Logistik

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die Mathematische Logik siehe ebenda.
Logistik des 18. Jahrhunderts in einem Kupferstich von Daniel Chodowiecki

Die Logistik beschäftigt sich mit Transport, Lagerung und Umschlag von Gütern und Personen. Es handelt sich dabei sowohl um einen Wirtschaftszweig, eine Wissenschaft, als auch um einen Organisationsbereich. Die Logistikbranche besteht zu einem großen Teil aus Spediteuren und Transporteuren und wurde durch die sogenannte Globalisierung seit Ende des 20. Jahrhunderts immer bedeutender. In Deutschland ist sie inzwischen die drittgrößte Branche. Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften beschäftigten sich selbstständig mit der Logistik. Die entsprechenden Teildisziplinen sind aber inzwischen zu einer neuen interdisziplinären Wissenschaft zusammengewachsen. In Organisationen gibt es oft eigenständige Bereiche die sich mit der Logistik beschäftigen. Im Militär ist dies die Logistiktruppe und in Unternehmen Logistikabteilungen mit unterschiedlichem Aufgabenumfang.

Wortherkunft[Bearbeiten]

Die Wurzeln des Begriffs Logistik liegen im altgriechischen Wort λογιστική logistikē ‚praktische Rechenkunst‘.[1]

Im Französischen leitet sich daraus das Wort logistique ‚Logistik‘, ‚Nachschub‘ ab,[2] das erstmals im 19. Jahrhundert durch Antoine-Henri Jomini verwendet wurde.[3] Im Englischen logistics ‚Logistik‘, ‚Nachschubwesen‘.[4] Die historische Herleitung des Wortes Logistik liegt im französischen „loger“ für Unterbringung, Einquartierung und zeigt den Bezug zum militärischen Nachschubwesen auf, dem die Logistik entspringt.

Geschichte[Bearbeiten]

Historisch hat die Logistik ihren Ursprung im Militärwesen. Schon eine römische Legion verfügte über einen Tross für die Versorgung und den Nachschub der Truppe. Eine Heerstraße (Via Militaris) als Typ einer Römerstraße war extra dafür geplant und gebaut, um nicht nur Truppen schnell verlegen, sondern auch über diese leichter versorgen zu können. In späteren Jahrhunderten und mit der Modernisierung der Kriege wurden viele der römischen Ideen wieder aufgegriffen (Napoleonische Kriege und europäische Befreiungskriege). Im Ersten Weltkrieg bewegten alle Kriegsparteien enorme Materialmengen; er gilt als der erste 'industrialisierte Krieg'. Er war geprägt von Materialschlachten; ebenso der Zweite Weltkrieg. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das militärische und zivile Transportwesen immer stärker motorisiert. Das moderne Nachschubwesen stützt sich auf LKW, Bahn und Flugzeuge.

Viele Militärlogistiker fanden nach dem Zweiten Weltkrieg in der Wirtschaft Arbeit, sodass sich der Begriff Logistik auch dort ausbreitete. Erste Arbeiten amerikanischer Wissenschaftler aus den 60ern stammen von Bowersox, Mossmann und Smykay und beschäftigen sich mit der Distribution von Waren. Das Beispiel eines größeren Unternehmens, das seinen Umsatz um fast 50 % steigern konnte, indem es weltweit die damals hochmodernen Hochregalläger errichtete um so kürzere Lieferzeiten zu erreichen, sprach sich in der Wirtschaft schnell herum.[5]

In den 1970er Jahren wurden die klassischen Aufgaben der Logistik - Transport, Umschlag, Lagerung - als Bestandteile einer abgegrenzten Logistikabteilung wahrgenommen. Diese Sichtweise hat sich in den folgenden Jahren Schritt für Schritt erweitert. Nachdem die logistischen Optimierungspotenziale in der abgegrenzten Abteilung erschöpft waren folgte der Aufstieg der Logistik in der Unternehmenshierarchie.

In den 1980er Jahren wurde die Logistik als Querschnittsfunktion eines Unternehmens dargestellt. Ihre Aufgabe änderte sich hin zu der optimalen Gestaltung aller logistischen Prozesse vom Wareneingang bis hin zum Warenausgang eines Unternehmens. Dadurch gelang es den Unternehmen weitere Prozessoptimierungen umzusetzen.

