnen.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut ist in drei Bereiche aufgeteilt:

Materialflusssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spektrum reicht hier von der Planung von Materialflusssystemen, über die Machbarkeitsstudie bis zum Prototyp. Im „Demonstrationszentrum Materialfluss und Logistik“ durchlaufen Neuentwicklungen verschiedene Testphasen bis zum Pilotsystem. In den Werkstätten und Labors des Instituts werden individuelle Lösungen und Produktentwicklungen erarbeitet. Die Umsetzung reicht bis zum Sondermaschinenbau.[3]

Unternehmenslogistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gestaltung von Geschäftsprozessen in und zwischen Unternehmen ist eine Aufgabe dieses Bereichs. Zur Strukturierung, zur Lokalisierung ineffizienter Abläufe und zur Bestimmung von Kosten- und Leistungspotenzialen werden hierbei bewährte Methoden wie Prozesskettenmanagement und Simulationswerkzeuge eingesetzt. Hierbei greift das Fraunhofer IML auf eigene Entwicklungen und bewährte marktgängige Software zurück.

Logistik, Verkehr und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Konzepten zur Kreislaufwirtschaft mit prozessintegrierten Vermeidungs- und Verwertungskonzepten sowie zur Demontage und Redistribution und des gesamten Informationsmanagements der Stoffströme und Ökobilanzierung unterstützt das Institut Unternehmen in ihrem Umweltmanagement. Verkehrslogistische Konzepte der Netzplanung, der Distribution und Disposition, unterstützt durch Telematiksysteme setzen die Verkehrslogistiker bei ihrer Arbeit ein
Spezielle Flughafen- und Luftfrachtlösungen erarbeitet das „Projektzentrum Flughafen“ in Frankfurt. Touristik-Logistik und grenzüberschreitender Güterverkehr bilden die Aufgabenfelder des „Projektzentrums Verkehr, Mobilität und Umwelt“ in Prien am Chiemsee.[4]

Das Thema Internet der Dinge wird Fraunhofer-weit am Fraunhofer IML geleitet. Im Bedarfsfall kann das IML auf 17.000 Mitarbeiter in 80 Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft zurückgreifen. Daneben engagiert sich das Fraunhofer IML im Rahmen eines Forschungsprojektes in dem Fraunhofer Zukunftsthema Food Chain Management.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fraunhofer IML kooperiert mit einer Anzahl von internationalen Wissenschaftseinrichtungen und Institutionen.

Mit der Technischen Universität Dortmund besteht eine Kooperation, die den Grundlagenforschungsbedarf des Fraunhofer IML abdeckt und durch die Doppelfunktionen der Institutsleiter (zugleich Lehrstuhlinhaber an der Universität) begünstigt wird. Eine weitere Kooperation besteht zudem mit der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH), mit der unter anderem der Bachelor-Studiengang Logistikmanagement entwickelt wurde und mit der ein fachlicher Austausch besteht[5].

Neben Dortmund bestehen weitere Standorte in Hamburg, Frankfurt am Main und Prien am Chiemsee sowie Vertretungen in Lissabon und Peking. In Prien und Frankfurt sind Projektzentren angesiedelt, in Hamburg ein als Abteilung geführtes "Fraunhofer-Center für Maritime Logistik".

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Fraunhofer IML arbeiteten im Jahr 2016 rund 280 Mitarbeiter. Der Betriebshaushalt im Geschäftsjahr 2015 lag bei 28,4 Millionen Euro. Etwa 43 % davon kommen aus der Industrie- und 29 % aus öffentlichen Mitteln.[6]

Das Institut wird von den drei Institutsleitern Uwe Clausen, Michael Henke und Michael ten Hompel (geschäftsführender Institutsleiter) geleitet, die alle auch Lehrstühle an der Technischen Universität Dortmund innehaben.

Im Jahre 2004 ging das so genannte openID-center aus dem gleichnamigen Projekt hervor, das seither als Testumgebung für AutoID-Anwendungen in Zusammenarbeit mit Logistik- und IT-Unternehmen dient.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 29′ 37,44″ N, 7° 24′ 27,38″ O