Jazzkantine

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Jazzkantine
Jazzkantine auf dem Jazzfestival St.Ingbert (2012)
Jazzkantine auf dem Jazzfestival St.Ingbert (2012)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Jazz-Rap
Gründung 1994
Website jazzkantine.de
Gründungsmitglieder
Christian Eitner
Matthias Lanzer
Ole Sander (bis 1998)
George Bishop († 13. Oktober 2005)
Aktuelle Besetzung
Bass
Christian Eitner
Air-Knee
DJ
Matthias Lanzer
Gitarre
Tom Bennecke
Rap
Cappuccino
Andy Lindner (seit 2010)
Rap
Tachiles
Christian Winninghoff
Saxophon
Heiner Schmitz (seit 2010)
Simon Grey (seit 2008)
Nora Becker
Ehemalige Mitglieder
Rap
Aleksey (1994–2000)
Schlagzeug
Dirk Erchinger (1993–2010)
Rhodes
Jan-Heie Erchinger (1993–2010)
Gunter Hampel (1993–2001)
Trompete
Bernhard Steinmetz († 2. April 1999)
Saxophon
York (bis 2010)

Die Jazzkantine ist eine Jazz-Rap-Band aus Braunschweig. Sie wurde 1994, inspiriert durch das Band-Projekt Jazzmatazz, von Ole Sander, Matthias Lanzer und Christian Eitner gegründet.[1] Kennzeichnend für die Musik der Jazzkantine ist die Vermischung der verschiedenen Stilelemente des Rap und Jazz. Dabei arbeitete die Band mit so unterschiedlichen Künstlern wie Smudo, Götz Alsmann und Bands wie Such A Surge zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits mit ihrem Jazzkantine betitelten Erstlingswerk schafften sie es – nicht zuletzt dank eines prominenten Line-Ups – zu einem Vertrag beim Plattenlabel BMG Hamburg und einem hohen Einstieg in die Charts. 1996 erhielt die Band dafür den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie Beste Jazzproduktion;[2] die Gruppe erhielt weiterhin den German Jazz Award und das Goldene Ohr.

Seit 1994 spielte die Band mehr als 1000 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter anderem auf dem Montreux Jazz Festival. Am 6. April 2002 fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „hr3@night“ in den Kasseler Messehallen ein Konzert zusammen mit der hr-Bigband (Leitung: Jörg Achim Keller) statt. Mit den Projekten Tanzzkantine, Braunschweich, Braunschweich!, Ölper 12 Pöints und Ölper 12 Pöints – Die zweite Staffel und Unser Eintracht wurden vier erfolgreiche Co-Produktionen mit dem Staatstheater Braunschweig abgewickelt.[1][3]

2008 erschien die CD Hell’s Kitchen, auf der die Band Hardrocksongs im Jazzkantine-Sound neu interpretiert (unter anderem mit den Gastsängern Xavier Naidoo, Max Mutzke, Tom Gaebel und Pat Appleton von DePhazz). Das Album erreichte Platz 1 bei den iTunes-Jazz-Charts und im Juli 2008 auch Platz 1 der deutschen Media Control-Charts Jazz.

Seit April 2011 tritt die Rhythmus-Gruppe der Jazzkantine im Schauspiel Fleisch ist mein Gemüse als „Tiffanys“ im Staatstheater Braunschweig auf.

Ein weiteres Projekt der Jazzkantine ist die Blauhausband. Vier- bis fünfmal im Jahr jammt diese Band im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters. Neben Mitgliedern der Jazzkantine (Stammformation: Christian Eitner, Tom Bennecke, Andy Lindner, Christian Winninghoff, Heiner Schmitz) werden Gastmusiker eingeladen, unter anderem bislang Roger Cicero, Pat Appleton, Dr. Ring-Ding, Sam Leigh-Brown (Frank Popp Ensemble), Mädditation (Mousse T. Band), Rock DJ HandTrix (Such A Surge), B. La (Cultured Pearls), Tom Gaebel, Silent Radio, Sascha Münnich und Phil Barnes.

Im Dezember 2011 hatte eine weitere Theaterproduktion unter Beteiligung der Jazzkantine Premiere: Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte. Gemeinsam mit dem langjährigen Weggefährten Peter Schanz (Autor und Regisseur) präsentierte die Band ein Krippenspiel in einem historischen Spiegelzelt auf dem Braunschweiger Martinikirchplatz.

Im März 2012 veröffentlichte die Jazzkantine ein neues Album bei Universal Music mit dem Titel Jazzkantine spielt Volkslieder.[1] Erstmals interpretiert die Band klassische deutsche Volkslieder in neuem Stil, und vermischt sie mit Einflüssen aus Hip-Hop, Reggae und Soul in typischem Jazzkantinen-Gewand. Wie schon auf den vergangenen Alben, bedient sich dabei die Band der Hilfe von namhaften Gästen, wie Pat Appleton von DePhazz oder Sam Leigh-Brown vom Frank Popp Ensemble. Von August bis September 2012 folgte die dritte Ölperstaffel mit Ö 3.0 – das Ölperium kehrt zurück.[4]

Mitte September 2013 erschien das Album Ultrahocherhitzt, auf dem die Band zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ist.[1] Als Gastmusiker zu hören sind Joo Kraus (tp) und Nils Wogram (tb) sowie die Sängerin Nora Becker. Im Oktober 2014 veranstaltete die Band zum 20. Geburtstag der Jazzkantine ein Konzert in Zusammenarbeit mit der NDR Bigband im Staatstheater Braunschweig.[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Respekt (Maxi)
  • 1995: Ich bin ein Träumer (zusammen mit Such A Surge) (Maxi)
  • 1995: 55555 (Maxi)
  • 1995: Es ist Jazz (Maxi)
  • 1995: Heiß und fettig (Album) (Gold im German Jazz Award)
  • 1996: Boogaloo (Maxi)
  • 1996: Frisch gepresst+Live (Doppelalbum)
  • 1998: Kein Bock (Maxi)
  • 1998: Geheimrezept (Album)
  • 1998: Krankenhaus (Maxi)
  • 1998: Alles nur Chemie (Maxi)
  • 2000: In Formation (Album)
  • 2000: Ich würd die Welt gern verändern (Maxi)
  • 2000: The Remix Album (Album)
  • 2000: Zeitalter (Maxi)
  • 2001: Die Jazzkantine tanzzt! (als Tanzzkantine) (Album)
  • 2002: Futter für die Seele (Album)
  • 2002: Chaos 2001 (Maxi) siehe Diskussion
  • 2003: Unbegrenzt haltbar (Album)
  • 2004: Braunschweich, Braunschweich! (Album)
  • 2004: Best of Jazzkantine (Album)
  • 2008: Highway to Hell (Maxi)
  • 2008: Hell’s Kitchen (Album)
  • 2009: Unser Eintracht (Album)
  • 2012: Jazzkantine spielt Volkslieder (Album)
  • 2012: Im Frühtau zu Berge (Maxi)
  • 2013: Ultrahocherhitzt (Album)[6]
  • 2014: Ohne Stecker zusammen mit der NDR Bigband (Album)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jazzkantine auf laut.de
  2. Jazzkantine auf goethe.de
  3. Ölper ist ein Stadtteil von Braunschweig. Mit dem Musikprojekt wird der Eurovision Song Contest auf groteske Art auf Braunschweiger Verhältnisse übertragen.
  4. Ö 3.0 – das Ölperium kehrt zurück auf ölperium.de
  5. Braunschweig: Jazzkantine meets NDR Bigband auf ndr.de
  6. Jazzkantine auf discogs.com