In den 1990er Jahren entstand der Gedanke der Optimierung kompletter Wertschöpfungsketten, der Supply Chains. Der logistische Optimierungsgedanke ging nun über Unternehmensgrenzen hinaus und betrachtete den kompletten Wertschöpfungszyklus von der Quelle (des Rohmaterials) bis zur Senke (der Entsorgung eines Produktes).

Um das Jahr 2000 wandelte sich die akademische Betrachtung der Logistik erneut. Die festen Supply Chains wichen den Gedanken von losen Logistiknetzwerken, deren verschiedene Teilnehmer jeweils für sich ein lokales Optimum in den Logistikprozessen anstreben um so Vorteile für das gesamte Netzwerk zu generieren.[6]

Logistik als Branche[Bearbeiten]

Die Logistik ist mit einem Umsatz von 222 Mrd € und 2,9 Mio Beschäftigten im Jahr 2011 die drittgrößte Branche in Deutschland.[7] In Europa wurden 2009 fast 900 Mrd. € umgesetzt, bei einem Weltumsatz von 4200 Mrd. €.[8] Der deutsche Logistik-Markt ist der größte weltweit, gefolgt von Großbritannien, Frankreich und Italien. Etwa ein Drittel wird durch Transport umgesetzt.

Die Branche ist geprägt durch eine große Anzahl unterschiedlicher Unternehmen - in Deutschland über 60.000.[9] Dazu zählen Speditionen, Transporteure, Lagerdienstleistern, Hafen- und Flughafenbetreibern, Reedereien, Fluggesellschaften, Bahnunternehmen, Bus- und Taxiunternehmen, Kurier, Express und Paketdienste, die Post sowie Hersteller von Technik die sich unter dem Namen Intralogistik zu einer Teilbranche zusammengeschlossen haben.

Die Logistik als Wissenschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaftswissenschaften befassen sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten der Logistik.

In der Betriebswirtschaftslehre werden bspw. mittels der Prozesskostenrechnung Kosten der einzelnen Prozesse in einem System ermittelt, aber auch Einflussfaktoren der einzelnen Ströme und deren Auswirkungen. Weiter werden Kennzahlen und Analysefunktionen wie bspw. Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse zur Kontrolle und Optimierung der Prozesse eingesetzt. In der betrieblichen Praxis ist die Logistik sehr eng mit der Produktionsplanung und -steuerung verbunden. Die Grenzen zwischen diesen Bereichen sind zunehmend fließend geworden.[10]

Die Volkswirtschaftslehre untersucht die Logistik vor allem als Branche. Untersucht wird aber auch welche Eigenschaften der Logistikmarkt aufweisen muss um optimal zu funktionieren. Gerade durch die Globalisierung ist es in diesem Bereich zu größeren Veränderungen gekommen.

Die Ingenieurwissenschaften beschäftigen sich mit der technischen Ausführung der Transporteinrichtungen und Ausgestaltung der Transportnetzstrukturen. Zu den Disziplinen gehört die Fördertechnik, die Materialflusstechnik, die Lagertechnik und die Verkehrsbetriebstechnologie. Informationstechnik und Telematik dient der Kontrolle und Steuerung der Ortsänderungsprozesse. Automatisierungstechnik erlaubt, logistische Prozesse zu automatisieren.

Das Operations Research hat viele mathematische Modelle entwickelt die durch logistische Problemstellungen motiviert sind. Bekannt sind beispielsweise Standortmodelle: Sie versuchen in der Regel einen Unternehmensstandort in der Ebene so zu platzieren, dass die entstehenden Transportkosten minimiert werden. Dazu zählen das Steiner-Weber Modell und das Warehouse Location Problem. Beim Transportproblem sind die Standorte der Warenläger und der Kunden sowie ihre Angebots- und Nachfragemengen bekannt. Es soll jedoch noch entschieden werden welcher Kunde von welchem Lager beliefert werden soll. Andere Modelle suchen nach kürzesten Wegen, Rundreisen oder Touren. Eine große Rolle spielen Graphen: Orte werden meist als Knoten modelliert und Verbindungen (Straßen) als Kanten.[11]

Grundlagen der Logistik[Bearbeiten]

Ziele[Bearbeiten]

Die Ziele der Logistik sind die Erbringung einer hochwertigen Leistung, Qualität und Kostensenkung. Hierbei entstehen Zielkonflikte. Beispielsweise wird ein hoher Lagerbestand zwar die Fehlmengenkosten vermindern sowie die Lieferbereitschaft erhöhen, jedoch steigen dadurch automatisch die Lagerhaltungskosten. Die Logistik-Kostenrechnung dient hierbei als Instrument zur Ermittlung des Optimums.

