Frederik Köster

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Frederik Köster 2009

Frederik Köster (* 14. Oktober 1977 in Olsberg) ist ein deutscher Jazztrompeter, -komponist und -arrangeur. Nach Ansicht von Die Welt hat Deutschland mit ihm einen neuen Trompetenstar. [1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köster wuchs in seinem sauerländischen Heimatort als Sohn des Musiklehrers Friedel Köster auf. Er studierte zunächst Schulmusik in Detmold bei Max Sommerhalder und anschließend Jazztrompete sowie Jazz-Komposition und -Arrangement an der Musikhochschule Köln. Im BundesJugendJazzOrchester war er von 2001 bis 2005 als Solist, Komponist und Arrangeur unter der Leitung von Peter Herbolzheimer tätig. Seit 2007 lehrt er am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück als Professor für Jazz-Trompete (auch hat er seit 2010 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Hannover).

2016 mit dem Philharmonischen Orchester Hagen

Neben seiner Lehrtätigkeit ist er in verschiedenen Projekten tätig. So spielte er als Trompeter mit Albert Mangelsdorff, Randy Brecker, Ack van Rooyen und Lalo Schifrin, sowie Nina Hagen, den Sportfreunden Stiller und Jazzkantine. Außerdem arbeitete er zusammen mit Johannes Enders, Florian Weber, Simon Nabatov, Nils Wogram, Michael Wollny, Nils Landgren, Jane Monheit, Nils Petter Molvær , der WDR Big Band Köln, der hr-Bigband und der Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass. Als Komponist und Arrangeur schrieb er u. a. für das Philharmonische Orchester Hagen, das Cologne Contemporary Jazz Orchester, Tom Gaebel, die Wednesday Night Big Band, das JugendJazzOrchester NRW und das Grand Central Orchestra. Er unternahm mit Bands Konzertreisen ins europäische Ausland und nach Südafrika und Namibia. Mit seinem Bands spielte Köster auf namhaften Jazz-Festivals wie dem JazzBaltica, Moers Festival, Euro Jazz Festival in Mexiko-Stadt oder dem North Sea Jazz Festival und tourte auf Einladung des Goethe-Instituts durch Mexiko, Nicaragua, Costa Rica, Honduras, Portugal, Holland, Belgien, die Mongolei, Malaysia, die Türkei und Indien. In den letzten Jahren hat sich sein Sound verändert; er klingt jetzt wie eine „deutsche Jazz-Combo mit amerikanischem Jazz-Appeal“. [2] Köster spielt seit Juni 2013 in der Band von Trilok Gurtu, mit der er international auf Tournee war.

Frederik Köster Quartet, 2007

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2006 erhielt er beim Jazz Hoeilaart International Contest in Belgien den Preis für den besten Solisten. Zusammen mit seinem Frederik Köster Quartet erhielt er 2009 den mit 10.000 Euro dotierten Neuen Deutschen Jazzpreis, und parallel auch den Preis als bester Solist. 2010 wurde sein Album „Zeichen der Zeit“ mit dem Echo Jazz in der Kategorie Instrumentalist des Jahres national (Blechinstrumente/Brass) ausgezeichnet. Ebenfalls 2010 erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten WDR-Jazzpreis in der Kategorie „Improvisation“. 2013 wurde ihm der Westfalen-Jazz-Preis verliehen, da es ihm „auf meisterhafte Weise gelingt .., mit ganz individuellem Ton auf seinem Instrument, kompositorischer Fantasie und ungebremster Improvisationsfreude Vielfalt und Klarheit in seiner Musik zu vereinen.“[3] 2017 erhielt Köster seinen zweiten Echo Jazz als bester Blechbläser für sein Album „Canada“, das er zusammen mit dem Pianisten und Komponisten Sebastian Sternal eingespielt hat.

Diskografische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitarbeit an Alben anderer Künstler/Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biréli Lagrène & WDR-Big Band (2006)
  • Klaus Doldinger's Passport & WDR Big Band (2008)
  • Curse Freiheit (2008)
  • Thorsten Heitzmann's Bonefunk
  • Hannah Köpf Stories Untold (2010)
  • Heiner Schmitz & Cologne Contemporary Jazz Orchestra feat. Christian Brückner, Frederik Köster Odyssee (2012)
  • Sebastian Sternal Sternal Symphonic Society (2012)
  • Sebastian Sternal Sternal Symphonic Society - Vol. II (2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jazz in Kürze, 11. März 2013
  2. Michael Rüsenberg: Die Verwandlung (Besprechung)
  3. Westfalen-Jazz-Preis