Generell wird versucht, überflüssige Transporte zu vermeiden. So kann es sein, dass ein Zulieferer mehrere Teile zusammen montiert, weil hierdurch unter dem Strich weniger Transportarbeit anfällt. Bei einer Warenverteilung kann es sinnvoll sein, hiermit eine Spezialfirma (eine Spedition) zu beauftragen. Diese hat dann auch andere Auftraggeber, setzt z. T. moderne Flottensteuerungslösungen ein und kann so teure Leerfahrten besser vermeiden.

Sobald dieser Teil reibungslos funktioniert, liegt es auf der Hand auch die Terminplanung mit der Bestellung der Vorprodukte und dem Versand der Fertigprodukte hiermit zu verknüpfen. Alle Fachabteilungen haben durch ein Warenwirtschaftssystem die gleiche Informationsbasis. Schließlich erfolgt die Bewertung aller Vorgänge unter buchhalterischen Gesichtspunkten.

Aufgaben[Bearbeiten]

Pragmatisch wird die Aufgabe durch Reinhardt Jünemann (1989) formuliert: „Der logistische Auftrag besteht darin, die richtige Menge, der richtigen Objekte als Gegenstände der Logistik (Güter, Personen, Energie, Informationen), am richtigen Ort (Quelle, Senke) im System, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, zu den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen.“[12] Diese Zielvorgabe ist gemeinhin auch als die 6 R der Logistik bekannt.

Aufgaben der Logistik sind u. a. Transport, Umschlag, Lagerung, Bereitstellung, Beschaffung und Verteilung von Gütern, Personen, Geld, Informationen und Energie und deren Steuerung, Kontrolle und Optimierung.

Eine logistische Aufgabe ist u. a. der Transport von Gütern. Vom Produzenten zum Kunden oder vom Verkäufer zum Endkunden. Eine weitere Aufgabe ist u. a. der innerbetriebliche Transport von Waren/Material und Informationen, z. B. Waren aus dem Lager zum Produktionsort zu transportieren, Mitarbeiter mit Informationen und Arbeitsmaterialien zu versorgen usw. So sind die verschiedenen Fachdisziplinen der Logistik mehr oder weniger abhängig von der Effizienz der Infrastruktur der Unternehmen, der Städte usw. aber auch von den technologischen Systemen.

Eine Aufgabe der Distributionslogistik ist die rechtzeitige Planung anhand von allgemeinen Verkehrsverboten, gesetzlichen Feiertagen und zeitlichen Einschränkungen. Ergänzt wird sie durch die Vorbereitung der Transportpapiere unter Wahrung der Sozialvorschriften im Straßenverkehr durch den Disponenten und die Sicherung, Bereitstellung und Kontrolle von Gütern oder Waren während der Lagerung. Eine weitere Aufgabe ist die Beförderung von Schwerlasten (nicht maß- und/oder gewichtsgerechte Frachtgüter) oder der Gefahrguttransport und die Lagerung von Gefahrgut, für die bestimmte erweiterte gesetzliche Vorschriften bestehen. Darunter fallen Ausnahmegenehmigungen und die Stellung von Begleitfahrzeugen inklusive korrekte Gefahrzeichen-Verbringung am Fahrzeug, welches diesen Transport durchführen soll. Für andere Bereiche sind neben zollrechtlichen Vorschriften auch CEMT-Genehmigungen erforderlich. Besonderes Augenmerk hat die innergemeinschaftliche Lieferung.

Der Disponent entscheidet auch, ob Huckepackverkehr oder intermodaler bzw. multimodaler Verkehr sinnvoll sind oder welcher Verkehrsträger über welchen Verkehrsweg gewählt werden soll.

Gliederung[Bearbeiten]

Bereiche[Bearbeiten]

Die Logistik stellt für Gesamt- und Teilsysteme in Unternehmen, Konzernen, Netzwerken und virtuellen Unternehmen kunden- und prozessorientierte Lösungen bereit. Logistik (im betriebswirtschaftlichen Sinne Warenbewegung) verbindet die betrieblichen Bereiche Lagerung und Transportwesen. Unter dem Lohnkostendruck und mit Hilfe eines Warenwirtschaftssystems war es notwendig und möglich diese beiden Bereiche unter einer gemeinsamen Strategie zusammenzufassen.

Funktionsbereiche[Bearbeiten]

Gütertransport über die Autobahn
  • Innerbetrieblicher Transport
  • Außerbetrieblicher Transport
  • Umschlag (Beladen, Entladen sowie Umladen)
  • Lagerhaltung / Bestandsmanagement
  • Aggregation von Funktionseinheiten
  • Versand von Gütern
  • Warenprüfung und Handhabung
  • Lagerung und Kommissionierung
  • Verpackungen
  • Steuerung von Produktionsabläufen
  • Koordination von Prozessen
  • Organisation von Personal
  • Verteilung von Gütern

Fachdisziplinen der Logistik[Bearbeiten]

Subsysteme der Logistik

Man untergliedert in der Betriebswirtschaftslehre die Logistik im engeren Sinne horizontal auch in die vier Subsysteme:

  1. Beschaffungslogistik; optimale und zeitgerechte Zulieferung und Beschaffung von benötigten Gütern. Teilbereich der Inbound-Logistik
  2. Produktionslogistik; Planung, Steuerung und Überwachung der innerbetrieblichen Transport-, Umschlags- und Lagerprozesse
  3. Distributionslogistik (Vertriebs-, Absatzlogistik); Verteilung oder Zustellung bzw. Vertrieb von Gütern. Auch Outbound-Logistik genannt,
  4. Entsorgungslogistik (Reverse-Logistik); Rücknahme von Abfällen und Rückständen zur Beseitigung oder Verwertung, Recycling
  5. Informationslogistik; Information entgegengesetzt dem Materialfluß. Diese Informationen müssen optimal zur Verfügung gestellt werden. Mit der Lieferung verläuft die Information zu den Gütern parallel zum Materialfluss.
  6. Lagerlogistik; Planung, und Durchführung von Lagersystemen (Lagerstandort, Lagertechnik, Lagerorganisation, usw.)

Teilbereiche der Logistik[Bearbeiten]

Lagerlogistik: beinhaltet die Planung, Durchführung und Kontrolle aller logistischen Maßnahmen bezüglich der Standortwahl des Lagers, Gestaltung optimaler Lagersysteme und Lagerorganisation sowie der Lagertechnik.

Transportlogistik: beschäftigt sich mit der physikalischen Verbringung von Gütern zwischen verschiedenen Orten innerhalb von Logistiknetzwerken.

Nach Art der Tätigkeit wird auch zwischen Lagerlogistik (Lagerwesen), Verpackungslogistik und Transportlogistik unterschieden. Häufig taucht in diesem Zusammenhang auch der Begriff Intralogistik auf, der in der Regel die kompletten logistischen Vorgänge an einem Standort übergreifend zusammenfasst und je nach Betrieb eine Kombination aus Produktionslogistik, Lagerlogistik und Verpackungslogistik darstellt.

Kontraktlogistik: TUL-Prozesse (Transport/Umschlag/Lagerung) im Rahmen eines Vertrages zwischen Dienstleister und Kunden, wobei ein bestimmter Mehrwert durch bestimmte Arbeiten wie zum Beispiel durch Kommissionieren, Fakturieren, Konfektionierung und so weiter erreicht werden soll.

Informationslogistik: beinhaltet die strategische Planung und Entwicklung aller für die Geschäftsprozessabwicklung und die für den Informationsaustausch erforderlichen Informationssysteme und Prozesse sowie die Sicherstellung einer hohen Qualität und die durchgängige Verfügbarkeit der bereitgestellten Informationen.

Ersatzteillogistik: beinhaltet die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der verkauften Produkte durch Ersatz- oder Wartungsprodukt und ist ein Teilgebiet der Distributionslogistik. Für die Investitionsgüterindustrie ist die Ersatzteillogistik für den After-Sales-Service von großer Bedeutung.

Personallogistik: beinhaltet die Einsatzplanung und Entwicklung von Mitarbeitern. Siehe hierzu auch Personaleinsatzplanung.

Arbeitsmarkt und Ausbildungen[Bearbeiten]

Die Logistik hat sich zu einem Berufsfeld für gewerbliche und kaufmännische Berufe, sowie für Ingenieure und Betriebswirte auf akademischer Ebene entwickelt. Tätigkeiten in der Logistik sind sehr vielfältig und reichen von Stapler- und LKW-Fahrern, Lageristen, Kommissionierern und Disponenten über Speditionskaufleute, Einkäufern und Supply Chain Managern, hin zu Konstrukteuren, Logistikplanern und -controllern.[13] Der Logistics Performance Index 2014, eine aktuelle Studie der Weltbank, sieht in der Ausbildung von Logistikfachleuten und Supply Chain Management-Spezialisten eine der wichtigsten Aufgaben für das Funktionieren der Weltwirtschaft.

Führungspositionen im mittleren oder oberen Management erfordern einen akademischen Abschluss. Es gibt zahlreiche Hochschulen, die Bachelor- oder Masterprogramme mit Spezialisierung in Logistik und Supply Chain Management anbieten. Hohe Logistikanteile findet man in den Studiengängen des Wirtschaftsingenieurwesens, mit durchschnittlich 12 Semesterwochenstunden (SWS) und der Betriebswirtschaftslehre (10 SWS), der Wirtschaftsinformatik und dem Verkehrswesen (je 9 SWS). Mit etwas Abstand folgt der Maschinenbau (6 SWS).[14]

2012 fanden in Deutschland 2,7 Millionen Personen Arbeit in der Logistik.[15] Arbeitgeber sind Speditionen, Bahnbetriebe, Häfen und Flughäfen, Güterverkehrszentren, Busunternehmen, oder Hersteller von technischen Einrichtungen.

Logistik-Optimierungsansätze[Bearbeiten]

Durch moderne Konzepte wie Efficient Consumer Response, Just-in-time-Produktion, Supply Chain Event Management, Category Management oder Kanban kann Logistik effizienter gestaltet werden. Voraussetzung hierfür ist eine adäquate (informations-)technologische Unterstützung wie z. B. durch EDI (Electronic Data Interchange), RFID (Radio Frequency Identification), Strichcodes, Enterprise Resource Planning- bzw. Advanced Planning and Scheduling-Systemen sowie Tracking & Tracing-Systemen.

Nachhaltige Logistik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Grüne Logistik

Die Forderung nach einem nachhaltigen Wirtschaften ist spätestens seit 2009[16] auch in der Logistik angekommen. Die Logistik gilt jedoch vor allem beim Thema Schadstoffemissionen als Problemverursacherin und nicht als Problemlöserin. Der Weg zu einer nachhaltigen Logistik ist deshalb auch ein Weg in ein Paradoxon, denn der marktwirtschaftliche Zwang so kostensparend wie möglich Waren raumübergreifend zu transportieren wird konterkariert durch die Erfordernisse der Nachhaltigkeit, Prozesse besonders ressourcenschonend und somit kostenintensiver zu gestalten. Experten schlagen deshalb eine Vielzahl von Herangehensweisen vor wie z. B. technische Innovationen, nachhaltige Logistiksysteme und Prozessoptimierungen innerhalb der Logistikketten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. München/ Wien 1966.
  2.  Ernst Erwin Lange-Kowal, Eduard Weymuth: Langenscheidts Taschenwörterbuch Französisch. 2. Auflage. Langenscheidt, Berlin 1998, ISBN 3-468-11153-3.
  3. Krampe, Lucke, Schenk: Grundlagen der Logistik. 4. Auflage. 2012, S. 17.
  4.  Edmund Klatt, Dietrich Roy: Langenscheidts Taschenwörterbuch Englisch. 21. Auflage. Langenscheidt, Berlin 1988, ISBN 3-468-11123-1.
  5. Isermann(Hrsg.): Handbuch der Logistik 2008, S. 882–885.
  6. Krampe, Lucke, Schenk: Grundlagen der Logistik. 4. Auflage. 2012, S. 17.
  7. Krampe, Lucke, Schenk: Grundlagen der Logistik. 4. Auflage. 2012, S. 27.
  8. Clausen, Geiger: Verkehrs- und Transportlogistik. 2. Auflage. 2013, S. 7–15.
  9. Wannewetsch: Integrierte Materialwirtschaft und Logistik. Beschaffung, Logistik, Materialwirtschaft und Produktion Springer, 4. Auflage. 2010, S. 1.
  10. Wilmjakob Herlyn: PPS im Automobilbau. Produktionsprogrammplanung und -steuerung von Fahrzeugen und Aggregaten. München 2012, S. 131 ff.
  11. Domschke: Logistik. (3 Bände) oder Klaus Feigel: Modellbaseirte Entscheidungsunterstützung in der Logistik.
  12. Reinhardt Jünemann: Materialfluß und Logistik. 1989, S. 18.
  13. http://www.bvl.de/thema/arbeitgeber-logistik/die-wichtigsten-berufe abgerufen am 20. Juli 2014.
  14. Hildebrandt, Roth: Führungskräfte für die Logistik in: Baumgarten(Hrsg.): Das beste der Logistik. Springer 2008.
  15. Clausen, Geiger: Verkehrs- und Transportlogistik 2013, 2. Auflage, S. 7–15.
  16. Change to green: Handlungsfelder und Perspektiven für nachhaltige Logistik und Geschäftsprozesse. 2009, ISBN 978-3-937711-95-9.

Literatur[Bearbeiten]

  •  D. Arnold, H. Isermann, A. Kuhn, Horst Tempelmeier, K. Furmans (Hrsg.): Handbuch Logistik. 3. Auflage. VDI / Springer, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-72928-0.
  •  Kai Beckmann: Logistik. 3. Auflage. Merkur, Rinteln 2013, ISBN 978-3-8120-0637-8.
  •  Wolf-Rüdiger Bretzke, Karim Barkawi: Nachhaltige Logistik: Antworten auf eine globale Herausforderung. Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-12351-1.
  • A. R. van Goor; Drs. S. J. C. M. Weijers: Logistiek Zakboek. 3. Druck. Reed Business Information, Doetinchem 2004.
  • Timm Gudehus: Logistik, Grundlagen, Strategien, Anwendungen. 4. Auflage. Springer, Berlin/ Heidelberg/ New York 2010, ISBN 978-3-540-89388-2.
  •  Iris Hausladen: IT-gestützte Logistik – Systeme – Prozesse – Anwendungen. Gabler, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8349-2199-4.
  • Hans Jung: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Oldenbourg, München 2010, ISBN 978-3-486-59211-5.
  • Th. Mühlencoert: Kontraktlogistik-Management. Grundlagen, Beispiele, Checklisten. Gabler Verlag, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3131-3.
  • Rolf G. Poluha: Anwendung des SCOR-Modells zur Analyse der Supply Chain. 4. Auflage. Lohmar/ Köln 2008, ISBN 978-3-89936-719-5.
  • Rolf G. Poluha: Quintessenz des Supply Chain Managements. Springer-Verlag, Berlin/ Heidelberg 2009, ISBN 978-3-642-01583-0.
  •  Hans-Christian Pfohl: Logistiksysteme – Betriebswirtschaftliche Grundlagen. 8. Auflage. Springer, Heidelberg u. a. 2010, ISBN 978-3-642-04161-7.}
  • G. Schuh, P. Attig: Smart Logistics. Apprimus Verlag, Aachen 2009, ISBN 978-3-940565-21-1.
  •  Christof Schulte: Logistik. 3. Auflage. Franz Vahlen, München 2004, ISBN 3-8006-2454-0.
  • Richard Vahrenkamp: Die logistische Revolution: Der Aufstieg der Logistik in der Massenkonsumgesellschaft. Campus, Frankfurt am Main/ New York 2011, ISBN 978-3-593-39215-8.
  •  Hartmut Werner: Supply Chain Management; Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling. 2. Auflage. Gabler, 2002.
  •  Horst Wildemann: Logistik Prozeßmanagement. 2 Auflage. München 2001.
  •  Georg Thielmann: Die Geschichte der Logistik der Bundeswehr von 1955 bis heute. Traugott Bautz, Nordhausen, 2012, ISBN 978-3-88309-759-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Logistik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen